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Nachrichten vom Kriegsnobelpreis:
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 10. Oktober 2009, 21:05
In der schwedischen Hauptstadt Oslo, (oder war es Finnland?) wurde gestern der diesjährige Friedensnobelpreis verramscht. Der amerikanische Präsident Barack Obama bekam den Preis. „Ich danke allen Leuten, die mir zu diesem Preis hier verholfen haben. Besonderer Dank geht an unsere tolle Rüstungsindustrie, welche so erfolgreich unseren Wahlkampf unterstützt hat und ohne die das alles hier nicht möglich wäre. Dank dieser großartigen Unterstützung sterben jedes Jahr ungefähr 17000 Menschen innerhalb unserer eigenen Grenzen in Folge gerechtfertigten Schusswaffengebrauches. Im Gegensatz dazu, ist der Irak oder Afghanistan eine lustige Spielwiese. Ich möchte aber auch dem Nobelpreiskomitee danken, dass Sie sich so schnell entschieden haben, denn schon übermorgen könnten wir ja in den Iran einmarschieren und in Pakistan eine Offensive starten. Und dann hätte diesen Preis hier an einen anderen Feldherrn gehen müssen. Zum Abschluss noch ein paar wichtige Worte. Yes we kill!“, sprach der amerikanische Präsident. Der mit 1 Million Euro datierte Preis reiht sich damit ein, in die Emmy, Grammys oder Golden Globe Liga. Verliehen wird er neuerdings an politische Popstars, wie Al Gore vor ein paar Jahren und nun eben Barack Obama, die zwar nichts verändern, aber wenigstens tolle Reden halten und ein paar lustige politische Schaumblasen durch die Gegend fliegen lassen.
In Deutschland, ärgert sich vor allem Verteidigungsminister Jung über die Wahl des Komitees. „Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich den Preis bekomme. Seit Jahren spielen wir in Afghanistan einen bewaffneten Konflikt, ohne dass jemals das Wort Krieg gefallen ist. Das ist eine Meisterleistung der Verdrängungskunst. Unser Volk spürt die Auswirkungen unseres Einsatzes fast überhaupt nicht und wäre die Sache mit den Tanklastern nicht passiert, dann hätte ich den Preis schon so gut wie in der Tasche gehabt. Doch durch diese Sache, hat sich unser Engagement da unten in das Bewusstsein aller gesprengt und viele haben gemerkt: ‚Hey die Deutschen sind ja auch noch da!‘ Das war denkbar schlecht.“
Aber auch in Amerika ärgern sich einige Leute über den Preisträger. Allen voran George Dabbelju Bush. „Ich ärgere mich jetzt, wieso ich nicht früher auf die Idee gekommen bin. Bevor wir in den Krieg gezogen sind, hätte ich ein paar diplomatische Reden halten müssen. Frieden mit den islamischen Völkern und so weiter. Bla bla bla! Die Reihenfolge ist wichtig! Erst Nobelpreis, dann schießen! Die können den dann ja nicht mehr umtauschen, wenn der Obama bald den Iranern die Hölle heiß macht. Aus dem wird noch mal ein richtig guter Texaner.“
In Deutschland, ärgert sich vor allem Verteidigungsminister Jung über die Wahl des Komitees. „Ich hatte fest damit gerechnet, dass ich den Preis bekomme. Seit Jahren spielen wir in Afghanistan einen bewaffneten Konflikt, ohne dass jemals das Wort Krieg gefallen ist. Das ist eine Meisterleistung der Verdrängungskunst. Unser Volk spürt die Auswirkungen unseres Einsatzes fast überhaupt nicht und wäre die Sache mit den Tanklastern nicht passiert, dann hätte ich den Preis schon so gut wie in der Tasche gehabt. Doch durch diese Sache, hat sich unser Engagement da unten in das Bewusstsein aller gesprengt und viele haben gemerkt: ‚Hey die Deutschen sind ja auch noch da!‘ Das war denkbar schlecht.“
Aber auch in Amerika ärgern sich einige Leute über den Preisträger. Allen voran George Dabbelju Bush. „Ich ärgere mich jetzt, wieso ich nicht früher auf die Idee gekommen bin. Bevor wir in den Krieg gezogen sind, hätte ich ein paar diplomatische Reden halten müssen. Frieden mit den islamischen Völkern und so weiter. Bla bla bla! Die Reihenfolge ist wichtig! Erst Nobelpreis, dann schießen! Die können den dann ja nicht mehr umtauschen, wenn der Obama bald den Iranern die Hölle heiß macht. Aus dem wird noch mal ein richtig guter Texaner.“
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Heute mal woanders...
