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Mittwoch, 25. März 2009
Verzaubert in Damaskus
Auf unserer 6 wöchigen Reise von Dresden nach Luxor in Ägypten, sind wir am 27 Tag in Damaskus angekommen. Die syrische Hauptstadt ist eine der bekanntesten orientalischen Städte in der Welt und aus diesem Grund wollten wir uns dieses Juwel keinesfalls entgehen lassen.
Wir kamen am Abend mit dem Bus in der Stadt an. Der Busbahnhof war etwas außerhalb gelegen, was man bestimmt aus Sicherheitsgründen so arrangiert hat, denn die Chance einer Busexplosion ist in der arabischen Welt deutlich gestiegen in letzter Zeit und so verlagert man die Busbahnhöfe in Syrien lieber in unbewohnte Gebiete. (Und nicht umsonst wie wir erst später erfuhren, denn kurz nach unserer Abreise aus Damaskus ist wieder ein Bus explodiert.)
Der zweite Vorteil war zwar auch nicht für uns, aber für die vielen Taxifahrer die dort rumlungerten und auf ein großes Geschäft warteten. Wichtig ist, dass man bevor man in ein Taxi einsteigt, den Preis verhandelt. Die Taxameter sind nur Makulatur oder für unerfahrene ausländische Fahrgäste, welche es nicht anders verdient haben als abgezockt zu werden. Denn die Araber lieben das Handeln und wenn einem der Preis nicht gefällt geht man einfach zum nächsten Taxi. Meistens rennen sie einem dann hinterher und sagen: „Hey Mister! Sorry Sorry!!“ Für umgerechnet 2 Euro konnten wir dann zu fünft in die Innenstadt donnern, was wirklich kein schlechter Preis war.

Dann suchten wir uns ein preisgünstiges Hostel und gingen danach noch etwas essen. Als wir da so saßen, trafen wir die zwei älteren Franzosen wieder die wir zwei Tage zuvor auf der großen Kreuzfahrerburg Crac de Chevallier getroffen haben, welche zwar in einem vollkommen anderen Teil des Landes lag aber die Welt ist ja bekanntlich ein Dorf. Der eine konnte ein bisschen Deutsch und setzte sich kurz zu uns. Der andere machte genau das Gegenteil. Er stellte sich ein bisschen abseits hin und fing an zu schmollen. Dann fing er an irgendwas Unverständliches zu grummeln und mit den Füßen zu scharren. Typisch Franzose dachte ich mir noch und dann vervollständigte er mein Klischee, indem er wie eine gekränkte Diva von dannen schritt und ein „Ne pas interessant!“ von sich gab. Eine urkomische Situation.

Am nächsten Tag begaben wir uns zu Fuß in die Altstadt von Damaskus und steuerten die berühmte Umayyaden-Moschee an. Warum die so berühmt war erkläre ich gleich doch lasst uns vorher noch einen kleinen Abstecher zum Sultan Saladin machen. Dessen Mausoleum liegt nämlich genau neben der Moschee.


Jede Moschee ist mit einer dieser Kärchermaschinen ausgestattet die links unten im Bild steht.

Die Moschee selbst hat einen viereckigen Innenhof den man nur barfuß betreten darf und möglichst rennend überqueren sollte, denn der Fußboden war in der prallen Sonne verdammt heiß.


Hauptgebetshalle. Frauen mussten zum Nebeneingang rein He he.

Die Hauptgebetshalle der Moschee beherbergt einen Schrein worin sich der Kopf von Johannes dem Täufer befinden soll. Eigentlich kennt man diesen Mann nur aus der Bibel und dass er in einer muslimischen Kirche verehrt wird, ist wirklich eigenartig zeigt aber auch, dass Christentum und Islam eben die gleichen Wurzeln haben.

Schrein vom Johannes

Noch etwas perplex von der Gesamtsituation, begaben wir uns wieder in den Innenhof und dort kam uns ein Syrer entgegen, der uns unbedingt seine Gedanken mitteilen musste. Er erklärte uns warum diese Moschee eine wichtige Pilgerstädte für die Schiiten ist. Im Grunde genommen dreht sich alles um diesen sogenannten Hussein oder besser gesagt um dessen Kopf. Der wurde abgehackt, irgendwann in tiefer Vergangenheit und lag einige Zeit in dieser Moschee. Die Schiiten glauben, dass Hussein der Nachfolger von Mohammed dem Propheten ist und die Sunniten wiederum nicht. Der Syrer war ein Schiit und gehört damit einer Minderheit in Syrien an. Während er uns den Vorfall um Husseins Kopf erklärte mischte sich ein sunnitischer Pakistani ein und erklärte wiederum etwas völlig anderes. Der Jahrhunderte alte Streit zwischen Schiiten und Sunniten wurde also genau vor unserer Nase ausgetragen. Dieser Streit steht symbolisch für viele Kriege und Gräueltaten die im nahen Osten passiert sind und alles nur wegen einer Geschichte. Irgendwie konnte man das als Außenstehender nicht verstehen.

