... neuere Einträge
Der demoralische Wandel Teil 2: Selbsthospiz
dergeschichtenerzaehler, Dienstag, 6. Oktober 2009, 11:54
Wenn ich an meine Zukunft denke, dann bekomme ich schon ein bisschen Angst. Ich habe keine Angst vor den nächsten Jahren, sondern eher vor meinen allerletzten Jahren. Es gibt da nämlich ein Problem.
Wir werden immer älter. Das sagen nicht nur die Schnapsdrosseln vor dem Supermarkt, das sagen auch die Politiker und die Medien. Und das immer wieder. Mantraartig wird das wiederholt, bis es jeder gefressen hat.
Und es stimmt ja auch. Ich merke das an mir selbst. Ich werde immer älter. Letztes Jahr um diese Zeit war ich noch 22 und bald werde ich 24. Das ist doch der helle Wahnsinn, die haben wirklich Recht. Und ja auch Sie, lieber geduldiger Leser, werden immer älter.
Nur werden wir nicht nur älter, sondern es werden auch immer mehr alte Leute. Das ist dann die zweite These, die dann so schön unsinnig zu ersten passt und die auch immer wieder gern erzählt wird. Ich weiß ja nicht wie Sie sich das vorstellen, aber ich habe noch nie einen Rentner einfach irgendwo auftauchen sehen. Da hört man nicht mitten in der Fußgängerzone ein lautes „Plopp“ und dann haben sich 20 neue alte Menschen materialisiert. Das funktioniert vielleicht in der Vorstellung der Politiker, weil man die so selten herauslässt und Sie zusätzlich so viel Ahnung von Prozentrechnung haben, wie eine Nonne von der Missionarsstellung.
Denn nur im Verhältnis gesehen, werden es immer mehr Rentner und immer weniger „Leistungsträger“, die für die Kosten aufkommen können und nicht quantitativ. Im Gegenteil, längerfristig wird es sogar immer weniger ältere Menschen geben.
Trotzdem sollte jeder, der mal Rentner werden will, dieses jetzt tun, denn in ein paar Jahren wird das dann nicht mehr möglich sein. Wenn ich dann mal so 95 Jahre alt bin, liege ich fröhlich in meinem Krankenbett, die Beatmungsmaschine schnurrt und ich schweiße nebenbei Autokarosserien für den Heuschreckenkonzern VW zusammen. Wenn man dann nicht mehr arbeiten kann, wird die Maschine abgeschaltet und man hat seine Ruhe. Für immer. Selbsthospiz wird man das dann nennen. Klingt doch gut oder? Nur Auswandern ist schöner.
Im heutigen Gesundheitssystem ist die Geriatrie zum neuen Modebegriff verkommen. Ganze Abteilungen widmen sich ausschließlich den alten Menschen und viele Krankenhäuser haben sich mittlerweile auf die Fahnen geschrieben: „Sie wollen sterben? Aber nicht mit uns!“. Damit kann man eine Menge Geld verdienen, denn man hat ja die Moral immer auf seiner Seite. Die Frage nach der Notwendigkeit ist verboten und sterben lassen gilt als Mord. Und so fließt eine Menge Geld in die Taschen der vermeintlichen Helfer und das Rentensystem wird unbezahlbar.
Deswegen spreche ich nicht mehr von einem demografischen Wandel, sondern von einem demoralischen Wandel.
Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte würde dem Land gut tun. Die Politiker sollten aufhören diese Rückbesinnung mit der Peitsche zu forcieren, sondern eher versuchen, den Menschen Sicherheit zu geben. Anstatt uns vor Terroristen zu schützen, sollte man uns eher vor gierigen Managern und geizigen Arbeitgebern schützen. Die Zukunft sollte keine Bedrohung, sondern eine sichere und planbare Sache werden. Ein Vogel baut sich auch kein Nest und legt Eier, wenn er sich ständig von Feinden umzingelt fühlt.
Und wenn es soweit ist, ja dann überwinden wir auch den demografischen Wandel.
Wir werden immer älter. Das sagen nicht nur die Schnapsdrosseln vor dem Supermarkt, das sagen auch die Politiker und die Medien. Und das immer wieder. Mantraartig wird das wiederholt, bis es jeder gefressen hat.
Und es stimmt ja auch. Ich merke das an mir selbst. Ich werde immer älter. Letztes Jahr um diese Zeit war ich noch 22 und bald werde ich 24. Das ist doch der helle Wahnsinn, die haben wirklich Recht. Und ja auch Sie, lieber geduldiger Leser, werden immer älter.
Nur werden wir nicht nur älter, sondern es werden auch immer mehr alte Leute. Das ist dann die zweite These, die dann so schön unsinnig zu ersten passt und die auch immer wieder gern erzählt wird. Ich weiß ja nicht wie Sie sich das vorstellen, aber ich habe noch nie einen Rentner einfach irgendwo auftauchen sehen. Da hört man nicht mitten in der Fußgängerzone ein lautes „Plopp“ und dann haben sich 20 neue alte Menschen materialisiert. Das funktioniert vielleicht in der Vorstellung der Politiker, weil man die so selten herauslässt und Sie zusätzlich so viel Ahnung von Prozentrechnung haben, wie eine Nonne von der Missionarsstellung.
