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In Afrika vergehen jede Minute 60 Sekunden Helfen Sie mit!! (Reloaded)
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 5. November 2009, 19:16
Ja helfen sie mit. Afrika muss gerettet werden und zwar vor uns allen. Ja sie haben richtig gelesen, nicht von sondern vor uns. Jeden Tag sterben etwa 20000 Menschen an Unterernährung und wir helfen tagtäglich mit, dass diese Zahl weiterhin steigt. Unsere Regierung pumpt ständig Millionen an Euros nach Afrika, mit dem beruhigendem Wissen, dass 50 Prozent davon in den Händen von militanten Rebellen landet. Doch Geld ist doch genau das was diese Menschen da unten am wenigsten brauchen. Ich glaube es würde ihnen schon reichen wenn die EU einfach mal aufhören würde Afrika auszubeuten. Im Großen und Ganzen sind wir nämlich für diese 20000 Toten jeden Tag verantwortlich. Das fünfte Gebot sagt: Du sollst nicht töten! Da frage ich mich doch wie ich mich als guter Christ daran halten soll, wenn ich jeden Tag 20000 Menschen töte. Ich bin heute erst um 12 Uhr aufgestanden und bin schon wieder 10000 Leichen hinter der letzten Beichte zurück. Es ist ja nicht so, dass ich Gewissensbisse habe, da ich diese Menschen nur indirekt töte aber ich bin jetzt 22 Jahre alt und habe jedes Jahr in etwa 8 Millionen Menschen getötet. Das macht insgesamt, nach der Milchmädelschen Rechnung, ungefähr 176 Millionen Tote. Wahnsinn he? Ich bin viel schlimmer als Hitler, Stalin und Mao zusammen und dabei ist das einzige Verbrechen was ich begangen habe, hier geboren zu sein.
Aber was kann ich dagegen tun?
Ich könnte mich den mafiösen Strukturen der Hilfsorganisationen anschließen und Pate werden. Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen oder das rote Kreuz versprechen mir mit meinem Massenmord Problem zu helfen. Aber wisst ihr was komisch ist? Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten wuchert das Elend am schlimmsten. Es ging sogar so weit, dass einige Staatsmänner Afrikas auf dem letzten G8 Gipfel öffentlich darum baten, dass wir endlich damit aufhören sollen ihnen zu helfen.
Diese Afrikaner sind echt undankbar, oder? Da schicken wir ihnen kostenlos Nahrung und Kleidung da runter, zerstören die dort ansässige Nahrungs- und Kleidungsindustrie und die bedanken sich nicht mal dafür, dass sie dann noch mehr hungern müssen.
Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören die Umwelt zu retten? Mein neuer BMW X5 frisst soviel Weizen und Mais in Form von Biodiesel, damit könnte man bestimmt ein ganzes Dorf versorgen. Irgendwie ist das doch ungerecht, dass wir die Retter der Umwelt sind und Andere dafür durch gesteigerte Lebensmittelpreise drauf gehen. Natürlich war das nicht so geplant und keiner konnte ahnen, dass die Lebensmittel knapp werden wenn man sie einfach verheizt.
Ich glaube es ist langsam an der Zeit euch ein Geheimnis zu verraten: Je mehr wir retten und helfen umso schlimmer wird es, oder nicht? Vielleicht sollten wir diese armen Leute einfach mal in Ruhe lassen. Die kommen bestimmt auch ganz gut ohne uns aus. In Ruhe lassen heißt aber auch, dass wir sie nicht mehr ausbeuten dürfen. Zurzeit geht es uns ja nur so gut weil es ihnen schlecht geht. Deshalb haben diese tollen Spenden der Hilfsorganisationen auch nur eine lindernde Wirkung. Wenn wir diesen Leuten wirklich helfen wollen, müssen wir unseren Reichtum aufgeben. Das heißt im Klartext: Goodbye X5, goodbye Internet aber wenigstens keine 20000 Morde am Tag. Wir werden erleichtert sein…
Aber was kann ich dagegen tun?
Ich könnte mich den mafiösen Strukturen der Hilfsorganisationen anschließen und Pate werden. Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen oder das rote Kreuz versprechen mir mit meinem Massenmord Problem zu helfen. Aber wisst ihr was komisch ist? Überall dort in der Welt, wo diese vermeintlichen Hilfsorganisationen ihre Hilfe anbieten wuchert das Elend am schlimmsten. Es ging sogar so weit, dass einige Staatsmänner Afrikas auf dem letzten G8 Gipfel öffentlich darum baten, dass wir endlich damit aufhören sollen ihnen zu helfen.
Diese Afrikaner sind echt undankbar, oder? Da schicken wir ihnen kostenlos Nahrung und Kleidung da runter, zerstören die dort ansässige Nahrungs- und Kleidungsindustrie und die bedanken sich nicht mal dafür, dass sie dann noch mehr hungern müssen.