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 8. Oktober 2009, 18:39
Ich engagiere mich nun ehrenamtlich im Neubaublog.
Wenn Sie also Interesse haben an einer neuen, lustigen Geschichte, dann gehen Sie bitte dort hin und stehen hier nicht gelangweilt rum. DANKE!
Wenn Sie also Interesse haben an einer neuen, lustigen Geschichte, dann gehen Sie bitte dort hin und stehen hier nicht gelangweilt rum. DANKE!
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Was Sie unbedingt über Nordic Walking wissen sollten
dergeschichtenerzaehler, Mittwoch, 7. Oktober 2009, 17:26
Der Geschichtenerzähler wurde mal wieder von militanten Tanten entführt und über dem Nordpol abgeworfen. Er segelte nach unten und landete, aufgrund seiner schlanken Figur, im Schornstein des Weihnachtsmanns.
„Hallo, wer sind Sie denn?“, fragte der Weihnachtsmann, als ich im Elektrokamin seines Hauses feststeckte. Der Weihnachtsmann trug ein leichtes Hawaihemd, Bermudashorts und Badeschlappen. Es war ja auch Sommer am Nordpol und da kann es schon mal gemütliche -10° C warm werden.
„Ich bin der Geschichtenerzähler und ich werde immer am ersten Sonntag des Monats entführt. Sind Sie? Sind Sie der Weihnachtsmann?“, fragte ich den Mann ungläubig.
„Ja ich bin der Weihnachtsmann. Du bist ja ein schlaues Kerlchen. Was hat mich verraten? Die sabbernden Rentiere, die kleinen Wichteln? Oder war es das große Coca Cola Werbeschild in meiner Einfahrt?“, sagte der Weihnachtsmann zynisch. Anscheinend war er schlecht gelaunt.
„Es war ihre loboeske Irokesenfrisur. Warum sind Sie denn so gestresst? Es ist doch Sommer.“, fragte ich den Weihnachtsmann.
„Kommen Sie mal mit, dann werden Sie es verstehen.“ Er führte mich hinaus in die klirrende Kälte. Dort waren tausende Menschen versammelt und alle hatten ein Ziel. Den Nordpol.

Der Weihnachtsmann in voller Kampfbekleidung. Sieht er nicht zum fürchten aus?
„Das sind Nordic Walker, also Menschen welche mit zwei bescheuerten Skistöcken, dement in Richtung Norden laufen müssen. Seit einigen Monaten ist es richtig zur Plage geworden.“, erzählte der Weihnachtsmann und nahm einem Walker den Stock weg. Dann hob er das Stöckchen in die Luft und warf es ein paar Meter. Der Eigentümer des Stöckchen rannte geschwind los und apportierte es nach kurzer Zeit, mit einem sabbernden Lächeln auf den Lippen.
„Das ist ja verrückt. Wieso laufen die alle hierher?“, fragte ich ihn.
„Oh das ist ganz einfache Quantenphysik. Die beiden Stöcke an den Armen der Nordic Walker richten sich automatisch nach dem Erdmagnetfeld aus, wie ein Kompass und dann können die nur noch hier her laufen. Es ist tragisch“, sagte der Weihnachtsmann und warf zum wiederholten Male den originalen Nordic Walking Stock, woraufhin der Mann sofort hinterher hechelte.
„Und wozu sind diese komischen Hamsterräder da?“, fragte ich ihn und zeigte auf die penibel nach Norden ausgerichtete Armada aus übergroßen Laufrädern.
