In Afrika vergehen jede Minute 60 Sekunden Helfen Sie mit!! (Reloaded)
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 5. November 2009, 19:16
Ja helfen sie mit. Afrika muss gerettet werden und zwar vor uns allen. Ja sie haben richtig gelesen, nicht von sondern vor uns. Jeden Tag sterben etwa 20000 Menschen an Unterernährung und wir helfen tagtäglich mit, dass diese Zahl weiterhin steigt. Unsere Regierung pumpt ständig Millionen an Euros nach Afrika, mit dem beruhigendem Wissen, dass 50 Prozent davon in den Händen von militanten Rebellen landet. Doch Geld ist doch genau das was diese Menschen da unten am wenigsten brauchen. Ich glaube es würde ihnen schon reichen wenn die EU einfach mal aufhören würde Afrika auszubeuten. Im Großen und Ganzen sind wir nämlich für diese 20000 Toten jeden Tag verantwortlich. Das fünfte Gebot sagt: Du sollst nicht töten! Da frage ich mich doch wie ich mich als guter Christ daran halten soll, wenn ich jeden Tag 20000 Menschen töte. Ich bin heute erst um 12 Uhr aufgestanden und bin schon wieder 10000 Leichen hinter der letzten Beichte zurück. Es ist ja nicht so, dass ich Gewissensbisse habe, da ich diese Menschen nur indirekt töte aber ich bin jetzt 22 Jahre alt und habe jedes Jahr in etwa 8 Millionen Menschen getötet. Das macht insgesamt, nach der Milchmädelschen Rechnung, ungefähr 176 Millionen Tote. Wahnsinn he? Ich bin viel schlimmer als Hitler, Stalin und Mao zusammen und dabei ist das einzige Verbrechen was ich begangen habe, hier geboren zu sein.
Aber was kann ich dagegen tun?
Ich könnte mich den mafiösen Strukturen der Hilfsorganisationen anschließen und Pate werden. Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen oder das rote Kreuz versprechen mir mit meinem Massenmord Problem zu helfen. Aber wisst ihr was komisch ist? Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten wuchert das Elend am schlimmsten. Es ging sogar so weit, dass einige Staatsmänner Afrikas auf dem letzten G8 Gipfel öffentlich darum baten, dass wir endlich damit aufhören sollen ihnen zu helfen.
Diese Afrikaner sind echt undankbar, oder? Da schicken wir ihnen kostenlos Nahrung und Kleidung da runter, zerstören die dort ansässige Nahrungs- und Kleidungsindustrie und die bedanken sich nicht mal dafür, dass sie dann noch mehr hungern müssen.
Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören die Umwelt zu retten? Mein neuer BMW X5 frisst soviel Weizen und Mais in Form von Biodiesel, damit könnte man bestimmt ein ganzes Dorf versorgen. Irgendwie ist das doch ungerecht, dass wir die Retter der Umwelt sind und Andere dafür durch gesteigerte Lebensmittelpreise drauf gehen. Natürlich war das nicht so geplant und keiner konnte ahnen, dass die Lebensmittel knapp werden wenn man sie einfach verheizt.
Ich glaube es ist langsam an der Zeit euch ein Geheimnis zu verraten: Je mehr wir retten und helfen umso schlimmer wird es, oder nicht? Vielleicht sollten wir diese armen Leute einfach mal in Ruhe lassen. Die kommen bestimmt auch ganz gut ohne uns aus. In Ruhe lassen heißt aber auch, dass wir sie nicht mehr ausbeuten dürfen. Zurzeit geht es uns ja nur so gut weil es ihnen schlecht geht. Deshalb haben diese tollen Spenden der Hilfsorganisationen auch nur eine lindernde Wirkung. Wenn wir diesen Leuten wirklich helfen wollen, müssen wir unseren Reichtum aufgeben. Das heißt im Klartext: Goodbye X5, goodbye Internet aber wenigstens keine 20000 Morde am Tag. Wir werden erleichtert sein…
Aber was kann ich dagegen tun?
Ich könnte mich den mafiösen Strukturen der Hilfsorganisationen anschließen und Pate werden. Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen oder das rote Kreuz versprechen mir mit meinem Massenmord Problem zu helfen. Aber wisst ihr was komisch ist? Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten wuchert das Elend am schlimmsten. Es ging sogar so weit, dass einige Staatsmänner Afrikas auf dem letzten G8 Gipfel öffentlich darum baten, dass wir endlich damit aufhören sollen ihnen zu helfen.