Vielleicht sollte ich auch einfach aufhören die Umwelt zu retten? Mein neuer BMW X5 frisst soviel Weizen und Mais in Form von Biodiesel, damit könnte man bestimmt ein ganzes Dorf versorgen. Irgendwie ist das doch ungerecht, dass wir die Retter der Umwelt sind und Andere dafür durch gesteigerte Lebensmittelpreise drauf gehen. Natürlich war das nicht so geplant und keiner konnte ahnen, dass die Lebensmittel knapp werden wenn man sie einfach verheizt.
Ich glaube es ist langsam an der Zeit euch ein Geheimnis zu verraten: Je mehr wir retten und helfen umso schlimmer wird es, oder nicht? Vielleicht sollten wir diese armen Leute einfach mal in Ruhe lassen. Die kommen bestimmt auch ganz gut ohne uns aus. In Ruhe lassen heißt aber auch, dass wir sie nicht mehr ausbeuten dürfen. Zurzeit geht es uns ja nur so gut weil es ihnen schlecht geht. Deshalb haben diese tollen Spenden der Hilfsorganisationen auch nur eine lindernde Wirkung. Wenn wir diesen Leuten wirklich helfen wollen, müssen wir unseren Reichtum aufgeben. Das heißt im Klartext: Goodbye X5, goodbye Internet aber wenigstens keine 20000 Morde am Tag. Wir werden erleichtert sein…
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Ein Schwank aus meiner Kindheit
dergeschichtenerzaehler, Mittwoch, 4. November 2009, 15:11
Zeit meines Lebens war ich tierlieb. Nur eben nicht die Tiere zu mir.
Die meisten Leute die mich sehen, sagen mir: „Du siehst aus wie vom Affen gebissen.“ Und da haben die auch vollkommen recht. Ich sehe nicht nur aus wie vom Affen gebissen, ich bin vom Affen gebissen.
So einen Affenbiss bekommt nicht jeder, dass muss ich klipp und klar sagen. Den musste ich mir hart erkämpfen. Es war im Sommer 95. Pavian Kunibert wollte entlaust werden und ich weigerte mich ihm diesen Gefallen zu tun. Er biss mir in den Hintern und ich trage diese Narbe bis heute mit Stolz. Es ist ein Zeichen meiner jugendlichen Auflehnung gegen die Obrigkeit.
Doch gehen wir erst einmal zu den Anfängen zurück: Von 92 bis 96 habe ich auf einem Pavianfelsen mitten in Sibirien gelebt. Das war eine lustige Zeit. Ich habe dort viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und getauscht. Spirituelle, sexuelle und natürlich auch Affenduelle.

Pavian Kunibert sah immer aus wie ein nasser Sack.
Alles fing damit an, als meine Eltern mich wieder mal aussetzen wollten. Ich kam gerade aus Bottrop-Kirchhellen zurück, indem ich meiner vorher ausgelegten Brotkrumenspur zurück nach Hause folgte, da nahmen mich meine Eltern mit auf den Flughafen, setzten mich in eine 5 motorige Antonov und ich flog nach Sibirien. Leider hatte ich nicht genug Brot einstecken um eine Brotkrumenspur von Norilsk nach Deutschland zu legen und so musste ich eben ein paar Jahre in Sibirien übernachten.
Deprimiert stieg ich aus der Maschine der So-weit-weg-wies-nur-geht! Ärleins und fand Zuflucht bei der netten Familie Paviansko. Diese bewohnten einen gemütlichen Pavianfelsen im Tierpark der Stadt Norilsk. Es gab nicht viele Attraktionen in Norilsk. Es gab den Mann mit den zwei Penissen, den schiefen Ölbohrturm von Norilsk und es gab den Pavianfelsen.
Mutter Paviansko nahm mich auf und behandelte mich so als ob ich ihr eigener Paviansohn wäre. Sie schrie mich an und kommandierte mich durch die Gegend. Eine der wichtigsten Aufgaben war die Entlausung. Dabei war es wichtig, dass immer ein rangniedrigeres Pavianbandenmitglied das Ranghöhere entlaust. Die Ränge wurden durch Kämpfe geschmiedet und es ging zu wie auf dem Schulhof einer normalen Grundschule. (In dieser Zeit hätte ich ja eigentlich auch auf einer Grundschule sein müssen. Ein Grund warum ich immer noch nicht ordentlich schreiben kann.)
Doch ich bemerkte schnell den Nachteil des Fellpflegesystems, denn ich war der einzige ohne Fell und das nervte mich tierisch. Ich musste entlausen, konnte aber nicht entlaust werden. Das war unfair und auch Teil meiner ewigen Beschwerden.
Aber auch die Kommunikation zwischen mir und den Affen war nicht immer einfach. Paviane kommunizieren fast ausschließlich mit ihrem roten Hinterteil und ich wurde ständig überhört, weil ich keinen Arsch in Signalfarben hatte. (Wenn ich mich beschwere, zieh ich auch heute noch meinen Hintern blank. Was soll ich sagen? Kommt nicht immer gut an.)