Denn nur im Verhältnis gesehen, werden es immer mehr Rentner und immer weniger „Leistungsträger“, die für die Kosten aufkommen können und nicht quantitativ. Im Gegenteil, längerfristig wird es sogar immer weniger ältere Menschen geben.
Trotzdem sollte jeder, der mal Rentner werden will, dieses jetzt tun, denn in ein paar Jahren wird das dann nicht mehr möglich sein. Wenn ich dann mal so 95 Jahre alt bin, liege ich fröhlich in meinem Krankenbett, die Beatmungsmaschine schnurrt und ich schweiße nebenbei Autokarosserien für den Heuschreckenkonzern VW zusammen. Wenn man dann nicht mehr arbeiten kann, wird die Maschine abgeschaltet und man hat seine Ruhe. Für immer. Selbsthospiz wird man das dann nennen. Klingt doch gut oder? Nur Auswandern ist schöner.
Im heutigen Gesundheitssystem ist die Geriatrie zum neuen Modebegriff verkommen. Ganze Abteilungen widmen sich ausschließlich den alten Menschen und viele Krankenhäuser haben sich mittlerweile auf die Fahnen geschrieben: „Sie wollen sterben? Aber nicht mit uns!“. Damit kann man eine Menge Geld verdienen, denn man hat ja die Moral immer auf seiner Seite. Die Frage nach der Notwendigkeit ist verboten und sterben lassen gilt als Mord. Und so fließt eine Menge Geld in die Taschen der vermeintlichen Helfer und das Rentensystem wird unbezahlbar.
Deswegen spreche ich nicht mehr von einem demografischen Wandel, sondern von einem demoralischen Wandel.
Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte würde dem Land gut tun. Die Politiker sollten aufhören diese Rückbesinnung mit der Peitsche zu forcieren, sondern eher versuchen, den Menschen Sicherheit zu geben. Anstatt uns vor Terroristen zu schützen, sollte man uns eher vor gierigen Managern und geizigen Arbeitgebern schützen. Die Zukunft sollte keine Bedrohung, sondern eine sichere und planbare Sache werden. Ein Vogel baut sich auch kein Nest und legt Eier, wenn er sich ständig von Feinden umzingelt fühlt.
Und wenn es soweit ist, ja dann überwinden wir auch den demografischen Wandel.
Permalink (2 Kommentare) Kommentieren
Sozialdemokraten
dergeschichtenerzaehler, Montag, 5. Oktober 2009, 16:43
Sigmar Gabriel soll SPD Chef werden.
Die richtige Konsequenz! Wenn man schon mit der Titanic unterwegs ist, dann setzt man natürlich Hein Blöd ans Steuer. Ziel: Gegen die 5 Prozent Hürde knallen und untergehen.
Die richtige Konsequenz! Wenn man schon mit der Titanic unterwegs ist, dann setzt man natürlich Hein Blöd ans Steuer. Ziel: Gegen die 5 Prozent Hürde knallen und untergehen.
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Der demoralische Wandel Teil 1: Moderne "Kindheit"
dergeschichtenerzaehler, Sonntag, 4. Oktober 2009, 19:10
Die kleine Chelsea-Chantalle-Luise Hagenbeck-Müller hat es nicht leicht in ihrem Leben. Sie musste in der oberen Mittelschicht aufwachsen. Mitten in Deutschland, in einer kleinen Stadt namens Berlin.
Frau Hagenbeck-Müller arbeitet tagsüber in einer Kanzlei als Rechtsanwältin und nachts befriedigt sie still und heimlich ihren Mann, den Herrn Hagenbeck.
„Meine Tochter soll es einmal besser haben, als ich.“, sagt Frau Müller-Hagenbeck und steigt in ihren 3er BMW ein. Man sieht es ist noch Luft nach oben. CCL (sprich: Si Si Ell), so nennt sie ihre Tochter, soll sich später einen 5er BMW leisten können oder so ähnlich. Und damit das auch klappt, scheut die umsorgte Mutter keine Kosten, sondern lieber das staatliche Bildungssystem.
„Seitdem die Pisastudie, die Schieflage der Bildung in Deutschland offenbart hatte, konnte ich die Ausbildung meiner Tochter doch nicht in die Hände des Staates legen. Denn der lässt Sie einfach fallen.“
Und damit das nicht passiert wurde die kleine CCL, mehrsprachig aufgezogen. Anstatt saftigen Mandarinen, bekam sie trockenes Mandarin vorgesetzt und dazu noch ein bisschen Englisch und Russisch. Was man eben so braucht für die Zukunft. Im Child Assessment Center lernte sie dann den Umgang mit Gleichaltrigen. Teamfähigkeit, Konfliktlösung und das professionelle Spielen mit Bauklötzern wird dort gefördert.
„Das Gehirn eines Kleinkindes kann so viele Dinge in kurzer Zeit lernen. Das müssen wir ausnutzen.“, sagt Frau Hagenmüller Beck und es klingt fast so, als ob sie neidisch wäre auf das Hirn ihrer Tochter, welches sie sich wie einen Schwamm mit hoher Saugkraft vorstellt. Es stimmt zwar, dass ein Kleinkind sehr viele Dinge in kurzer Zeit lernt, das muss es aber auch. Laufen, reden, sehen, hören, Menschen studieren. Das sind alles Sachen, die sich ein Kind mühsam erarbeiten muss.