„Ich habe mir gedacht, dass die Nordic Walker Bewegung brauchen und dann bin ich auf die Idee gekommen mit ihnen meinen Stromverbauch zu decken. Ich könnte sogar den ganzen Nordpol mit Strom versorgen, aber hier gibt es ja niemanden, außer ein paar verirrte Pinguine.“
Daraufhin schaute ich mich penibel nach den verirrten Pinguinen um, entdeckte aber keinen. „Was haben Sie denn nun mit den ganzen Nordic Walking Irren vor?“
„Oh das ist ganz einfach. Normalerweise bekommen die bösen Kinder routiniert ein paar Schläge mit der Rute. Doch seitdem die EU das Antidiskriminierungsgesetz eingeführt hat, darf ich das nicht mehr. Deswegen bekommen die unartigen Kinder einen Nordic Walker geschenkt. Das ist Strafe genug denke ich mal.“, erklärte der Weihnachtsmann. Gedanklich stellte ich mir den Weihnachtsabend vor. Der böse Junge steht wie immer böse in der Ecke. Dann kommt der Weihnachtsmann. Der böse Junge freut sich, glaubt das er was Tolles bekommt. (Das glauben die immer. Bis zum Schluss!) Böser Junge packt den Nordic Walker aus und fragt sich, ob das die neue Actionpuppe ist, die er sich gewünscht hat. Ist es aber nicht. Geschrei und Gezeter sind die Folge. Weihnachtsmann hat seinen Auftrag erfüllt und einen Nordic Walker weniger.
„Wir erleben zurzeit einen signifikanten Rückgang der Anzahl unartiger Jungen. Das ist ein Problem, denn die Wachstumsrate der Nordic Walker ist zwar in den letzten Monaten stagniert, aber immer noch zu hoch.“, erklärte der Weihnachtsmann.
„Es müsste also mehr böse Jungen und weniger Nordic Walker geben?“
„Das erste ist, glaube ich, keine gute Idee, aber wir könnten die Zahl der Nordic Walker verringern. Und du könntest mir ein Schokoladeneis holen.“, erklärte der Weihnachtsmann.
„Wie machen wir das?“, fragte ich ihn voller Sorge, über die schiere Komplexität dieser Aufgabe.
„Du gehst zum Gefrierschrank und…“, fing der Weihnachtsmann an.
„Nein das Erste!“
„Du musst die Leute aufklären! Du hast doch einen Blog. Schreib dort unsere Geschichte auf und zwing die Leute zur Einsicht!“
„Woher wissen Sie, dass ich einen Blog besitze?“, fragte ich ihn verblüfft.
„Ähm ja… du weißt schon. Der Weihnachtsmann sieht alles und so... Außerdem habe ich ein 16er DSL Anschluss du Rentiernase!“
Mit, „Gut dann mache ich das! Frohe Weihnachten!“, verabschiedete ich mich und lief nach Hause.
„Ja, ja! Leck mich am Arsch!“, antwortete der Weihnachtsmann und winkte fröhlich.
„Hallo, wer sind Sie denn?“, fragte der Weihnachtsmann, als ich im Elektrokamin seines Hauses feststeckte. Der Weihnachtsmann trug ein leichtes Hawaihemd, Bermudashorts und Badeschlappen. Es war ja auch Sommer am Nordpol und da kann es schon mal gemütliche -10° C warm werden.
„Ich bin der Geschichtenerzähler und ich werde immer am ersten Sonntag des Monats entführt. Sind Sie? Sind Sie der Weihnachtsmann?“, fragte ich den Mann ungläubig.
„Ja ich bin der Weihnachtsmann. Du bist ja ein schlaues Kerlchen. Was hat mich verraten? Die sabbernden Rentiere, die kleinen Wichteln? Oder war es das große Coca Cola Werbeschild in meiner Einfahrt?“, sagte der Weihnachtsmann zynisch. Anscheinend war er schlecht gelaunt.
„Es war ihre loboeske Irokesenfrisur. Warum sind Sie denn so gestresst? Es ist doch Sommer.“, fragte ich den Weihnachtsmann.