Irgendwann hatten die Paviane keine Lust mehr auf mich und so setzte mich Frau Pavianski in einem Zug nach Deutschland aus.
Meine Eltern staunten nicht schlecht, als sie mich wiederhatten. Um mich nun endgültig loszubekommen, entschieden sie, dass ich so schnell wie möglich Abitur mache und dann ein Studium anfange. Irgendwo weit weg.
Die meisten Leute die mich sehen, sagen mir: „Du siehst aus wie vom Affen gebissen.“ Und da haben die auch vollkommen recht. Ich sehe nicht nur aus wie vom Affen gebissen, ich bin vom Affen gebissen.
So einen Affenbiss bekommt nicht jeder, dass muss ich klipp und klar sagen. Den musste ich mir hart erkämpfen. Es war im Sommer 95. Pavian Kunibert wollte entlaust werden und ich weigerte mich ihm diesen Gefallen zu tun. Er biss mir in den Hintern und ich trage diese Narbe bis heute mit Stolz. Es ist ein Zeichen meiner jugendlichen Auflehnung gegen die Obrigkeit.
Doch gehen wir erst einmal zu den Anfängen zurück: Von 92 bis 96 habe ich auf einem Pavianfelsen mitten in Sibirien gelebt. Das war eine lustige Zeit. Ich habe dort viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und getauscht. Spirituelle, sexuelle und natürlich auch Affenduelle.

Pavian Kunibert sah immer aus wie ein nasser Sack.
Alles fing damit an, als meine Eltern mich wieder mal aussetzen wollten. Ich kam gerade aus Bottrop-Kirchhellen zurück, indem ich meiner vorher ausgelegten Brotkrumenspur zurück nach Hause folgte, da nahmen mich meine Eltern mit auf den Flughafen, setzten mich in eine 5 motorige Antonov und ich flog nach Sibirien. Leider hatte ich nicht genug Brot einstecken um eine Brotkrumenspur von Norilsk nach Deutschland zu legen und so musste ich eben ein paar Jahre in Sibirien übernachten.
Deprimiert stieg ich aus der Maschine der So-weit-weg-wies-nur-geht! Ärleins und fand Zuflucht bei der netten Familie Paviansko. Diese bewohnten einen gemütlichen Pavianfelsen im Tierpark der Stadt Norilsk. Es gab nicht viele Attraktionen in Norilsk. Es gab den Mann mit den zwei Penissen, den schiefen Ölbohrturm von Norilsk und es gab den Pavianfelsen.
Mutter Paviansko nahm mich auf und behandelte mich so als ob ich ihr eigener Paviansohn wäre. Sie schrie mich an und kommandierte mich durch die Gegend. Eine der wichtigsten Aufgaben war die Entlausung. Dabei war es wichtig, dass immer ein rangniedrigeres Pavianbandenmitglied das Ranghöhere entlaust. Die Ränge wurden durch Kämpfe geschmiedet und es ging zu wie auf dem Schulhof einer normalen Grundschule. (In dieser Zeit hätte ich ja eigentlich auch auf einer Grundschule sein müssen. Ein Grund warum ich immer noch nicht ordentlich schreiben kann.)
Doch ich bemerkte schnell den Nachteil des Fellpflegesystems, denn ich war der einzige ohne Fell und das nervte mich tierisch. Ich musste entlausen, konnte aber nicht entlaust werden. Das war unfair und auch Teil meiner ewigen Beschwerden.
Aber auch die Kommunikation zwischen mir und den Affen war nicht immer einfach. Paviane kommunizieren fast ausschließlich mit ihrem roten Hinterteil und ich wurde ständig überhört, weil ich keinen Arsch in Signalfarben hatte. (Wenn ich mich beschwere, zieh ich auch heute noch meinen Hintern blank. Was soll ich sagen? Kommt nicht immer gut an.)
Irgendwann hatten die Paviane keine Lust mehr auf mich und so setzte mich Frau Pavianski in einem Zug nach Deutschland aus.
Meine Eltern staunten nicht schlecht, als sie mich wiederhatten. Um mich nun endgültig loszubekommen, entschieden sie, dass ich so schnell wie möglich Abitur mache und dann ein Studium anfange. Irgendwo weit weg.
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Die lustigen Finanznachrichten
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 31. Oktober 2009, 21:53
Die neue Regierung ist nun schon seit einigen Tagen im Amt und es wird von Tag zu Tag lustiger.