CCL kann nun zwar mit ihren 3 Jahren das Wort Papa auf 10 verschiedenen Sprachen aufsagen, dafür kann sie aber nicht aufs Töpfchen und an Laufen ist auch noch nicht zu denken.
„Das Laufen, kann man ja auch noch mit 20 lernen, aber Fremdsprachen lernt man nie wieder.“, erzählt die Mutter. Sie ist sehr stolz auf ihre Kleine. Früher hatten Familien noch mehrere Kinder, da konnte auch mal eins von ihnen in seiner eigenen Stupidität schmoren lassen. Aber heutzutage, in einer modernen Einkindfamilie darf man nichts mehr dem Zufall überlassen. Das Kind darf unter keinen Umständen ein Idiot werden. Man hat ja, wenn überhaupt, nur eine Chance.
Und so schaut die kleine CCL in ihren PDA nach, was sie heute noch für Termine hat. In 10 Minuten startet der Joga Kurs. Ihr Leben ist so stressig, da braucht sie einfach einen Ausgleich. Mühsam robbt sie sich auf allen Vieren, aus dem Geigenunterricht in die hellen Meditationsräume. Nun hat sie eine Stunde Ruhe, bevor sie in das Fingerfarbenmalen für Fortgeschrittene Seminar muss.
Ihre Mutter wollte, dass sie es eines Tages leichter hat, aber aller Anfang scheint trotzdem schwer zu sein.
Frau Hagenbeck-Müller arbeitet tagsüber in einer Kanzlei als Rechtsanwältin und nachts befriedigt sie still und heimlich ihren Mann, den Herrn Hagenbeck.
„Meine Tochter soll es einmal besser haben, als ich.“, sagt Frau Müller-Hagenbeck und steigt in ihren 3er BMW ein. Man sieht es ist noch Luft nach oben. CCL (sprich: Si Si Ell), so nennt sie ihre Tochter, soll sich später einen 5er BMW leisten können oder so ähnlich. Und damit das auch klappt, scheut die umsorgte Mutter keine Kosten, sondern lieber das staatliche Bildungssystem.
„Seitdem die Pisastudie, die Schieflage der Bildung in Deutschland offenbart hatte, konnte ich die Ausbildung meiner Tochter doch nicht in die Hände des Staates legen. Denn der lässt Sie einfach fallen.“
Und damit das nicht passiert wurde die kleine CCL, mehrsprachig aufgezogen. Anstatt saftigen Mandarinen, bekam sie trockenes Mandarin vorgesetzt und dazu noch ein bisschen Englisch und Russisch. Was man eben so braucht für die Zukunft. Im Child Assessment Center lernte sie dann den Umgang mit Gleichaltrigen. Teamfähigkeit, Konfliktlösung und das professionelle Spielen mit Bauklötzern wird dort gefördert.
„Das Gehirn eines Kleinkindes kann so viele Dinge in kurzer Zeit lernen. Das müssen wir ausnutzen.“, sagt Frau Hagenmüller Beck und es klingt fast so, als ob sie neidisch wäre auf das Hirn ihrer Tochter, welches sie sich wie einen Schwamm mit hoher Saugkraft vorstellt. Es stimmt zwar, dass ein Kleinkind sehr viele Dinge in kurzer Zeit lernt, das muss es aber auch. Laufen, reden, sehen, hören, Menschen studieren. Das sind alles Sachen, die sich ein Kind mühsam erarbeiten muss.
CCL kann nun zwar mit ihren 3 Jahren das Wort Papa auf 10 verschiedenen Sprachen aufsagen, dafür kann sie aber nicht aufs Töpfchen und an Laufen ist auch noch nicht zu denken.
„Das Laufen, kann man ja auch noch mit 20 lernen, aber Fremdsprachen lernt man nie wieder.“, erzählt die Mutter. Sie ist sehr stolz auf ihre Kleine. Früher hatten Familien noch mehrere Kinder, da konnte auch mal eins von ihnen in seiner eigenen Stupidität schmoren lassen. Aber heutzutage, in einer modernen Einkindfamilie darf man nichts mehr dem Zufall überlassen. Das Kind darf unter keinen Umständen ein Idiot werden. Man hat ja, wenn überhaupt, nur eine Chance.
Und so schaut die kleine CCL in ihren PDA nach, was sie heute noch für Termine hat. In 10 Minuten startet der Joga Kurs. Ihr Leben ist so stressig, da braucht sie einfach einen Ausgleich. Mühsam robbt sie sich auf allen Vieren, aus dem Geigenunterricht in die hellen Meditationsräume. Nun hat sie eine Stunde Ruhe, bevor sie in das Fingerfarbenmalen für Fortgeschrittene Seminar muss.
Ihre Mutter wollte, dass sie es eines Tages leichter hat, aber aller Anfang scheint trotzdem schwer zu sein.
Permalink (18 Kommentare) Kommentieren
Schwarz-Gelb: In der Natur ist das eine Warnfarbe
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 3. Oktober 2009, 10:48
Der Gaydo Westerwave kann kein Englisch. Als ich das gehört hatte, musste ich lachen.
Welcher Depp hat den eigentlich gewählt?