„Kommen Sie mal mit, dann werden Sie es verstehen.“ Er führte mich hinaus in die klirrende Kälte. Dort waren tausende Menschen versammelt und alle hatten ein Ziel. Den Nordpol.

Der Weihnachtsmann in voller Kampfbekleidung. Sieht er nicht zum fürchten aus?
„Das sind Nordic Walker, also Menschen welche mit zwei bescheuerten Skistöcken, dement in Richtung Norden laufen müssen. Seit einigen Monaten ist es richtig zur Plage geworden.“, erzählte der Weihnachtsmann und nahm einem Walker den Stock weg. Dann hob er das Stöckchen in die Luft und warf es ein paar Meter. Der Eigentümer des Stöckchen rannte geschwind los und apportierte es nach kurzer Zeit, mit einem sabbernden Lächeln auf den Lippen.
„Das ist ja verrückt. Wieso laufen die alle hierher?“, fragte ich ihn.
„Oh das ist ganz einfache Quantenphysik. Die beiden Stöcke an den Armen der Nordic Walker richten sich automatisch nach dem Erdmagnetfeld aus, wie ein Kompass und dann können die nur noch hier her laufen. Es ist tragisch“, sagte der Weihnachtsmann und warf zum wiederholten Male den originalen Nordic Walking Stock, woraufhin der Mann sofort hinterher hechelte.
„Und wozu sind diese komischen Hamsterräder da?“, fragte ich ihn und zeigte auf die penibel nach Norden ausgerichtete Armada aus übergroßen Laufrädern.
„Ich habe mir gedacht, dass die Nordic Walker Bewegung brauchen und dann bin ich auf die Idee gekommen mit ihnen meinen Stromverbauch zu decken. Ich könnte sogar den ganzen Nordpol mit Strom versorgen, aber hier gibt es ja niemanden, außer ein paar verirrte Pinguine.“
Daraufhin schaute ich mich penibel nach den verirrten Pinguinen um, entdeckte aber keinen. „Was haben Sie denn nun mit den ganzen Nordic Walking Irren vor?“
„Oh das ist ganz einfach. Normalerweise bekommen die bösen Kinder routiniert ein paar Schläge mit der Rute. Doch seitdem die EU das Antidiskriminierungsgesetz eingeführt hat, darf ich das nicht mehr. Deswegen bekommen die unartigen Kinder einen Nordic Walker geschenkt. Das ist Strafe genug denke ich mal.“, erklärte der Weihnachtsmann. Gedanklich stellte ich mir den Weihnachtsabend vor. Der böse Junge steht wie immer böse in der Ecke. Dann kommt der Weihnachtsmann. Der böse Junge freut sich, glaubt das er was Tolles bekommt. (Das glauben die immer. Bis zum Schluss!) Böser Junge packt den Nordic Walker aus und fragt sich, ob das die neue Actionpuppe ist, die er sich gewünscht hat. Ist es aber nicht. Geschrei und Gezeter sind die Folge. Weihnachtsmann hat seinen Auftrag erfüllt und einen Nordic Walker weniger.
„Wir erleben zurzeit einen signifikanten Rückgang der Anzahl unartiger Jungen. Das ist ein Problem, denn die Wachstumsrate der Nordic Walker ist zwar in den letzten Monaten stagniert, aber immer noch zu hoch.“, erklärte der Weihnachtsmann.
„Es müsste also mehr böse Jungen und weniger Nordic Walker geben?“
„Das erste ist, glaube ich, keine gute Idee, aber wir könnten die Zahl der Nordic Walker verringern. Und du könntest mir ein Schokoladeneis holen.“, erklärte der Weihnachtsmann.
„Wie machen wir das?“, fragte ich ihn voller Sorge, über die schiere Komplexität dieser Aufgabe.
„Du gehst zum Gefrierschrank und…“, fing der Weihnachtsmann an.
„Nein das Erste!“
„Du musst die Leute aufklären! Du hast doch einen Blog. Schreib dort unsere Geschichte auf und zwing die Leute zur Einsicht!“
„Woher wissen Sie, dass ich einen Blog besitze?“, fragte ich ihn verblüfft.