Vizekanzler Guido Westerwave gibt sich mit seinem Pyrrhuswahlsieg vollkommen zufrieden und grinst sich demenzartig durch die Gegend. Man sei froh, überhaupt an der Regierung teilnehmen zu dürfen und auch sein Name steht höchstwahrscheinlich im Koalitionsvertrag drin, so Schwesterwelle im Interview. Doch wo Gaydo draufsteht ist nicht automatisch Gaydo drin. Die FDP-Wähler (übrigens zum Unwort des Jahres 2009 nominiert) wurden demnach systematisch geprellt, hat man ihnen doch eine satte Steuersenkung versprochen, die aber laut CDU/CSU nicht durchsetzbar ist. Jeder normale Mensch hat diese Sache natürlich schon längst vor der Wahl durchschaut und nicht mal im Traum an eine Steuersenkung gedacht. Nur eben nicht der handelsübliche und vor allem gehirnamputierte FDP-Wähler. Dieser lebt fein verpackt in seiner Schaumstoffwelt aus guten Wirtschaftsnachrichten und dicken Finanzpolstern und freut sich tatsächlich auf seine Steuersenkung, womit er dann ganze 15 Euro im Monat mehr im Portemonnaie hat.
„Wie doof kann man sein?“, fragt sich auch Guido Westerwelle und appelliert an die Vernunft seiner Wähler. „Wir haben kein Geld, Leute! Den letzten Rest haben wir für die Banken aufm Kopp gehauen.“, erklärt der Außenminister und nun ist auch die Frage geklärt warum der FDP Chef auf den Finanzministerposten freiwillig verzichtete. Denn hier im Lande werden ihn bald die geprellten FDP Wähler jagen und ihre 15 Euro fordern und dann ist es vielleicht besser, weit weg im Ausland zu sein.
Der Zweite Witz, den unsere Regierung plant, ist die Schuldenbremse. (Da muss ich euch vorher noch was Lustiges erzählen. Vor ein paar Wochen habe ich im Autoradio gehört, dass die EU einen zu hohen Neuverschuldungswert der Bundesregierung festgestellt hat und dafür eine Strafe plant. Und wisst ihr was für eine Strafe das ist? Eine Geldstrafe!! Ja die Strafe für zu hohe Verschuldung ist noch mehr Schulden. Brüssel das schwarze Intelligenzloch. Ich musste so sehr lachen, dass ich den Wagen an die Seite fahren musste. So jetzt weiter im Text...)
Sobald die Nettokreditaufnahme 0,35 Prozent des Bruttoinlandproduktes übersteigt greift die Schuldenbremse ein. Ab 2016 tritt diese Bremse für den Bund in Kraft aber das heißt noch lange nicht, das Merkel und Konsorten den Gürtel enger schnallen müssen. „Wir haben einen geheimen Schattenhaushalt! Ätsch bätsch!!“, sagte die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz, was heißt, dass man jetzt (wo man ja noch kräftig zulangen darf) einfach mehr Schulden aufnehmen wird, weil man ja später keine Schulden mehr machen darf. Lediglich die Frage, wer hier wen verarschen will, bleibt noch ungeklärt. Der neue Finanzminister und Exterrorjäger Wolfgang Schäuble plant die Sache als Investition in die Zukunft zu bezeichnen und beherrscht das sogar ohne rot zu werden. „Ich bin es gewohnt zu lügen und zu tricksen, aus diesem Grund habe ich ja auch das Amt des Finanzministers angenommen.“, erzählt uns der neue Finanzminister und Schwarzgeldexperte Wolfgang Schäuble.
Wir sind gespannt, wie lustig es weiter geht bei Schwarz-Gelb die Comedy Show.
Vizekanzler Guido Westerwave gibt sich mit seinem Pyrrhuswahlsieg vollkommen zufrieden und grinst sich demenzartig durch die Gegend. Man sei froh, überhaupt an der Regierung teilnehmen zu dürfen und auch sein Name steht höchstwahrscheinlich im Koalitionsvertrag drin, so Schwesterwelle im Interview. Doch wo Gaydo draufsteht ist nicht automatisch Gaydo drin. Die FDP-Wähler (übrigens zum Unwort des Jahres 2009 nominiert) wurden demnach systematisch geprellt, hat man ihnen doch eine satte Steuersenkung versprochen, die aber laut CDU/CSU nicht durchsetzbar ist. Jeder normale Mensch hat diese Sache natürlich schon längst vor der Wahl durchschaut und nicht mal im Traum an eine Steuersenkung gedacht. Nur eben nicht der handelsübliche und vor allem gehirnamputierte FDP-Wähler. Dieser lebt fein verpackt in seiner Schaumstoffwelt aus guten Wirtschaftsnachrichten und dicken Finanzpolstern und freut sich tatsächlich auf seine Steuersenkung, womit er dann ganze 15 Euro im Monat mehr im Portemonnaie hat.
„Wie doof kann man sein?“, fragt sich auch Guido Westerwelle und appelliert an die Vernunft seiner Wähler. „Wir haben kein Geld, Leute! Den letzten Rest haben wir für die Banken aufm Kopp gehauen.“, erklärt der Außenminister und nun ist auch die Frage geklärt warum der FDP Chef auf den Finanzministerposten freiwillig verzichtete. Denn hier im Lande werden ihn bald die geprellten FDP Wähler jagen und ihre 15 Euro fordern und dann ist es vielleicht besser, weit weg im Ausland zu sein.