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Montag, 23. März 2009
Heribert und seine Monatslinsen
[offtopic] Ich habe einen neuen Themenbereich für mich entdeckt: Zech- und Brechgeschichten [offtopic]


Die Turmuhr gab genau 4 Schläge von sich und Heribert suchte seine Kontaktlinse im weichen Sommergras. Er ging immer den Weg durch den grünen Stadtpark, wenn er von seinen nächtlichen Sauftouren nach Hause kam.
Heribert war der absolute Draufgänger, denn seine Kontaktlinsen, die laut Verpackung Monatslinsen waren, trug er jetzt schon fast 6 Wochen und er scheute keinesfalls das Risiko diese kleinen Brillengläser noch ein paar Wochen länger zu tragen. Doch für dieses waghalsige Unternehmen musste er die linke Linse erst einmal finden.

Eine wirklich schwierige Aufgabe wenn man bedenkt, dass er seine Sehhilfe, beim Entsorgen von Stoffen, die sein Körper anscheinend nicht mehr benutzen wollte, an das weiche Gras verlor. Vorsichtig schob er die emulgierte Masse aus verschiedenen, nicht mehr eindeutig identifizierbaren Lebensmitteln zur Seite und grub sich zum Kern des Pudels vor.

Seine Kontaktlinse fand er natürlich nicht wieder, denn diese hatte sich schon nach etwa einer Minute im BarcardiColaTiefkühlpizzamix wie eine Brausetablette aufgelöst. Doch Heribert suchte verkrampft weiter. Dann entdeckte er ein Glitzern, er blinzelte kurz und bückte sich wie ein Archäologe über eine interessante Ausgrabung. Das Glitzern war plötzlich weg und mit diesem auch seine rechte Linse, die er durch seine hektischen Bewegungen herausgeschleudert hatte.
„Verflucht!“, dachte er sich. Die Aufregung hatte ihn mittlerweile wieder nüchtern gemacht und so näherte er sich vollends konzentriert dem Erdboden. Er entdeckte seinen kleinen Linsenfreund inmitten einer ekligen Suppe.

An dieser Stelle müssen wir die Geschichte mal kurz anhalten und vielleicht mal darüber reden was der Heribert für ein Mensch ist. Besonders schlau ist er nicht, dass kann ich euch garantieren aber schauen wir mal wie es weitergeht:

Heribert klaute der Linsensuppe ihre einzige Linse und bastelte diese wieder zurück in sein Auge. Ein fataler Fehler wie sich ein paar Sekunden später herausstellte, denn die vorher in Alkohol getränkte Kontaktlinse produzierte einen explosionsartigen Schmerz. Laut schreiend rannte Heribert gegen eine naheliegende Eiche und beruhigte sich schlagartig. Wenn man bedenkt, dass Heriberts Auge mit einer sensiblen Schleimhaut ausgestattet ist, welche jeglichen Alkohol, der bei ihr an die Tür klopft, sofort und ohne Umwege in die Blutbahn weiterleitet, dann kann man Heriberts Aufregung vollkommen verstehen und geradezu nachvollziehen. Er drohte nämlich wieder besoffen zu werden. Aber nicht einfach nur besoffen. Nein Nein! Er wurde so besoffen, wie noch nie in seinem Leben.
Zehn Minuten später zog Heribert sich bis auf seine fleckige Unterhose aus und setzte seinen Nachhauseweg fort. Als er nach einer halben Stunde in der Innenstadt ankam, konnte er sich nur noch kriechend fortbewegen, ein Umstand der ihn eindeutig verlangsamte und so schaute er sich neugierig nach einem Fahrrad um. Das Fehlen seiner kleinen Sehhelfer machte ihm jedoch sehr zu schaffen und so sah er sich gezwungen einen freundlichen Mülleimer um Auskunft zu bitten.
„Hörn se ma gud zu gnä‘ Frau. Haben Sie sufällig ein Fahrrad gesehn?“, fragte Heribert, „Schmuss nach Hause ins Bett!... Aber die orange Frisur steht ihnen gut. Hicks.“
Heribert hätte sich noch endlos mit dem Mülleimer unterhalten wäre nicht ein netter Streifenpolizist gekommen und hätte ihn eingesammelt.
Ein paar Stunden später hatte er ein weiches Krankenhausbett und einen stabilisierten Kreislauf. Während er da so lag machte er schon Pläne für einen weiteren Kontaklinsenlangzeitrekord. Die Nächsten wird er länger als 8 Wochen tragen, garantiert! Man lebt ja nur einmal, Alter!!