„Ähm ja… du weißt schon. Der Weihnachtsmann sieht alles und so... Außerdem habe ich ein 16er DSL Anschluss du Rentiernase!“
Mit, „Gut dann mache ich das! Frohe Weihnachten!“, verabschiedete ich mich und lief nach Hause.
„Ja, ja! Leck mich am Arsch!“, antwortete der Weihnachtsmann und winkte fröhlich.
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Der demoralische Wandel Teil 2: Selbsthospiz
dergeschichtenerzaehler, Dienstag, 6. Oktober 2009, 11:54
Wenn ich an meine Zukunft denke, dann bekomme ich schon ein bisschen Angst. Ich habe keine Angst vor den nächsten Jahren, sondern eher vor meinen allerletzten Jahren. Es gibt da nämlich ein Problem.
Wir werden immer älter. Das sagen nicht nur die Schnapsdrosseln vor dem Supermarkt, das sagen auch die Politiker und die Medien. Und das immer wieder. Mantraartig wird das wiederholt, bis es jeder gefressen hat.
Und es stimmt ja auch. Ich merke das an mir selbst. Ich werde immer älter. Letztes Jahr um diese Zeit war ich noch 22 und bald werde ich 24. Das ist doch der helle Wahnsinn, die haben wirklich Recht. Und ja auch Sie, lieber geduldiger Leser, werden immer älter.
Nur werden wir nicht nur älter, sondern es werden auch immer mehr alte Leute. Das ist dann die zweite These, die dann so schön unsinnig zu ersten passt und die auch immer wieder gern erzählt wird. Ich weiß ja nicht wie Sie sich das vorstellen, aber ich habe noch nie einen Rentner einfach irgendwo auftauchen sehen. Da hört man nicht mitten in der Fußgängerzone ein lautes „Plopp“ und dann haben sich 20 neue alte Menschen materialisiert. Das funktioniert vielleicht in der Vorstellung der Politiker, weil man die so selten herauslässt und Sie zusätzlich so viel Ahnung von Prozentrechnung haben, wie eine Nonne von der Missionarsstellung.
Denn nur im Verhältnis gesehen, werden es immer mehr Rentner und immer weniger „Leistungsträger“, die für die Kosten aufkommen können und nicht quantitativ. Im Gegenteil, längerfristig wird es sogar immer weniger ältere Menschen geben.
Trotzdem sollte jeder, der mal Rentner werden will, dieses jetzt tun, denn in ein paar Jahren wird das dann nicht mehr möglich sein. Wenn ich dann mal so 95 Jahre alt bin, liege ich fröhlich in meinem Krankenbett, die Beatmungsmaschine schnurrt und ich schweiße nebenbei Autokarosserien für den Heuschreckenkonzern VW zusammen. Wenn man dann nicht mehr arbeiten kann, wird die Maschine abgeschaltet und man hat seine Ruhe. Für immer. Selbsthospiz wird man das dann nennen. Klingt doch gut oder? Nur Auswandern ist schöner.
Im heutigen Gesundheitssystem ist die Geriatrie zum neuen Modebegriff verkommen. Ganze Abteilungen widmen sich ausschließlich den alten Menschen und viele Krankenhäuser haben sich mittlerweile auf die Fahnen geschrieben: „Sie wollen sterben? Aber nicht mit uns!“. Damit kann man eine Menge Geld verdienen, denn man hat ja die Moral immer auf seiner Seite. Die Frage nach der Notwendigkeit ist verboten und sterben lassen gilt als Mord. Und so fließt eine Menge Geld in die Taschen der vermeintlichen Helfer und das Rentensystem wird unbezahlbar.
Deswegen spreche ich nicht mehr von einem demografischen Wandel, sondern von einem demoralischen Wandel.
Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte würde dem Land gut tun. Die Politiker sollten aufhören diese Rückbesinnung mit der Peitsche zu forcieren, sondern eher versuchen, den Menschen Sicherheit zu geben. Anstatt uns vor Terroristen zu schützen, sollte man uns eher vor gierigen Managern und geizigen Arbeitgebern schützen. Die Zukunft sollte keine Bedrohung, sondern eine sichere und planbare Sache werden. Ein Vogel baut sich auch kein Nest und legt Eier, wenn er sich ständig von Feinden umzingelt fühlt.