Der Zweite Witz, den unsere Regierung plant, ist die Schuldenbremse. (Da muss ich euch vorher noch was Lustiges erzählen. Vor ein paar Wochen habe ich im Autoradio gehört, dass die EU einen zu hohen Neuverschuldungswert der Bundesregierung festgestellt hat und dafür eine Strafe plant. Und wisst ihr was für eine Strafe das ist? Eine Geldstrafe!! Ja die Strafe für zu hohe Verschuldung ist noch mehr Schulden. Brüssel das schwarze Intelligenzloch. Ich musste so sehr lachen, dass ich den Wagen an die Seite fahren musste. So jetzt weiter im Text...)
Sobald die Nettokreditaufnahme 0,35 Prozent des Bruttoinlandproduktes übersteigt greift die Schuldenbremse ein. Ab 2016 tritt diese Bremse für den Bund in Kraft aber das heißt noch lange nicht, das Merkel und Konsorten den Gürtel enger schnallen müssen. „Wir haben einen geheimen Schattenhaushalt! Ätsch bätsch!!“, sagte die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz, was heißt, dass man jetzt (wo man ja noch kräftig zulangen darf) einfach mehr Schulden aufnehmen wird, weil man ja später keine Schulden mehr machen darf. Lediglich die Frage, wer hier wen verarschen will, bleibt noch ungeklärt. Der neue Finanzminister und Exterrorjäger Wolfgang Schäuble plant die Sache als Investition in die Zukunft zu bezeichnen und beherrscht das sogar ohne rot zu werden. „Ich bin es gewohnt zu lügen und zu tricksen, aus diesem Grund habe ich ja auch das Amt des Finanzministers angenommen.“, erzählt uns der neue Finanzminister und Schwarzgeldexperte Wolfgang Schäuble.
Wir sind gespannt, wie lustig es weiter geht bei Schwarz-Gelb die Comedy Show.
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Der Geschichtenerzähler und sein Twitter Ich
dergeschichtenerzaehler, Freitag, 30. Oktober 2009, 17:45
Ich bin jetzt schon seit einiger Zeit auf diesem Twitter. Es muss Anfang Juni gewesen sein, als ich mir diese Seite anschaute und mir einen treffenden Nickname ausdachte. Erst dachte ich an Twitteratur, war aber schon vergeben. Dann habe ich es mit Zwitscheratur ausprobiert, das war aber zu lang.
Letztendlich landete ich bei dem Nickname Litteratur, was eine Mischung aus Litter (engl. Müll) und Literatur sein soll. Kapiert hat das bis heute wahrscheinlich keiner.
Man hat 140 Zeichen zur Verfügung um seinen Gedanken auszudrücken. Das ist nicht viel mehr als ein Fliegenschiss. Gepresst in so ein enges Korsett, fällt es mir wirklich schwer, etwas Sinnvolles zu schreiben. Ich baue meinen Humor eher langsam auf und kann nicht wie ein Maschinengewehr Pointen herausballern.
Warum ich es dann trotzdem mache? Es ist eine direktere Art miteinander zu kommunizieren. Man schreibt etwas und die Leute reagieren sofort darauf, wenn es gut ist. Man kann aber auch selbst reagieren und so spinnen sich manchmal lustige Sachen zusammen, auf die man alleine wahrscheinlich gar nicht gekommen wäre.
Und jetzt nehme ich auch noch an einer Twitterlesung teil. Na gut es ist natürlich keine richtige Twitterlesung, sondern nur eine Lesung mit bekannten Twitterern, die aus ihrem Blogs oder Büchern vorlesen. Und ich werde natürlich auch aus meinem Buch vorlesen (was bis dahin ja noch fertig werden muss). Hab das ja nicht umsonst geschrieben.
Ich bin zwar kein bekannter Twitterant, aber ich kenne ja den Veranstalter persönlich und nachdem ich ihn monatelang angefleht und angebettelt habe, darf ich nun daran teilnehmen. Manchmal muss man eben in den sauren Apfel beißen, sich bücken und den Hintern küssen. Das Showgeschäft ist eben eine Hure, eine verdammt erfolgreiche Hure. So Spaß beiseite! Hier sind die Daten für euch:

Prenzlauer Berg. Mekka der Internet Snobs und die, die es werden wollen.
Ich hoffe auf zahlreiches Nichterscheinen, denn ehrlich gesagt machen mich viele Leute nervös. Zwei bis drei dürfen kommen, mehr nicht.
Letztendlich landete ich bei dem Nickname Litteratur, was eine Mischung aus Litter (engl. Müll) und Literatur sein soll. Kapiert hat das bis heute wahrscheinlich keiner.
Man hat 140 Zeichen zur Verfügung um seinen Gedanken auszudrücken. Das ist nicht viel mehr als ein Fliegenschiss. Gepresst in so ein enges Korsett, fällt es mir wirklich schwer, etwas Sinnvolles zu schreiben. Ich baue meinen Humor eher langsam auf und kann nicht wie ein Maschinengewehr Pointen herausballern.