Na gut ich muss ja eigentlich meine Klappe halten. Denn ich konnte leider nicht wählen gehen und an Briefwahl hatte ich auch nicht gedacht.
Welcher Depp hat den eigentlich gewählt?
Permalink (11 Kommentare) Kommentieren
Mein erster Promi
dergeschichtenerzaehler, Freitag, 2. Oktober 2009, 19:10
Der Geschichtenerzähler ist in den letzten 2 Wochen im Westerwald am Rhein gewesen und hat dort gearbeitet. Was ich dort gemacht habe ist geheim, spielt aber auch keine Rolle für den folgenden Text.
Letzten Sonntag kam mein Arbeitskollege dann auf die Idee nach Dernbach zu fahren, schließlich lag das nur 20 Kilometer vom Hotel entfernt. Und wissen Sie was es in Dernbach zu sehen gibt? Eine der erfolgreichsten Fernsehsendungen die Deutschland jemals in die Welt exportiert hat.
Die Ludolfs.
Kennen Sie nicht?
Ich hatte bis dahin eigentlich auch nie die Ludolfs geschaut. Ich wusste nur, dass das 4 Brüder sind, welche einen alten Schrottplatz ihr Eigen nennen. Deren Alltag wird dann gefilmt und auf DMAX ausgestrahlt.
Wir sind dann also dort hingefahren und haben eigentlich nur wenig Hoffnung gehabt etwas Interessantes zu sehen. Wir hatten mit einem umzäunten Gelände gerechnet, wo man nicht herankommt.
Doch in Wirklichkeit sah es dann so aus:

Da ist nix modernisiert oder Kulisse. Alles echt asozial.
Da gerade ein Holländer einen saugeiles Cadillac Cabriolet angeschleppt hatte, war sogar einer der Ludolf Brüder zugegen. Der Manni Ludolf hat ein wenig über seinen Filmalltag gequatscht und über den tollen Wagen natürlich auch. Ein wirklich sympathischer Promi war das und kein arroganter Schnösel. Es ist alles genauso echt, wie es im Fernsehen dargestellt wird und das macht wahrscheinlich auch den Charme der Sendung aus. Er hat dann noch erzählt, dass die Ludolfs mittlerweile in 41 Ländern ausgestrahlt wird und gerade aus dem Ausland kommen die Leute mit mehreren Reisebussen an. Besonders die Holländer sind verrückt danach und können auch nicht verstehen, warum die Sendung bei uns nicht so populär ist.

Der mit der Mütze uffm Kopp is der Manni und rechts steht der Cadillac.
Keine Frage, ich werde mir die Sendung, demnächst auch mal anschauen müssen und dann kann ich jedesmal sagen. Ha den kenn ich!!
Letzten Sonntag kam mein Arbeitskollege dann auf die Idee nach Dernbach zu fahren, schließlich lag das nur 20 Kilometer vom Hotel entfernt. Und wissen Sie was es in Dernbach zu sehen gibt? Eine der erfolgreichsten Fernsehsendungen die Deutschland jemals in die Welt exportiert hat.
Die Ludolfs.
Kennen Sie nicht?
Ich hatte bis dahin eigentlich auch nie die Ludolfs geschaut. Ich wusste nur, dass das 4 Brüder sind, welche einen alten Schrottplatz ihr Eigen nennen. Deren Alltag wird dann gefilmt und auf DMAX ausgestrahlt.
Wir sind dann also dort hingefahren und haben eigentlich nur wenig Hoffnung gehabt etwas Interessantes zu sehen. Wir hatten mit einem umzäunten Gelände gerechnet, wo man nicht herankommt.
Doch in Wirklichkeit sah es dann so aus:

Da ist nix modernisiert oder Kulisse. Alles echt asozial.
Da gerade ein Holländer einen saugeiles Cadillac Cabriolet angeschleppt hatte, war sogar einer der Ludolf Brüder zugegen. Der Manni Ludolf hat ein wenig über seinen Filmalltag gequatscht und über den tollen Wagen natürlich auch. Ein wirklich sympathischer Promi war das und kein arroganter Schnösel. Es ist alles genauso echt, wie es im Fernsehen dargestellt wird und das macht wahrscheinlich auch den Charme der Sendung aus. Er hat dann noch erzählt, dass die Ludolfs mittlerweile in 41 Ländern ausgestrahlt wird und gerade aus dem Ausland kommen die Leute mit mehreren Reisebussen an. Besonders die Holländer sind verrückt danach und können auch nicht verstehen, warum die Sendung bei uns nicht so populär ist.

Der mit der Mütze uffm Kopp is der Manni und rechts steht der Cadillac.
Keine Frage, ich werde mir die Sendung, demnächst auch mal anschauen müssen und dann kann ich jedesmal sagen. Ha den kenn ich!!
Permalink (6 Kommentare) Kommentieren
Ein Schneeballsystem
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 19. September 2009, 19:21
Vor ein paar Wochen klingelte ein Mann an meiner Haustüre. Der Kater bellte wild umher, ich wies ihn darauf hin, dass er nicht mehr Snoop Dog imitieren soll, und öffnete die Tür.