Diese Afrikaner sind echt undankbar, oder? Da schicken wir ihnen kostenlos Nahrung und Kleidung da runter, zerstören die dort ansässige Nahrungs- und Kleidungsindustrie und die bedanken sich nicht mal dafür, dass sie dann noch mehr hungern müssen.
Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören die Umwelt zu retten? Mein neuer BMW X5 frisst soviel Weizen und Mais in Form von Biodiesel, damit könnte man bestimmt ein ganzes Dorf versorgen. Irgendwie ist das doch ungerecht, dass wir die Retter der Umwelt sind und Andere dafür durch gesteigerte Lebensmittelpreise drauf gehen. Natürlich war das nicht so geplant und keiner konnte ahnen, dass die Lebensmittel knapp werden wenn man sie einfach verheizt.
Ich glaube es ist langsam an der Zeit euch ein Geheimnis zu verraten: Je mehr wir retten und helfen umso schlimmer wird es, oder nicht? Vielleicht sollten wir diese armen Leute einfach mal in Ruhe lassen. Die kommen bestimmt auch ganz gut ohne uns aus. In Ruhe lassen heißt aber auch, dass wir sie nicht mehr ausbeuten dürfen. Zurzeit geht es uns ja nur so gut weil es ihnen schlecht geht. Deshalb haben diese tollen Spenden der Hilfsorganisationen auch nur eine lindernde Wirkung. Wenn wir diesen Leuten wirklich helfen wollen, müssen wir unseren Reichtum aufgeben. Das heißt im Klartext: Goodbye X5, goodbye Internet aber wenigstens keine 20000 Morde am Tag. Wir werden erleichtert sein…
conma,
Freitag, 6. November 2009, 09:21
Diese Ursache-Wirkungsbeziehung klingt interessant:
"Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten, wuchert das Elend am schlimmsten". Vielleicht ist es aber auch andersrum.
Die Erkenntnis, das bloße Almosen nichts nützen und die Ausbeutung nicht ganz unschuldig am Elend der Leute ist, ist ja so neu nicht.
Die Frage ist, was wir konkret tun können. Es würde Afrika sicher helfen, wenn wir alle Eremiten würden, doch die Wahrscheinlichkeit, dass wir das tun ist doch nicht sehr hoch.
"Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten, wuchert das Elend am schlimmsten". Vielleicht ist es aber auch andersrum.
Die Erkenntnis, das bloße Almosen nichts nützen und die Ausbeutung nicht ganz unschuldig am Elend der Leute ist, ist ja so neu nicht.
Die Frage ist, was wir konkret tun können. Es würde Afrika sicher helfen, wenn wir alle Eremiten würden, doch die Wahrscheinlichkeit, dass wir das tun ist doch nicht sehr hoch.
dergeschichtenerzaehler,
Samstag, 7. November 2009, 02:09
Es ist mittlerweile bewiesen, dass die Hilfsorganisationen mehr Schaden anrichten, als helfen... Nur interessiert das keinen.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, ja da gebe ich ihnen recht.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, ja da gebe ich ihnen recht.
karsten bier,
Samstag, 7. November 2009, 01:39
Also die Überschrift hab ich gelesen. Den Rest nicht. Ist mir mal wieder zu lang. Außerdem vermute ich, dass Sie wieder mal die Welt in ihrer Bösartigkeit erkannt und bekannt gemacht haben. Herzlichen Glückwunsch. Wann werden Sie sich endlich damit anfreunden?
dergeschichtenerzaehler,
Samstag, 7. November 2009, 02:22
Wenn dir das zu lang ist, dann geh auf Twitter oder lies Bildzeitung! Aber hör auf so einen Mist hier rein zuschreiben...
karsten bier,
Montag, 9. November 2009, 00:38
oho! ganz neue Töne von Ihnen! Nicht schlecht. Aber warum fühlen Sie sich denn so getroffen?
dergeschichtenerzaehler,
Montag, 9. November 2009, 00:54
Tja ich bin eben auch nur ein Mensch und ich war in dem Moment sehr genervt, muss ich zugeben... :-)