One day in Greenpeace
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 28. Mai 2009, 18:35
Als ich vor ein paar Monaten früh aufstand und aus dem Fenster schaute, sah ich die hübsche Nachbarin, wie sie sich nackt im Sonnenstuhl räkelte. Lüstern dachte ich daran, die Umwelt zu retten.
Ich muss ja wirklich gestehen, ich hatte bis dahin noch nie viel für die Umwelt getan. Schon wenn ich an meinen damaligen CO2 Fußabdruck denke. Jahrelang stapfte ich wie Bigfoot rücksichtslos durch die Gegend und heizte die Erde auf. Das Leben auf großem CO2 Fuß war einfach und komfortabel, bis sich mein Leben komplett änderte.
Ich lief eines Tages schlecht gelaunt durch die Fußgängerzone unserer hässlichen Stadt und mir sprang eine atemberaubend gutaussehende Frau entgegen. Sie fragte mich ob ich die Umwelt retten will und ich fragte Sie ob Sie mich heiraten will. Eine ehrliche Frage erfordert eben auch eine ehrliche Gegenfrage. Sie antwortete mit "mal sehen" und erklärte mir, dass Sie nur auf Typen steht, die die Umwelt retten.
Sofort willigte ich ein und hätte Sie von mir verlangt, dass ich mit einem kleinen Dreirad durch einen Feuerreifen springen soll. Ich hätte es getan. Doch zum Glück sind Feuerreifen alles andere als Umweltfreundlich.
Die Frau hieß Nadine und war von Greenpeace und ab sofort war ich auch von Greenpeace. Sie erklärte mir, dass ich erstmal meinen CO2 Ausstoß verringern sollte. Jeden Tag stieß ich mehrere Kilo CO2 aus, hatte mir Nadine gesagt und das sollte ich ändern.
Habt ihr gewusst, dass dieses bescheuerte CO2 mittlerweile überall rumschwirrt? In der Luft, im Wasser und sogar in mir drin. Ich ekelte mich an. Ich zerstörte die Gletscher in Neu Guinea und überschwemmte die Eisbären in der Antarktis. Das musste aufhören, sofort und außerdem wollte ich ja Nadine heiraten.
Nadine war so eine hübsche Frau und stoß nach ihrer eigenen Überzeugung nur ein halbes Kilo CO2 aus, über den ganzen Tag verteilt. Sie war eine Heldin.
Sofort rannte ich in das nächste Kaufhaus und besorgte mir eine Waage. Ich wollte es genau wissen. Als ich dann zu Hause war und ich mich auf die Waage stellte, kam die peinliche Ernüchterung. Es war viel schlimmer als ich dachte. Ich wog 76 Kilo CO2 und das den ganzen Tag lang.
Wie konnte ich die Umwelt jahrelang mit meinem CO2 belästigen und die Welt aufheizen? Ich war ein schlimmer Mensch und noch lange nicht Nadines Typ.
Am nächsten Tag gestand ich der Greenpeace Nadine mein Gewichtsproblem und fragte sie wie ich abnehmen kann. Ich wollte eine CO2 Diät machen und die Leute von Greenpeace, waren die einzigen die mir helfen können, sagte die tolle Nadine.
Also ketteten wir uns ein paar Tage später auf die Gleise. Was für eine grandiose Idee, dachte ich mir. Sich von einem Zug überfahren lassen und dadurch abnehmen. Doch der Zug fuhr leider nicht über uns drüber, sondern bremste vorher. Die Polizei schnallte uns los und ich protestierte lautstark. Ich schrie, dass ich von den CO2 Weight Watchers war und der Zug endlich drüber fahren soll.
Die Polizei erklärte mir dann, dass ich durch meinen Protest nur noch mehr CO2 produziere bzw gegen Atomkraftwerke protestiere, die ja eigentlich dazu da sind CO2 einzusparen. Weiterhin verbraucht der stehende Zug Unmengen an Diesel und die tausend Polizisten mussten alle mit dem Auto hergefahren werden. Dabei hatte er ja noch vergessen zu sagen, dass wir ja auch noch mit dem Auto hergefahren sind.
Ich hatte an diesem Tag so viel CO2 produziert wie normalerweise in zehn Jahren.
Ich war stinksauer auf Nadine, als sie mir erklärte, dass Gewisse Handlungen ihrer Bewegung nicht immer ganz richtig sind aber auf lange Sicht doch wirkungsvoll. Doch diese Begründung reichte mir nicht.