Ich erkannte sofort, dass es kein Zeuge Jehovas war, denn der Kater hatte sich schon wieder verkrümelt. Vor ein paar Monaten hatte er seine Weiterbildung an der Katzenschule im Fach Zeugen Jehovas Abwehr als Katzenbester abgeschlossen. Sobald ein Zeuge das Grundstück betritt, wird der Kater aktiv und leitet die nötigen Gegenmaßnahmen ein. Seine Spezialität ist es Blutwurstscheiben, wie infernale Geschosse, quer durch den Garten zu schießen. Jedoch hatten die Trainer an der Katzenschule Monate gebraucht, um ihm klar zu machen, dass er die Wurst werfen und nicht fressen soll. Aber mittlerweile hatte er das ganz gut drauf. Er wusste ja, dass er zur Belohnung einen Zeugen Jehovas behalten durfte und war extrem motiviert.
Aber nun zurück zu dem Mann an der Tür. Er trug einen billigen Anzug und darüber ein noch billigeres Nervenkostüm. Er versuchte zu lächeln, was ihm aber nicht leicht viel, denn der Köter vom Nachbargarten hatte sich wie ein Parasit an seinem Hintern festgebissen. Er war also ein Vertreter. In Gedanken, notierte ich mir, dass sich der Kater auch in diese Richtung spezialisieren sollte.
„Guten Tag ich bin von der Firma Snow Ball Systems und ich glaube heute ist ihr Glückstag.“, sagte er, obwohl sein Gesicht genau das Gegenteil ausdrückte.
„Jaaa? Das ist ja fein!“, antwortete ich ihm freundlich.
„Sie sehen aus wie ein engagierter junger Mann, der gerne ein bisschen was dazu verdienen möchte.“
„Keine Ahnung, ich war heute noch nicht vorm Spiegel.“, sagte ich gut gelaunt.
„Ich verkaufe Schneebälle und ich denke Sie können das auch. Sie bekommen von mir eine originale Schneeball Lizenz.“ Der Mann kramte nun eine Tupperdose hervor, und öffnete diese. Es war sehr warm und irgendwie auch ein ungünstiges Klima für Schneebälle. Aber ich hatte ja eine Menge Fantasie mit an die Tür gebracht und konnte mir die Schneebälle vorstellen. Schön weiß und rund. Was für eine tolle Abkühlung wäre das, bei diesen Höllentemperaturen, stellte ich mir vor.
„Das sind aber schöne Schneebälle.“, sagte ich ihm und tunkte meinen Finger in das lauwarme Wasser.
„Wirklich?“, fragte er überrascht und auch der Hund an seinem Hintern hob erstaunt die Ohren, „Sie sind der erste, der das heute sagt. Ich bin schon den ganzen Tag unterwegs, von Haus zu Haus, von Schäferhund zu Dobermann und habe keinen Schneeball verkauft.“
„Na sowas! Das verstehe ich nicht. Dabei kann man so einen Schneeball immer mal gebrauchen. Man kann jaaa äh ne Schneeballschlacht machen oder so.“, erklärte ich ihm.
„Jaaa genau das habe ich mir auch gedacht, als man mir die Lizenz zum Schneeball verkaufen für Tausend Euro verkauft hat. Ich muss nur 10000 Schneebälle pro Tag verkaufen, für 10 Euro das Stück. 99% des Erlöses bekommt die Firma Snow Ball Systems und mit dem einen Prozent habe ich das Geld schon wieder rein und dann kann ich nur noch Gewinn machen. Und Sie können das natürlich auch.“, erklärte mir der Mann nun ein bisschen optimistischer.
„Leider habe ich keine Zeit dafür. Ich verkaufe nämlich schon Katerschminke und das füllt mich ein bisschen aus. Wollen Sie vielleicht ne Lizenz zum Katerschminkset verkaufen?“, fragte ich ihn grinsend.
„Ja na klar! Immer her damit. Ein zweites Standbein ist doch immer gut.“
Der Mann lief freudestrahlend vom Grundstück. Die Lizenz zum Katerschminke verkaufen in der Hand und den Mopsdackel der Bachmanns am Hinterteil.
Was für ein erfolgreicher Tag.
Ich erkannte sofort, dass es kein Zeuge Jehovas war, denn der Kater hatte sich schon wieder verkrümelt. Vor ein paar Monaten hatte er seine Weiterbildung an der Katzenschule im Fach Zeugen Jehovas Abwehr als Katzenbester abgeschlossen. Sobald ein Zeuge das Grundstück betritt, wird der Kater aktiv und leitet die nötigen Gegenmaßnahmen ein. Seine Spezialität ist es Blutwurstscheiben, wie infernale Geschosse, quer durch den Garten zu schießen. Jedoch hatten die Trainer an der Katzenschule Monate gebraucht, um ihm klar zu machen, dass er die Wurst werfen und nicht fressen soll. Aber mittlerweile hatte er das ganz gut drauf. Er wusste ja, dass er zur Belohnung einen Zeugen Jehovas behalten durfte und war extrem motiviert.
Aber nun zurück zu dem Mann an der Tür. Er trug einen billigen Anzug und darüber ein noch billigeres Nervenkostüm. Er versuchte zu lächeln, was ihm aber nicht leicht viel, denn der Köter vom Nachbargarten hatte sich wie ein Parasit an seinem Hintern festgebissen. Er war also ein Vertreter. In Gedanken, notierte ich mir, dass sich der Kater auch in diese Richtung spezialisieren sollte.