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Die Late Night Kanzlerin
Am Sonntagabend war die Merkel bei Frau Will zu Gast. Man hatte die Gesichtsfarbe der Kanzlerin wahrscheinlich absichtlich der Studiodekoration angepasst, denn genauso kontrastlos waren ihre Aussagen. „Der Staat ist dazu da, einen gesetzlichen Rahmen vorzugeben und Anreize zu schaffen.“ Ein toller Satz war das, ernsthaft. Das passt voll und ganz zur Finanzkrise. Der Staat ist wie ein Tigerkäfig, in den man von außen ein paar Fleischstücke reinwirft.

Doch dann kam diese Frage von Frau Will, welche die Kanzlerin in Bedrängnis brachte. Sie sollte einfach nur sagen, ob sie das ungerecht findet, wie die Manager der HRE gehandelt haben. Ich habe eigentlich nur noch darauf gewartet, dass Frau Will einen schwarzen Stift zückt, die Kanzlerin anmalt und laut sagt: „Komm Baby, gib uns den Obama! Sag, dass die HRE Manager Drecksschweine sind!!“
Frau Merkel hatte ihr diesen Gefallen natürlich nicht getan. Sie findet es zwar ungerecht, aber die richtigen Bösewichte sollte man lieber international suchen, nicht bei uns im Land. Das sind doch alles nur harmlose Schäfchen die ins Trockne wollen.

Kein Wort davon, dass die Politik den finanziellen Raubbaukapitalismus in Deutschland zugelassen hat, kein Wort des Schuldeingeständnisses. Nichts! Wenn Frau Will schon so tolle Fragen stellt, warum hat sie dann nicht genau mit diesen Fragen, die leeren Worthülsen der Kanzlerin zerschossen. „Wie groß ist die Schuld der Regierung an der Finanzkrise? PENG! Wohin hat uns die neoliberale Politik der letzten Jahre geführt? PENG!“
Die wirklich spannenden Fragen wurden mal wieder nicht gestellt…

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Sonntag, 22. März 2009
Was für ein Glück!!!
Manchmal hat man einfach nur Glück im Leben. Das muss ich echt so sagen. Und ich finde es schön, dass sich eine, mir bis dato unbekannte britische Firma, Sorgen um mich macht und mich durch ein paar kleine Geschenke aufheitern will. Schauen Sie mal auf diese tolle Seite hier. Dort steht, was ich alles gewinnen kann.

Bargeld, Autos und High-Tech. Ist das nicht der absolute Wahnsinn?
Diese Leute sind einfach so was von nett man kann es gar nicht in Worte ausdrücken. Aber wisst ihr was das tollste ist? Diese britische Lottofirma hat mich dort heimlich mitmachen lassen, ohne mich vorher zu fragen. Man wollte mich wahrscheinlich mit einem High-Tech Gewinn überraschen und ich Dussel habe auf meinen Kontoauszug geschaut und gemerkt, dass irgendjemand 49 Euro von meinem Konto abgebucht hat. Die ganze Überraschung ist jetzt im Eimer weil ich so ein verdammter Kontrollfreak bin. Die 49 Euro waren natürlich eine Art Service Gebühr damit ich an der Lotterie teilnehmen kann und nur weil die Deppen ihre Internetadresse bei der Abbuchung hinterlassen haben, weiß ich jetzt über sie bescheid.
Da es jetzt keine Überraschung mehr ist und ich keine Lust habe, monatlich 49 Euro an die nette britische Briefkastenfirma abzudrücken, werde ich das Geld einfach wieder zurückbuchen. Tut mir Leid lieber Deutscher Gewinn Joker, aber ihr müsst euch wohl oder übel einen anderen Deppen suchen.

Jetzt mal ernsthaft! Was kann man denn gegen diese Gangster unternehmen? Woher haben die meine Kontodaten? Lohnt sich da eine Anzeige? Hat schon mal jemand ein ähnliches Problem gehabt?

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Samstag, 21. März 2009
Nachrichten der etwas anderen Art Teil 16
Anhand eingehender Studien des Rammelverhaltens von Osterhäschen, ist es dem Geschichtenerzähler gelungen, zu evaluieren, dass heute Samstag ist und das heißt, explizit für den Geschichtenerzähler, dass er mal wieder seine mausgrauen Zellen anstrengen muss und eine neue Ausgabe seiner wöchentlichen Nachrichten eröffnen sollte.