Ich stieg aus und trennte mich von Greenpeace und auch von Nadine. Ich will die Umwelt in Zukunft lieber auf unparadoxe Weise retten!!
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie das geht...
Ich muss ja wirklich gestehen, ich hatte bis dahin noch nie viel für die Umwelt getan. Schon wenn ich an meinen damaligen CO2 Fußabdruck denke. Jahrelang stapfte ich wie Bigfoot rücksichtslos durch die Gegend und heizte die Erde auf. Das Leben auf großem CO2 Fuß war einfach und komfortabel, bis sich mein Leben komplett änderte.
Ich lief eines Tages schlecht gelaunt durch die Fußgängerzone unserer hässlichen Stadt und mir sprang eine atemberaubend gutaussehende Frau entgegen. Sie fragte mich ob ich die Umwelt retten will und ich fragte Sie ob Sie mich heiraten will. Eine ehrliche Frage erfordert eben auch eine ehrliche Gegenfrage. Sie antwortete mit "mal sehen" und erklärte mir, dass Sie nur auf Typen steht, die die Umwelt retten.
Sofort willigte ich ein und hätte Sie von mir verlangt, dass ich mit einem kleinen Dreirad durch einen Feuerreifen springen soll. Ich hätte es getan. Doch zum Glück sind Feuerreifen alles andere als Umweltfreundlich.
Die Frau hieß Nadine und war von Greenpeace und ab sofort war ich auch von Greenpeace. Sie erklärte mir, dass ich erstmal meinen CO2 Ausstoß verringern sollte. Jeden Tag stieß ich mehrere Kilo CO2 aus, hatte mir Nadine gesagt und das sollte ich ändern.
Habt ihr gewusst, dass dieses bescheuerte CO2 mittlerweile überall rumschwirrt? In der Luft, im Wasser und sogar in mir drin. Ich ekelte mich an. Ich zerstörte die Gletscher in Neu Guinea und überschwemmte die Eisbären in der Antarktis. Das musste aufhören, sofort und außerdem wollte ich ja Nadine heiraten.
Nadine war so eine hübsche Frau und stoß nach ihrer eigenen Überzeugung nur ein halbes Kilo CO2 aus, über den ganzen Tag verteilt. Sie war eine Heldin.
Sofort rannte ich in das nächste Kaufhaus und besorgte mir eine Waage. Ich wollte es genau wissen. Als ich dann zu Hause war und ich mich auf die Waage stellte, kam die peinliche Ernüchterung. Es war viel schlimmer als ich dachte. Ich wog 76 Kilo CO2 und das den ganzen Tag lang.
Wie konnte ich die Umwelt jahrelang mit meinem CO2 belästigen und die Welt aufheizen? Ich war ein schlimmer Mensch und noch lange nicht Nadines Typ.
Am nächsten Tag gestand ich der Greenpeace Nadine mein Gewichtsproblem und fragte sie wie ich abnehmen kann. Ich wollte eine CO2 Diät machen und die Leute von Greenpeace, waren die einzigen die mir helfen können, sagte die tolle Nadine.
Also ketteten wir uns ein paar Tage später auf die Gleise. Was für eine grandiose Idee, dachte ich mir. Sich von einem Zug überfahren lassen und dadurch abnehmen. Doch der Zug fuhr leider nicht über uns drüber, sondern bremste vorher. Die Polizei schnallte uns los und ich protestierte lautstark. Ich schrie, dass ich von den CO2 Weight Watchers war und der Zug endlich drüber fahren soll.
Die Polizei erklärte mir dann, dass ich durch meinen Protest nur noch mehr CO2 produziere bzw gegen Atomkraftwerke protestiere, die ja eigentlich dazu da sind CO2 einzusparen. Weiterhin verbraucht der stehende Zug Unmengen an Diesel und die tausend Polizisten mussten alle mit dem Auto hergefahren werden. Dabei hatte er ja noch vergessen zu sagen, dass wir ja auch noch mit dem Auto hergefahren sind.
Ich hatte an diesem Tag so viel CO2 produziert wie normalerweise in zehn Jahren.
Ich war stinksauer auf Nadine, als sie mir erklärte, dass Gewisse Handlungen ihrer Bewegung nicht immer ganz richtig sind aber auf lange Sicht doch wirkungsvoll. Doch diese Begründung reichte mir nicht.