„Guten Tag ich bin von der Firma Snow Ball Systems und ich glaube heute ist ihr Glückstag.“, sagte er, obwohl sein Gesicht genau das Gegenteil ausdrückte.
„Jaaa? Das ist ja fein!“, antwortete ich ihm freundlich.
„Sie sehen aus wie ein engagierter junger Mann, der gerne ein bisschen was dazu verdienen möchte.“
„Keine Ahnung, ich war heute noch nicht vorm Spiegel.“, sagte ich gut gelaunt.
„Ich verkaufe Schneebälle und ich denke Sie können das auch. Sie bekommen von mir eine originale Schneeball Lizenz.“ Der Mann kramte nun eine Tupperdose hervor, und öffnete diese. Es war sehr warm und irgendwie auch ein ungünstiges Klima für Schneebälle. Aber ich hatte ja eine Menge Fantasie mit an die Tür gebracht und konnte mir die Schneebälle vorstellen. Schön weiß und rund. Was für eine tolle Abkühlung wäre das, bei diesen Höllentemperaturen, stellte ich mir vor.
„Das sind aber schöne Schneebälle.“, sagte ich ihm und tunkte meinen Finger in das lauwarme Wasser.
„Wirklich?“, fragte er überrascht und auch der Hund an seinem Hintern hob erstaunt die Ohren, „Sie sind der erste, der das heute sagt. Ich bin schon den ganzen Tag unterwegs, von Haus zu Haus, von Schäferhund zu Dobermann und habe keinen Schneeball verkauft.“
„Na sowas! Das verstehe ich nicht. Dabei kann man so einen Schneeball immer mal gebrauchen. Man kann jaaa äh ne Schneeballschlacht machen oder so.“, erklärte ich ihm.
„Jaaa genau das habe ich mir auch gedacht, als man mir die Lizenz zum Schneeball verkaufen für Tausend Euro verkauft hat. Ich muss nur 10000 Schneebälle pro Tag verkaufen, für 10 Euro das Stück. 99% des Erlöses bekommt die Firma Snow Ball Systems und mit dem einen Prozent habe ich das Geld schon wieder rein und dann kann ich nur noch Gewinn machen. Und Sie können das natürlich auch.“, erklärte mir der Mann nun ein bisschen optimistischer.
„Leider habe ich keine Zeit dafür. Ich verkaufe nämlich schon Katerschminke und das füllt mich ein bisschen aus. Wollen Sie vielleicht ne Lizenz zum Katerschminkset verkaufen?“, fragte ich ihn grinsend.
„Ja na klar! Immer her damit. Ein zweites Standbein ist doch immer gut.“
Der Mann lief freudestrahlend vom Grundstück. Die Lizenz zum Katerschminke verkaufen in der Hand und den Mopsdackel der Bachmanns am Hinterteil.
Was für ein erfolgreicher Tag.
Permalink (4 Kommentare) Kommentieren
Große Kopulation Teil 1: Wie alles anfing...
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 17. September 2009, 20:23
Szene I
17. August 2009… Nachts im Kanzleramt. Es ist 5:00 Uhr in der Früh. Steinmeier und seine Lieblingskanzlerin sitzen im Kanzlerbüro und schmieden Pläne für die große Koalition. Steinmeier hat sich eine Kanne rotfarbigen Hagebuttentee bringen lassen. Merkel schürft an ihrem schwarzen Tee. Wenigstens bei den Heißgetränken gibt es noch Meinungsverschiedenheiten.
„Das ist jetzt schon die 5. Nacht in Folge, dass wir so spät zusammen arbeiten. Was sagt denn ihre Frau dazu, Herr Steinmeier?“, fragte die Kanzlerin eine Frage, weit abseits von Mindestlohn und Steuersenkungen.
„Elke? Die stört das schon lange nicht mehr. Wir haben getrennte Schlafzimmer, weil ich nachts im Schlaf feurige Reden halte zum imaginären Traumvolk. Eigentlich bin ich ja eher mit der Politik verheiratet.“, sagte Steinmeier und schaute der Kanzlerin in die übermüdeten Schleiereulenaugen.
„Mein Joachim hat sich auch sehr stark verändert. Er kommt mit dieser First Lady Rolle einfach nicht zurecht. Anstatt mit Carla Bruni in Paris shoppen zu gehen, während ich Weltpolitik mache, verkriecht er sich lieber in sein Chemielabor und macht verrückte Experimente. Er kann und will sich einfach nicht anpassen. Eine First Lady hat auch wichtige Aufgaben. Man muss gut winken können, immer freundlich lächeln und in Afrika Brunnen bauen. Aber das macht er alles nicht. Was soll ich sagen? Seit dem ich Kanzlerin bin haben wir uns stark auseinander gelebt.“, sagte die Kanzlerin und ließ ihre faltigen Gesichtszüge noch weiter nach unten entgleisen.
„Das verstehe ich. Wir können uns übrigens auch duzen. Die politischen Differenzen sind mittlerweile eh so gering, man könnte uns doch schon fast als Parteifreunde bezeichnen.“, sagte Steinmeier und nahm ihre Hand. Sie zuckte kurz zurück, aber dann musste sie lächeln.