Und wenn es soweit ist, ja dann überwinden wir auch den demografischen Wandel.
Wir werden immer älter. Das sagen nicht nur die Schnapsdrosseln vor dem Supermarkt, das sagen auch die Politiker und die Medien. Und das immer wieder. Mantraartig wird das wiederholt, bis es jeder gefressen hat.
Und es stimmt ja auch. Ich merke das an mir selbst. Ich werde immer älter. Letztes Jahr um diese Zeit war ich noch 22 und bald werde ich 24. Das ist doch der helle Wahnsinn, die haben wirklich Recht. Und ja auch Sie, lieber geduldiger Leser, werden immer älter.
Nur werden wir nicht nur älter, sondern es werden auch immer mehr alte Leute. Das ist dann die zweite These, die dann so schön unsinnig zu ersten passt und die auch immer wieder gern erzählt wird. Ich weiß ja nicht wie Sie sich das vorstellen, aber ich habe noch nie einen Rentner einfach irgendwo auftauchen sehen. Da hört man nicht mitten in der Fußgängerzone ein lautes „Plopp“ und dann haben sich 20 neue alte Menschen materialisiert. Das funktioniert vielleicht in der Vorstellung der Politiker, weil man die so selten herauslässt und Sie zusätzlich so viel Ahnung von Prozentrechnung haben, wie eine Nonne von der Missionarsstellung.
Denn nur im Verhältnis gesehen, werden es immer mehr Rentner und immer weniger „Leistungsträger“, die für die Kosten aufkommen können und nicht quantitativ. Im Gegenteil, längerfristig wird es sogar immer weniger ältere Menschen geben.
Trotzdem sollte jeder, der mal Rentner werden will, dieses jetzt tun, denn in ein paar Jahren wird das dann nicht mehr möglich sein. Wenn ich dann mal so 95 Jahre alt bin, liege ich fröhlich in meinem Krankenbett, die Beatmungsmaschine schnurrt und ich schweiße nebenbei Autokarosserien für den Heuschreckenkonzern VW zusammen. Wenn man dann nicht mehr arbeiten kann, wird die Maschine abgeschaltet und man hat seine Ruhe. Für immer. Selbsthospiz wird man das dann nennen. Klingt doch gut oder? Nur Auswandern ist schöner.
Im heutigen Gesundheitssystem ist die Geriatrie zum neuen Modebegriff verkommen. Ganze Abteilungen widmen sich ausschließlich den alten Menschen und viele Krankenhäuser haben sich mittlerweile auf die Fahnen geschrieben: „Sie wollen sterben? Aber nicht mit uns!“. Damit kann man eine Menge Geld verdienen, denn man hat ja die Moral immer auf seiner Seite. Die Frage nach der Notwendigkeit ist verboten und sterben lassen gilt als Mord. Und so fließt eine Menge Geld in die Taschen der vermeintlichen Helfer und das Rentensystem wird unbezahlbar.
Deswegen spreche ich nicht mehr von einem demografischen Wandel, sondern von einem demoralischen Wandel.
Die Rückbesinnung auf traditionelle Werte würde dem Land gut tun. Die Politiker sollten aufhören diese Rückbesinnung mit der Peitsche zu forcieren, sondern eher versuchen, den Menschen Sicherheit zu geben. Anstatt uns vor Terroristen zu schützen, sollte man uns eher vor gierigen Managern und geizigen Arbeitgebern schützen. Die Zukunft sollte keine Bedrohung, sondern eine sichere und planbare Sache werden. Ein Vogel baut sich auch kein Nest und legt Eier, wenn er sich ständig von Feinden umzingelt fühlt.
Und wenn es soweit ist, ja dann überwinden wir auch den demografischen Wandel.
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Sozialdemokraten
dergeschichtenerzaehler, Montag, 5. Oktober 2009, 16:43
Sigmar Gabriel soll SPD Chef werden.