Autoimmobil:

„Die Grabesreden für den Opel Konzern werden schon vorbereitet.“, ließ Karl Theodor vorn und hinten zu Guttenberg, heute Vormittag verkünden. Der Wirtschaftsminister, der sich eigenhändig auf den Baum der Opelretter raufschwang, indem er nach Detroit fuhr und den großen Affen makierte, teilt uns nun mit, dass Opel nicht mehr gerettet werden kann. Guttenberg, der nach eigenen Angaben, auf dem Rücksitz eines rostbraunen Opel Kadett gezeugt wurde, zeigte sich weiterhin sehr verstimmt über den Abgang seiner Lieblingsautomarke.

Nach Guttenbergs Versagen in Amerika klettert nun die Kanzlerin auf den Retterbaum. „Damals kurz nach der Wende wurde ich von einem Opel angefahren. Ich wusste nicht wie schnell diese Westautos sein können.“, erklärte die Kanzlerin ihre innige Beziehung zu Opel. Auf dem kommenden NATO Gipfel wird Merkel nun das Thema Opel mit dem amerikanischen Präsidenten Obama bereden. Das Gespräch wird in etwa so ablaufen:

Merkel: Ah bei se way. You knoff Opel se gread carbuilder in se Germany?
Obama: Oh yes you mean the OPEC organisation?
Merkel: No no! Oh Pi Ihh Ähl Opel. Sey make cars in jurrob. I has to rescue sis cars…
Obama: Angela honey, I think we have more serious problems to discuss. Couldn’t you show me your scars later?
Merkel: Oh jes jes…Honig… Okay hi hi…

Teheran (Schaff mir mal den schwarzen Teheran, ich habe Durst!):

Das geistige (verwirrte?) Oberhaupt der Islamischen Republik Iran, Herr Ajax Tollhaus Chamäleon, weist die öffentlichen Annäherungsversuche des amerikanischen Präsidenten Obama von sich. Man sei zwar vom Schmusekurs der USA sichtlich angetan aber Worte allein reichen nicht, meinte Herr Chamäleon. „Ein einfaches Ich liebe dich kann die 30 jährige Trennung zwischen den beiden Staaten nicht aufheben. Den Worten müssen Taten folgen!“, sagte der geistliche Führer.
Obama hatte seine Liebeserklärung an den Iran pünktlich zum persischen Neujahresanfang an den Herrn Chamäleon aussenden lassen. Dabei spielte das Wort Change eine wichtige Rolle, man kennt das vielleicht schon aus seinen Wahlkämpfen, nur diesmal muss er das iranische Volk für sich gewinnen. Eine Aufgabe die alles andere als leicht wird, denn iranische Hardliner wie der Herr Chamäleon sind nur schwer zu überzeugen. „Ich will rote Rosen, Pralinen und eine Barbie Puppe.“, sagte Ajax weiterhin. Die Forderungen der iranischen Seite sind also klar umrissen, doch muss der amerikanische Präsident vorsichtig sein. Eine zu schnelle Annäherung kann fatale Folgen haben. Geheimdienstliche Aufklärer haben einige erigierte Raketen ausfindig machen können. Nach der langen Enthaltsamkeit könnte es möglich sein, dass der Ajax Tollhaus Chamäleon zu früh kommt und seine Munition verschießt. In diesem Fall würde der Westen, ohne das noch unfertige Raketenschild Präservativ in Osteuropa vollkommen unverhütet und mit heruntergelassen Hosen dastehen. Ein Risiko das sicherlich keiner eingehen will. Nur der Papst bleibt weiterhin skeptisch gegenüber dem Raketenpräservativ.

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Donnerstag, 19. März 2009
US Notenbank lässt neues Geld drucken


Die amerikanische Notenbank druckt zurzeit eine Billion dieser One Million Dollar Scheine. Der US Notendealer Ben Bernanke schwört auf den Einsatz seiner riesigen Finanzspritze, welche den Stoff schnell in die Venen der amerikanischen Junkiewirtschaft pumpen soll. Doch wie lange wird der Geldrausch anhalten?

Praxistest: Der Geschichtenerzähler testete das neue Geld in einem New Yorker Fast Food Restaurant aus. Fazit: "Die neuen Scheine wirken zurzeit noch etwas unpraktisch. Für den Kauf eines Hamburgers, bekommt man so viel Rückgeld, dass man einen ganzen Gerldtransporter benötigt. Jetzt liegt der Ball eindeutig auf der Seite der amerikanischen Wirtschaft, denn die muss jetzt die Preise sprunghaft dem neuen Geld anpassen."