Warum ich es dann trotzdem mache? Es ist eine direktere Art miteinander zu kommunizieren. Man schreibt etwas und die Leute reagieren sofort darauf, wenn es gut ist. Man kann aber auch selbst reagieren und so spinnen sich manchmal lustige Sachen zusammen, auf die man alleine wahrscheinlich gar nicht gekommen wäre.
Und jetzt nehme ich auch noch an einer Twitterlesung teil. Na gut es ist natürlich keine richtige Twitterlesung, sondern nur eine Lesung mit bekannten Twitterern, die aus ihrem Blogs oder Büchern vorlesen. Und ich werde natürlich auch aus meinem Buch vorlesen (was bis dahin ja noch fertig werden muss). Hab das ja nicht umsonst geschrieben.
Ich bin zwar kein bekannter Twitterant, aber ich kenne ja den Veranstalter persönlich und nachdem ich ihn monatelang angefleht und angebettelt habe, darf ich nun daran teilnehmen. Manchmal muss man eben in den sauren Apfel beißen, sich bücken und den Hintern küssen. Das Showgeschäft ist eben eine Hure, eine verdammt erfolgreiche Hure. So Spaß beiseite! Hier sind die Daten für euch:

Prenzlauer Berg. Mekka der Internet Snobs und die, die es werden wollen.
Ich hoffe auf zahlreiches Nichterscheinen, denn ehrlich gesagt machen mich viele Leute nervös. Zwei bis drei dürfen kommen, mehr nicht.
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Ein Witz!
dergeschichtenerzaehler, Montag, 26. Oktober 2009, 15:18
Wie viele FDP Anhänger braucht man, um eine Glühlampe zu wechseln?
Keinen! Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Steuern gesenkt werden, wird der Markt dafür sorgen, dass sich die Lampe von selbst wechselt.
Zitat von Nico Semsrott.
Keinen! Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Steuern gesenkt werden, wird der Markt dafür sorgen, dass sich die Lampe von selbst wechselt.
Zitat von Nico Semsrott.
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An alle FDP und CDU Wähler:
dergeschichtenerzaehler, Sonntag, 25. Oktober 2009, 17:47
Die Katze ist aus dem Sack, wir haben nun endlich eine neue Regierung.
Zuallererst möchte ich allen Leuten in diesem Land danken, die CDU und FDP gewählt haben. Das habt ihr wirklich toll gemacht. Ihr habt mir gezeigt, dass wir schon lange kein Volk der Dichter und Denker mehr sind, sondern ein Volk, bestehend aus Leuten die nicht mehr ganz dicht sind und nur noch 10 Minuten weit in die Zukunft denken können. Ihr braucht euch aber auch nicht zu schämen, denn euch trifft ja nur eine Teilschuld. Ihr seid das Opfer einer riesigen Meinungs- und Informationsindustrie.
Eine objektive Meinung zu besitzen ist heutzutage praktisch unmöglich. Das einzusehen wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Man sollte anfangen, gewisse Dinge zu hinterfragen, denn kein Medium ist unabhängig. Journalisten, Nachrichtensprecher und Fernsehsender, aller werden von irgendwoher beeinflusst und vertreten eine subjektive Meinung. Ob da nun ein Großkonzern dahinter steckt oder die Regierung, unabhängig sind nicht mal wir Blogger.
Desweiteren sollte man aufhören ständig informiert zu sein. Schon seid Jahren will man uns weismachen, wie leben in einer Informationsgesellschaft. In Wirklichkeit ist es eine Informationsmüllgesellschaft. Über 90% der Informationen, die wir tagtäglich serviert bekommen sind absolut irrelevant, vielleicht sogar schädlich. Unser Hirn funktioniert mittlerweile wie ein E Mail Postfach, wo ständig Spammails herein flattern, nur das eben nix gelöscht, sondern alles irgendwie aufgenommen wird. Uns bleibt gar nicht mehr die Zeit, darüber nachzudenken, was richtig und was falsch ist.
Und so bemerken wir gar nicht mehr, dass wir gerade durch die Fülle der Informationen manipuliert werden. Die Medien suggerieren uns tagtäglich, dass sie Licht ins Dunkle bringen und Missetaten aufdecken. Sie bringen sogar so viel Licht ins Dunkle, dass wir geblendet werden und noch weniger verstehen als vorher. Wer viel weiß, ist nicht unbedingt weise. Das sollten wir endlich kapieren und lernen damit umzugehen.
Wenn wir anfangen, weniger informiert zu sein und uns gleichzeitig die Zeit nehmen, die wenigen Informationen, die wir haben kritisch zu hinterfragen, dann könnten wir wieder eine aufgeschlossene und intelligente Gesellschaft werden. Wir könnten politisch interessiert sein, sozial handeln und moralische Werte vertreten.
Den neoliberalen Affen von Schwarz-Gelb könnten wir einen Tritt in den Hintern verpassen, indem wir ihre Lügen konsequent abstrafen. Wir wollen keine Schönwetterpolitik mit Steuergeschenken und leeren Versprechungen. Denn wir wollen in diesem Land auch noch vernünftig leben können, wenn Merkel und Westerwelle, wieder im Affenhaus sitzen und an ihrer Pensionsbanane knabbern.