Die richtige Konsequenz! Wenn man schon mit der Titanic unterwegs ist, dann setzt man natürlich Hein Blöd ans Steuer. Ziel: Gegen die 5 Prozent Hürde knallen und untergehen.
Die richtige Konsequenz! Wenn man schon mit der Titanic unterwegs ist, dann setzt man natürlich Hein Blöd ans Steuer. Ziel: Gegen die 5 Prozent Hürde knallen und untergehen.
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Der demoralische Wandel Teil 1: Moderne "Kindheit"
dergeschichtenerzaehler, Sonntag, 4. Oktober 2009, 19:10
Die kleine Chelsea-Chantalle-Luise Hagenbeck-Müller hat es nicht leicht in ihrem Leben. Sie musste in der oberen Mittelschicht aufwachsen. Mitten in Deutschland, in einer kleinen Stadt namens Berlin.
Frau Hagenbeck-Müller arbeitet tagsüber in einer Kanzlei als Rechtsanwältin und nachts befriedigt sie still und heimlich ihren Mann, den Herrn Hagenbeck.
„Meine Tochter soll es einmal besser haben, als ich.“, sagt Frau Müller-Hagenbeck und steigt in ihren 3er BMW ein. Man sieht es ist noch Luft nach oben. CCL (sprich: Si Si Ell), so nennt sie ihre Tochter, soll sich später einen 5er BMW leisten können oder so ähnlich. Und damit das auch klappt, scheut die umsorgte Mutter keine Kosten, sondern lieber das staatliche Bildungssystem.
„Seitdem die Pisastudie, die Schieflage der Bildung in Deutschland offenbart hatte, konnte ich die Ausbildung meiner Tochter doch nicht in die Hände des Staates legen. Denn der lässt Sie einfach fallen.“
Und damit das nicht passiert wurde die kleine CCL, mehrsprachig aufgezogen. Anstatt saftigen Mandarinen, bekam sie trockenes Mandarin vorgesetzt und dazu noch ein bisschen Englisch und Russisch. Was man eben so braucht für die Zukunft. Im Child Assessment Center lernte sie dann den Umgang mit Gleichaltrigen. Teamfähigkeit, Konfliktlösung und das professionelle Spielen mit Bauklötzern wird dort gefördert.
„Das Gehirn eines Kleinkindes kann so viele Dinge in kurzer Zeit lernen. Das müssen wir ausnutzen.“, sagt Frau Hagenmüller Beck und es klingt fast so, als ob sie neidisch wäre auf das Hirn ihrer Tochter, welches sie sich wie einen Schwamm mit hoher Saugkraft vorstellt. Es stimmt zwar, dass ein Kleinkind sehr viele Dinge in kurzer Zeit lernt, das muss es aber auch. Laufen, reden, sehen, hören, Menschen studieren. Das sind alles Sachen, die sich ein Kind mühsam erarbeiten muss.
CCL kann nun zwar mit ihren 3 Jahren das Wort Papa auf 10 verschiedenen Sprachen aufsagen, dafür kann sie aber nicht aufs Töpfchen und an Laufen ist auch noch nicht zu denken.
„Das Laufen, kann man ja auch noch mit 20 lernen, aber Fremdsprachen lernt man nie wieder.“, erzählt die Mutter. Sie ist sehr stolz auf ihre Kleine. Früher hatten Familien noch mehrere Kinder, da konnte auch mal eins von ihnen in seiner eigenen Stupidität schmoren lassen. Aber heutzutage, in einer modernen Einkindfamilie darf man nichts mehr dem Zufall überlassen. Das Kind darf unter keinen Umständen ein Idiot werden. Man hat ja, wenn überhaupt, nur eine Chance.
Und so schaut die kleine CCL in ihren PDA nach, was sie heute noch für Termine hat. In 10 Minuten startet der Joga Kurs. Ihr Leben ist so stressig, da braucht sie einfach einen Ausgleich. Mühsam robbt sie sich auf allen Vieren, aus dem Geigenunterricht in die hellen Meditationsräume. Nun hat sie eine Stunde Ruhe, bevor sie in das Fingerfarbenmalen für Fortgeschrittene Seminar muss.