BILD: Pixelio/Hartmut910

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Dienstag, 17. März 2009
4. Blogbuster Megaevent in Hanau Codename: Frühlingslese
Jetzt ist es also doch so weit und der Geschichtenerzähler präsentiert sich der Öffentlichkeit. Er wird vorlesen, irgendwo da drüben bei Frankfurt. Genaueres finden Sie unter diesem Satz auf dem Plakat:



Mein Plan ist, den Leuten dort ordentlich die Leviten zu lesen und ich werde auch kein Blatt vor den Mund nehmen, schon allein aus dem Grund, dass man mich dann noch schlechter verstehen wird. Desweiteren habe ich den Herrn Schäuble und seine BKA Jungs gefragt, ob sie mich (einer der meistgesuchten Blogterroristen, falls Sie mich noch nicht kennen) nicht erst nach der Lesung verhaften werden. Er hat zugestimmt und versprochen, es so spektakulär wie möglich aussehen zu lassen. Viele Puffs und Pengs, Männer in Strumpfhosen und sogar einen Hubschrauber hat er bestellt.
Es gibt also was zu sehen und jeder der Zeit hat und gerade in der Nähe ist, sollte kommen.

Die wirklich wichtigen Informationen finden Sie hier beim Herrn Phil.

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Montag, 16. März 2009
Referrer Update:
Habe ich mich letztens noch tierisch über diese Suchanfrage aufgeregt:

Search request: feminine geschicchten

...sieht es heute zum Glück schon wieder viel besser aus:

Search request: Abwrackprämie für Ehefrauen

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Manchmal ist das Leben unfair
Ja, das Leben ist nicht immer einfach. Gestern wollte ich mir noch schnell ein paar Grammatik Regeln eintrichtern. Ich nahm also ein Grammophon, was ja auch eine Art Trichter ist, und verzog mich in mein Brockhaus. Eine schwierige Prozedur war das. Aber was tut man nicht alles, um aus einem Z-Blogger einen Y-Blogger zu awardieren…

Und heute war es nicht anders. Ich musste einkaufen. Sie kennen das vielleicht vom Hören sagen oder haben es vielleicht schon mal selbst gemacht. Man geht in eine große Halle rein… Ach ne Quatsch. Da hätte ich das Wichtigste fast vergessen. Sie holen sich erstmal einen Einkaufswagen.

Die stehen meist neben der Eingangstür unter so einem Dach, im neudeutschen auch Carport genannt. Mit einem Stück vom Euro können Sie sich nun ihren Wunsch Wagen freikaufen. Natürlich können Sie den Wagen auch mit einem EURO Simulationschip aus Plaste füttern, aber mit dieser frevelhaften Aktion unterwandern Sie ja die ganze hochtechnisierte Diebstahlsicherung des Einkaufswagens. Da haben sich jahrelang irgendwelche Atomphysiker den Kopf zerbrochen, wie sie den nicht enden wollenden Diebstahl von Einkaufswagen stoppen wollen und dann kommen Sie mit ihrem Plastikchip.
Schämen Sie sich nun in Richtung Eingang und betreten Sie die Hallen des Kapitalismus…

Als ich heute meinen Lieblings Discounter betrat, traf mich der Schlag.
Vorsichtig richteten sich meine Nüstern im Nacken in die Senkrechte und meine Haare blähten sich auf. Die haben umgeräumt, diese Säcke!!

Vollkommen perplex stand ich da nun im Gang rum und wusste nicht mehr was ich zu tun habe. Jahrelang habe ich diesen Laden einstudiert, in Zonen von ALPHA bis OMEGA eingeteilt und meine perfekte Einkaufsroute noch weiter perfektioniert.

Vielleicht hilft’s ja wenn ich wieder rausgehe und morgen wieder komme. Vielleicht ist das ja nur ein Aprilscherz. Ich setzte mein bestes pathologisches Grinsen auf und wollte schon umdrehen, doch von hinten rückte schon eine dieser einköpfigen Familien nach. Ich krallte mich an meinem Wagen fest und ließ den Single-Haushalt passieren. Dann fiel ich in die langersehnte Ohnmacht.

Später als ich dann von den lieben Sanitätern abtransportiert wurde, ist es mit aufgefallen. Über Nacht haben die quasi meinen Plus subtrahiert und am nächsten Tag zum Penny um operiert.
Das können die doch nicht machen. Mit mir und den anderen.

Ich bin so unflexibel wie ein Diamant. Ich kann doch nicht einfach wieder von vorn anfangen. Ich…Ich… An mich denkt ja immer keiner!!

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