Zuallererst möchte ich allen Leuten in diesem Land danken, die CDU und FDP gewählt haben. Das habt ihr wirklich toll gemacht. Ihr habt mir gezeigt, dass wir schon lange kein Volk der Dichter und Denker mehr sind, sondern ein Volk, bestehend aus Leuten die nicht mehr ganz dicht sind und nur noch 10 Minuten weit in die Zukunft denken können. Ihr braucht euch aber auch nicht zu schämen, denn euch trifft ja nur eine Teilschuld. Ihr seid das Opfer einer riesigen Meinungs- und Informationsindustrie.
Eine objektive Meinung zu besitzen ist heutzutage praktisch unmöglich. Das einzusehen wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Man sollte anfangen, gewisse Dinge zu hinterfragen, denn kein Medium ist unabhängig. Journalisten, Nachrichtensprecher und Fernsehsender, aller werden von irgendwoher beeinflusst und vertreten eine subjektive Meinung. Ob da nun ein Großkonzern dahinter steckt oder die Regierung, unabhängig sind nicht mal wir Blogger.
Desweiteren sollte man aufhören ständig informiert zu sein. Schon seid Jahren will man uns weismachen, wie leben in einer Informationsgesellschaft. In Wirklichkeit ist es eine Informationsmüllgesellschaft. Über 90% der Informationen, die wir tagtäglich serviert bekommen sind absolut irrelevant, vielleicht sogar schädlich. Unser Hirn funktioniert mittlerweile wie ein E Mail Postfach, wo ständig Spammails herein flattern, nur das eben nix gelöscht, sondern alles irgendwie aufgenommen wird. Uns bleibt gar nicht mehr die Zeit, darüber nachzudenken, was richtig und was falsch ist.
Und so bemerken wir gar nicht mehr, dass wir gerade durch die Fülle der Informationen manipuliert werden. Die Medien suggerieren uns tagtäglich, dass sie Licht ins Dunkle bringen und Missetaten aufdecken. Sie bringen sogar so viel Licht ins Dunkle, dass wir geblendet werden und noch weniger verstehen als vorher. Wer viel weiß, ist nicht unbedingt weise. Das sollten wir endlich kapieren und lernen damit umzugehen.
Wenn wir anfangen, weniger informiert zu sein und uns gleichzeitig die Zeit nehmen, die wenigen Informationen, die wir haben kritisch zu hinterfragen, dann könnten wir wieder eine aufgeschlossene und intelligente Gesellschaft werden. Wir könnten politisch interessiert sein, sozial handeln und moralische Werte vertreten.
Den neoliberalen Affen von Schwarz-Gelb könnten wir einen Tritt in den Hintern verpassen, indem wir ihre Lügen konsequent abstrafen. Wir wollen keine Schönwetterpolitik mit Steuergeschenken und leeren Versprechungen. Denn wir wollen in diesem Land auch noch vernünftig leben können, wenn Merkel und Westerwelle, wieder im Affenhaus sitzen und an ihrer Pensionsbanane knabbern.
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Ich bin ein guter Terrorist
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 24. Oktober 2009, 18:26
Ein staatlich geprüfter Terrorist zu sein, ist auch nicht immer einfach. Viele stellen sich das als einen Traumjob vor. Spannende Arbeit, interessantes Betätigungsfeld und die gute Bezahlung sprechen dafür.
Der Job ist kein Zuckerschlecken, Leute! Und ich weiß wovon ich rede, denn ich war mal staatlich geprüfter Zuckerschlecker in der Zuckerindustrie bis mir das dann alles zu süß wurde und ich kündigen musste.
Mein neuer Job als Terrorist ist nicht mehr so unkompliziert. Gestern war ich zum Beispiel im Park. Ich habe mich als Ente verkleidet. Als terroristische Ente. Eben wie eine Ente süß sauer nur ohne das süß. Ich habe mich in den Ententeich eingeloggt und mich mit einer freundlichen Entenfamilie angefreundet.
Doch das geschah ja nur aus Tarnungsgründen. In Wirklichkeit hatte ich es nämlich auf die Rentner abgesehen, welche den ganzen Tag am Wasser stehen und die Enten füttern. Mein Plan war es, die Rentner zu erschrecken, wobei wir Terroristen nennen das terrorisieren in der Fachsprache, und eine Lektion zu erteilen. Elegant schwamm ich zum Zielobjekt, eine ältere Frau in ihren goldenen Jahren.
Mit einem freundlichen: „Nak nak!“, sprach ich sie an. Instinktiv und beinahe devot schnappte sich die alte Frau einen Brotkrumen und warf ihn mir vor die Füße. Ich kam meinem Ziel nun immer näher. „Nak nak!“, gab ich zum wiederholten Male von mir, jedoch diesmal ein wenig aufdringlicher, fasst schon terroristisch.