„Du gehst aber ganz schön ran.“, sagte die Kanzlerin, konnte aber nicht aufhören zu lächeln, „Ich dachte nur der Müntefering bespringt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist?“
„Und ich dachte euer Seehofer ist so.“, antwortete Steinmeier schlagfertig.
„Touché Frank- Walter. Der Seehofer steht aber nur auf die jungen Dinger, so wie der Sarkozy. Mich beachtet da keiner. Und wenn ich mal zeige was ich habe, dann ist gleich jeder empört. So wie letztens in Oslo.“
„Das Foto hängt bei mir im Spind.“, sagte Steinmeier lüstern und rückte immer näher. Hagebuttentee hat auf ihn eine ähnlich aphrodisierende Wirkung, wie ein roter, weiblicher Pavianhintern auf einen kommunistischen, männlichen Pavian.
Nach der Werbung geht es weiter…
Sie sind ein heißer Typ oder ein Feuerwehrmann? Sie haben Feuer in der Hose, welches sich ständig spontan entzünden kann? Dann probieren Sie es doch mal mit den neuen Asbestunterhosen von Heinermann. Absolut nicht entflammbar! Und wenn Sie heute noch bestellen, bekommen Sie eine Jacke aus Holz, gratis dazu. Rufen Sie jetzt an!
Werbung Ende.
Im Text darunter, geht es dann weiter...aber nur wenn Sie eine masochistische Ader ihr eigen nennen können.
17. August 2009… Nachts im Kanzleramt. Es ist 5:00 Uhr in der Früh. Steinmeier und seine Lieblingskanzlerin sitzen im Kanzlerbüro und schmieden Pläne für die große Koalition. Steinmeier hat sich eine Kanne rotfarbigen Hagebuttentee bringen lassen. Merkel schürft an ihrem schwarzen Tee. Wenigstens bei den Heißgetränken gibt es noch Meinungsverschiedenheiten.
„Das ist jetzt schon die 5. Nacht in Folge, dass wir so spät zusammen arbeiten. Was sagt denn ihre Frau dazu, Herr Steinmeier?“, fragte die Kanzlerin eine Frage, weit abseits von Mindestlohn und Steuersenkungen.
„Elke? Die stört das schon lange nicht mehr. Wir haben getrennte Schlafzimmer, weil ich nachts im Schlaf feurige Reden halte zum imaginären Traumvolk. Eigentlich bin ich ja eher mit der Politik verheiratet.“, sagte Steinmeier und schaute der Kanzlerin in die übermüdeten Schleiereulenaugen.
„Mein Joachim hat sich auch sehr stark verändert. Er kommt mit dieser First Lady Rolle einfach nicht zurecht. Anstatt mit Carla Bruni in Paris shoppen zu gehen, während ich Weltpolitik mache, verkriecht er sich lieber in sein Chemielabor und macht verrückte Experimente. Er kann und will sich einfach nicht anpassen. Eine First Lady hat auch wichtige Aufgaben. Man muss gut winken können, immer freundlich lächeln und in Afrika Brunnen bauen. Aber das macht er alles nicht. Was soll ich sagen? Seit dem ich Kanzlerin bin haben wir uns stark auseinander gelebt.“, sagte die Kanzlerin und ließ ihre faltigen Gesichtszüge noch weiter nach unten entgleisen.
„Das verstehe ich. Wir können uns übrigens auch duzen. Die politischen Differenzen sind mittlerweile eh so gering, man könnte uns doch schon fast als Parteifreunde bezeichnen.“, sagte Steinmeier und nahm ihre Hand. Sie zuckte kurz zurück, aber dann musste sie lächeln.
„Du gehst aber ganz schön ran.“, sagte die Kanzlerin, konnte aber nicht aufhören zu lächeln, „Ich dachte nur der Müntefering bespringt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist?“
„Und ich dachte euer Seehofer ist so.“, antwortete Steinmeier schlagfertig.
„Touché Frank- Walter. Der Seehofer steht aber nur auf die jungen Dinger, so wie der Sarkozy. Mich beachtet da keiner. Und wenn ich mal zeige was ich habe, dann ist gleich jeder empört. So wie letztens in Oslo.“
„Das Foto hängt bei mir im Spind.“, sagte Steinmeier lüstern und rückte immer näher. Hagebuttentee hat auf ihn eine ähnlich aphrodisierende Wirkung, wie ein roter, weiblicher Pavianhintern auf einen kommunistischen, männlichen Pavian.
Nach der Werbung geht es weiter…
Sie sind ein heißer Typ oder ein Feuerwehrmann? Sie haben Feuer in der Hose, welches sich ständig spontan entzünden kann? Dann probieren Sie es doch mal mit den neuen Asbestunterhosen von Heinermann. Absolut nicht entflammbar! Und wenn Sie heute noch bestellen, bekommen Sie eine Jacke aus Holz, gratis dazu. Rufen Sie jetzt an!
Werbung Ende.
Im Text darunter, geht es dann weiter...aber nur wenn Sie eine masochistische Ader ihr eigen nennen können.
Permalink (3 Kommentare) Kommentieren
Große Kopulation Teil 2: Wie es dann weitergehen wird...
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 17. September 2009, 20:16
Szene II:
27 September 2009: Merkels Garten. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Steinmeier klettert durch einen Busch und tritt in Hundescheiße.