Ich stieg aus und trennte mich von Greenpeace und auch von Nadine. Ich will die Umwelt in Zukunft lieber auf unparadoxe Weise retten!!
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie das geht...
karsten bier,
Donnerstag, 28. Mai 2009, 19:30
CO2ol.
sid,
Freitag, 29. Mai 2009, 02:15
Jaja, diese Eisbären, die der Herr Ill vergessen hat und die jetzt auf Radieschen laufen ; )
dergeschichtenerzaehler,
Freitag, 29. Mai 2009, 14:57
Und nicht nur das. Die Radiesschen werden auch noch zertrampelt!! Eine Frechheit ist das und löst zu recht eine internationale Krise aus...
cabman,
Freitag, 29. Mai 2009, 19:51
Sie sind ein Schelm. ;-)
dergeschichtenerzaehler,
Freitag, 29. Mai 2009, 20:06
Und Sie hatten Recht!! Die Sandkastenstory kam sehr gut an bei der Lesung... Ich danke ihnen für den Tip... Ich zitiere mal kurz die Zeitung: "...man hört gerne zu, wenn der "Geschichtenerzähler" die Finanzkrise samt ihrer Protagonisten in Regierungs- und Chefetagen auf einmal in den Sandkasten eines Berliner Spielplatzes verlegt..."
guenterkrass,
Freitag, 29. Mai 2009, 21:52
Hatten Sie da ernste Zweifel? War klar, dass das gut ankommt. Besonders bei den Damen von der FDP. :)
dergeschichtenerzaehler,
Freitag, 29. Mai 2009, 22:10
Oh ja die FDP ist morgen fällig... Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen... Gut das du mich nochmal daran erinnert hast.
Jeeeeehaaaa! *peitsch*
Jeeeeehaaaa! *peitsch*
juf,
Samstag, 30. Mai 2009, 10:06
Sie lassen sich von einem Polizisten eine schöne Frau ausreden? Aus Gründen der Logik? Was sind Sie denn für ein Mann?
dergeschichtenerzaehler,
Samstag, 30. Mai 2009, 13:42
Sagen Sie mal Herr Taubenvergrämer, du kommst auch nur zum stänkern vorbei, he? Du musst dein schlechtes Image wahren... wenn ich allen hier erzähle, dass Sie ein überaus netter Mensch sind und zusätzlich noch freundlich, dann müsste Sie das doch ohne Ende wurmen...
Antwort auf die letzte Frage: Kein besonders schlauer Mann... :-) Aber ich hab auch Eier in der Hose. Drei...Eines ist gerade kaputtgegangen.
Antwort auf die letzte Frage: Kein besonders schlauer Mann... :-) Aber ich hab auch Eier in der Hose. Drei...Eines ist gerade kaputtgegangen.
juf,
Samstag, 30. Mai 2009, 19:50
Oh, nein! Bitte behalten Sie das für sich. Und bitte das Video von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Altersheim auch nie zeigen!
dergeschichtenerzaehler,
Samstag, 30. Mai 2009, 20:08
Okay aber nur gegen Geld...Wieviel ist ihnen denn der schlechte Ruf wert?
juf,
Samstag, 30. Mai 2009, 21:35
Allein die Tatsache, dass ich hier kommentiere, reicht schon, um meinen Ruf für alle Zeiten zu zerstören
dergeschichtenerzaehler,
Sonntag, 31. Mai 2009, 13:23
Ich bin ja eigentlich ein liebensverdrehter Mensch aber das geht jetzt zu weit.
Wenn Sie mir nochmal über den Weg laufen, dann Gnade ihnen der Eisverkäufer, das wird kein gutes Ende haben. Die Zeiten sind schon längst vorbei, als man auf dem Geschichtenerzähler noch rumtrampeln konnte wie ein Trampeltier auf einem fettreduzierten Parkettfussboden. Ich bin der Rächer der Lächer...lichen und Erbe von genmutierten Erbgut...
Wenn Sie mir nochmal über den Weg laufen, dann Gnade ihnen der Eisverkäufer, das wird kein gutes Ende haben. Die Zeiten sind schon längst vorbei, als man auf dem Geschichtenerzähler noch rumtrampeln konnte wie ein Trampeltier auf einem fettreduzierten Parkettfussboden. Ich bin der Rächer der Lächer...lichen und Erbe von genmutierten Erbgut...