Die alte Frau wies mich darauf hin, dass da ein Brotkrumen im Wasser sich seinem Siechtum hingab und ich ihn mir schleunigste besorgen sollte, sonst sei er weg. Dahin in den unerreichbaren Tiefen des Teiches verschwunden. Ich ignorierte jedoch die hektischen Mahnungen der alten Frau und blätterte gelangweilt in meiner schalldichten Koranbibel. Die Frau stand nun auf, denn sie konnte es nicht mehr ertragen, wie der Brotkrumen unverspeister Dinge seinen Abgang antrat.
Das Brot sank und die alte Frau auch, auf den Boden der Tatsachen. Anscheinend war sie sehr nah am Wasser gebaut und konnte meine fiese Attacke nur schwer verkraften.
Irgendwie tat mir die alte Frau leid. Die Garstigkeit floss aus meinem Gesicht und ich setzte eine Trauermiene auf. Ich weinte Ententränen, welche leise in den Teich tropften.
Terrorist zu sein ist kein einfacher Job und in solchen Sekunden, würde ich am liebsten alles hinschmeißen.
Doch die Leute brauchen Menschen wie mich. Menschen die jeden Tag furchtlos hinaus gehen und Panik und Angst verbreiten, damit die Bevölkerung wieder ruhig schlafen kann.
Denn die Menschen haben genau vor den Dingen am meisten Angst, die so gut wie ausgeschlossen sind. Jeden Tag setzen sie sich furchtlos in ihr Auto, fahren zu schnell, und rauchen hunderte Zigaretten. Ich bringe den Terrorismus zu den Leuten, damit sie sich auch noch daran gewöhnen und furchtloser damit umgehen können.
Ich bin eben ein guter Terrorist.
Der Job ist kein Zuckerschlecken, Leute! Und ich weiß wovon ich rede, denn ich war mal staatlich geprüfter Zuckerschlecker in der Zuckerindustrie bis mir das dann alles zu süß wurde und ich kündigen musste.
Mein neuer Job als Terrorist ist nicht mehr so unkompliziert. Gestern war ich zum Beispiel im Park. Ich habe mich als Ente verkleidet. Als terroristische Ente. Eben wie eine Ente süß sauer nur ohne das süß. Ich habe mich in den Ententeich eingeloggt und mich mit einer freundlichen Entenfamilie angefreundet.
Doch das geschah ja nur aus Tarnungsgründen. In Wirklichkeit hatte ich es nämlich auf die Rentner abgesehen, welche den ganzen Tag am Wasser stehen und die Enten füttern. Mein Plan war es, die Rentner zu erschrecken, wobei wir Terroristen nennen das terrorisieren in der Fachsprache, und eine Lektion zu erteilen. Elegant schwamm ich zum Zielobjekt, eine ältere Frau in ihren goldenen Jahren.
Mit einem freundlichen: „Nak nak!“, sprach ich sie an. Instinktiv und beinahe devot schnappte sich die alte Frau einen Brotkrumen und warf ihn mir vor die Füße. Ich kam meinem Ziel nun immer näher. „Nak nak!“, gab ich zum wiederholten Male von mir, jedoch diesmal ein wenig aufdringlicher, fasst schon terroristisch.
Die alte Frau wies mich darauf hin, dass da ein Brotkrumen im Wasser sich seinem Siechtum hingab und ich ihn mir schleunigste besorgen sollte, sonst sei er weg. Dahin in den unerreichbaren Tiefen des Teiches verschwunden. Ich ignorierte jedoch die hektischen Mahnungen der alten Frau und blätterte gelangweilt in meiner schalldichten Koranbibel. Die Frau stand nun auf, denn sie konnte es nicht mehr ertragen, wie der Brotkrumen unverspeister Dinge seinen Abgang antrat.
Das Brot sank und die alte Frau auch, auf den Boden der Tatsachen. Anscheinend war sie sehr nah am Wasser gebaut und konnte meine fiese Attacke nur schwer verkraften.
Irgendwie tat mir die alte Frau leid. Die Garstigkeit floss aus meinem Gesicht und ich setzte eine Trauermiene auf. Ich weinte Ententränen, welche leise in den Teich tropften.
Terrorist zu sein ist kein einfacher Job und in solchen Sekunden, würde ich am liebsten alles hinschmeißen.
Doch die Leute brauchen Menschen wie mich. Menschen die jeden Tag furchtlos hinaus gehen und Panik und Angst verbreiten, damit die Bevölkerung wieder ruhig schlafen kann.
Denn die Menschen haben genau vor den Dingen am meisten Angst, die so gut wie ausgeschlossen sind. Jeden Tag setzen sie sich furchtlos in ihr Auto, fahren zu schnell, und rauchen hunderte Zigaretten. Ich bringe den Terrorismus zu den Leuten, damit sie sich auch noch daran gewöhnen und furchtloser damit umgehen können.
Ich bin eben ein guter Terrorist.
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