„Steuersenkung!“, flucht Steinmeier leise. Merkel tritt auf ihren Balkon und schaut hinunter.
„Weh mir!“, seufzt Merkel und lehnt sich über die Brüstung um besser zu sehen.
„Horch!“, sagt Steinmeier überrascht.
„Das heißt doch Audi, mittlerweile. Bist du es Frank-Walter? Sprich noch einmal, mein roter Engel! Verleugne deine Partei, deinen Namen! Willst du das nicht, schwör dich zu meinen Liebsten, Und ich bin länger kein CDU Mitglied mehr.“, säuselt die Kanzlerin in die kühle Nachtluft.
Keinkanzlerkandidat Steinmeier weiß nicht was er sagen soll. Er kämpft mit seinem Partei- und mit seinem Schuhprofil, in dessen Rillen, fein verteilt, der Hundekot steckt.
Merkel faselt weiter:
„Deine Partei ist nur mein Feind. Du bleibst du selbst, Und wärst du auch kein SPDler. Was ist Denn die SPD? Es hat nicht Hand, nicht Fuss, nicht arm noch reich, noch ein andrer Teil. Dem Menschen eigen. O, so heisse anders! Vergiss deinen Namen, deine Partei, deine Kanzlerschaft!“
„Ich nehme dich beim Wort. Nenn Liebster mich, so bin ich neu getauft, Und will hinfort kein Stein, kein Kanzler und kein Meier mehr sein.“, antwortet Frank- Walter Steinmeier, in seiner üblich einschläfernden Tonlage.
„Wie kamst du her Frank-Walter? O sag mir, und warum? Die Gartenmau'r ist hoch, schwer zu erklimmen; Die Statt' ist Tod, bedenk nur, wer du bist, wenn einer meiner Leibwächter dich hier findet.“
„Der Liebe leichte Schwingen trugen mich. Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren.“, süßholzraspelt Steinmeier zurück und vergisst dabei, die Sache mit dem Haufen zu erwähnen.
„Was willst du holder Frank? Nur ein verliebter Narr kann so töricht sein. Mein Mann trägt nicht umsonst den Namen Sauer. Oh je und jetzt hör ich schon die Nachtigall, die dumme Sau.“, sagt die Kanzlerin.
„Genau! Ich will mit dir vögeln, Angela! Eine große Kopulation. Du der Chef, ich der Vize. Na was hältst du davon, du geile Mieze?“, versuchte Steinmeier zu reimen.
Hier bricht die Szene ab. Es wird unpolitisch und vor allem eklig.
Habe die Ehre!
27 September 2009: Merkels Garten. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Steinmeier klettert durch einen Busch und tritt in Hundescheiße.
„Steuersenkung!“, flucht Steinmeier leise. Merkel tritt auf ihren Balkon und schaut hinunter.
„Weh mir!“, seufzt Merkel und lehnt sich über die Brüstung um besser zu sehen.
„Horch!“, sagt Steinmeier überrascht.
„Das heißt doch Audi, mittlerweile. Bist du es Frank-Walter? Sprich noch einmal, mein roter Engel! Verleugne deine Partei, deinen Namen! Willst du das nicht, schwör dich zu meinen Liebsten, Und ich bin länger kein CDU Mitglied mehr.“, säuselt die Kanzlerin in die kühle Nachtluft.
Keinkanzlerkandidat Steinmeier weiß nicht was er sagen soll. Er kämpft mit seinem Partei- und mit seinem Schuhprofil, in dessen Rillen, fein verteilt, der Hundekot steckt.
Merkel faselt weiter:
„Deine Partei ist nur mein Feind. Du bleibst du selbst, Und wärst du auch kein SPDler. Was ist Denn die SPD? Es hat nicht Hand, nicht Fuss, nicht arm noch reich, noch ein andrer Teil. Dem Menschen eigen. O, so heisse anders! Vergiss deinen Namen, deine Partei, deine Kanzlerschaft!“
„Ich nehme dich beim Wort. Nenn Liebster mich, so bin ich neu getauft, Und will hinfort kein Stein, kein Kanzler und kein Meier mehr sein.“, antwortet Frank- Walter Steinmeier, in seiner üblich einschläfernden Tonlage.
„Wie kamst du her Frank-Walter? O sag mir, und warum? Die Gartenmau'r ist hoch, schwer zu erklimmen; Die Statt' ist Tod, bedenk nur, wer du bist, wenn einer meiner Leibwächter dich hier findet.“
„Der Liebe leichte Schwingen trugen mich. Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren.“, süßholzraspelt Steinmeier zurück und vergisst dabei, die Sache mit dem Haufen zu erwähnen.
„Was willst du holder Frank? Nur ein verliebter Narr kann so töricht sein. Mein Mann trägt nicht umsonst den Namen Sauer. Oh je und jetzt hör ich schon die Nachtigall, die dumme Sau.“, sagt die Kanzlerin.
„Genau! Ich will mit dir vögeln, Angela! Eine große Kopulation. Du der Chef, ich der Vize. Na was hältst du davon, du geile Mieze?“, versuchte Steinmeier zu reimen.
Hier bricht die Szene ab. Es wird unpolitisch und vor allem eklig.
Habe die Ehre!
Permalink (6 Kommentare) Kommentieren
... ältere Einträge