Ihre Mutter wollte, dass sie es eines Tages leichter hat, aber aller Anfang scheint trotzdem schwer zu sein.
Frau Hagenbeck-Müller arbeitet tagsüber in einer Kanzlei als Rechtsanwältin und nachts befriedigt sie still und heimlich ihren Mann, den Herrn Hagenbeck.
„Meine Tochter soll es einmal besser haben, als ich.“, sagt Frau Müller-Hagenbeck und steigt in ihren 3er BMW ein. Man sieht es ist noch Luft nach oben. CCL (sprich: Si Si Ell), so nennt sie ihre Tochter, soll sich später einen 5er BMW leisten können oder so ähnlich. Und damit das auch klappt, scheut die umsorgte Mutter keine Kosten, sondern lieber das staatliche Bildungssystem.
„Seitdem die Pisastudie, die Schieflage der Bildung in Deutschland offenbart hatte, konnte ich die Ausbildung meiner Tochter doch nicht in die Hände des Staates legen. Denn der lässt Sie einfach fallen.“
Und damit das nicht passiert wurde die kleine CCL, mehrsprachig aufgezogen. Anstatt saftigen Mandarinen, bekam sie trockenes Mandarin vorgesetzt und dazu noch ein bisschen Englisch und Russisch. Was man eben so braucht für die Zukunft. Im Child Assessment Center lernte sie dann den Umgang mit Gleichaltrigen. Teamfähigkeit, Konfliktlösung und das professionelle Spielen mit Bauklötzern wird dort gefördert.
„Das Gehirn eines Kleinkindes kann so viele Dinge in kurzer Zeit lernen. Das müssen wir ausnutzen.“, sagt Frau Hagenmüller Beck und es klingt fast so, als ob sie neidisch wäre auf das Hirn ihrer Tochter, welches sie sich wie einen Schwamm mit hoher Saugkraft vorstellt. Es stimmt zwar, dass ein Kleinkind sehr viele Dinge in kurzer Zeit lernt, das muss es aber auch. Laufen, reden, sehen, hören, Menschen studieren. Das sind alles Sachen, die sich ein Kind mühsam erarbeiten muss.
CCL kann nun zwar mit ihren 3 Jahren das Wort Papa auf 10 verschiedenen Sprachen aufsagen, dafür kann sie aber nicht aufs Töpfchen und an Laufen ist auch noch nicht zu denken.
„Das Laufen, kann man ja auch noch mit 20 lernen, aber Fremdsprachen lernt man nie wieder.“, erzählt die Mutter. Sie ist sehr stolz auf ihre Kleine. Früher hatten Familien noch mehrere Kinder, da konnte auch mal eins von ihnen in seiner eigenen Stupidität schmoren lassen. Aber heutzutage, in einer modernen Einkindfamilie darf man nichts mehr dem Zufall überlassen. Das Kind darf unter keinen Umständen ein Idiot werden. Man hat ja, wenn überhaupt, nur eine Chance.
Und so schaut die kleine CCL in ihren PDA nach, was sie heute noch für Termine hat. In 10 Minuten startet der Joga Kurs. Ihr Leben ist so stressig, da braucht sie einfach einen Ausgleich. Mühsam robbt sie sich auf allen Vieren, aus dem Geigenunterricht in die hellen Meditationsräume. Nun hat sie eine Stunde Ruhe, bevor sie in das Fingerfarbenmalen für Fortgeschrittene Seminar muss.
Ihre Mutter wollte, dass sie es eines Tages leichter hat, aber aller Anfang scheint trotzdem schwer zu sein.
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Schwarz-Gelb: In der Natur ist das eine Warnfarbe
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 3. Oktober 2009, 10:48
Der Gaydo Westerwave kann kein Englisch. Als ich das gehört hatte, musste ich lachen.
Welcher Depp hat den eigentlich gewählt?
Na gut ich muss ja eigentlich meine Klappe halten. Denn ich konnte leider nicht wählen gehen und an Briefwahl hatte ich auch nicht gedacht.
Welcher Depp hat den eigentlich gewählt?
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