Montag, 26. Oktober 2009
Ein Witz!
Wie viele FDP Anhänger braucht man, um eine Glühlampe zu wechseln?

Keinen! Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Steuern gesenkt werden, wird der Markt dafür sorgen, dass sich die Lampe von selbst wechselt.

Zitat von Nico Semsrott.

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Sonntag, 25. Oktober 2009
An alle FDP und CDU Wähler:
Die Katze ist aus dem Sack, wir haben nun endlich eine neue Regierung.

Zuallererst möchte ich allen Leuten in diesem Land danken, die CDU und FDP gewählt haben. Das habt ihr wirklich toll gemacht. Ihr habt mir gezeigt, dass wir schon lange kein Volk der Dichter und Denker mehr sind, sondern ein Volk, bestehend aus Leuten die nicht mehr ganz dicht sind und nur noch 10 Minuten weit in die Zukunft denken können. Ihr braucht euch aber auch nicht zu schämen, denn euch trifft ja nur eine Teilschuld. Ihr seid das Opfer einer riesigen Meinungs- und Informationsindustrie.

Eine objektive Meinung zu besitzen ist heutzutage praktisch unmöglich. Das einzusehen wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Man sollte anfangen, gewisse Dinge zu hinterfragen, denn kein Medium ist unabhängig. Journalisten, Nachrichtensprecher und Fernsehsender, aller werden von irgendwoher beeinflusst und vertreten eine subjektive Meinung. Ob da nun ein Großkonzern dahinter steckt oder die Regierung, unabhängig sind nicht mal wir Blogger.

Desweiteren sollte man aufhören ständig informiert zu sein. Schon seid Jahren will man uns weismachen, wie leben in einer Informationsgesellschaft. In Wirklichkeit ist es eine Informationsmüllgesellschaft. Über 90% der Informationen, die wir tagtäglich serviert bekommen sind absolut irrelevant, vielleicht sogar schädlich. Unser Hirn funktioniert mittlerweile wie ein E Mail Postfach, wo ständig Spammails herein flattern, nur das eben nix gelöscht, sondern alles irgendwie aufgenommen wird. Uns bleibt gar nicht mehr die Zeit, darüber nachzudenken, was richtig und was falsch ist.

Und so bemerken wir gar nicht mehr, dass wir gerade durch die Fülle der Informationen manipuliert werden. Die Medien suggerieren uns tagtäglich, dass sie Licht ins Dunkle bringen und Missetaten aufdecken. Sie bringen sogar so viel Licht ins Dunkle, dass wir geblendet werden und noch weniger verstehen als vorher. Wer viel weiß, ist nicht unbedingt weise. Das sollten wir endlich kapieren und lernen damit umzugehen.

Wenn wir anfangen, weniger informiert zu sein und uns gleichzeitig die Zeit nehmen, die wenigen Informationen, die wir haben kritisch zu hinterfragen, dann könnten wir wieder eine aufgeschlossene und intelligente Gesellschaft werden. Wir könnten politisch interessiert sein, sozial handeln und moralische Werte vertreten.

Den neoliberalen Affen von Schwarz-Gelb könnten wir einen Tritt in den Hintern verpassen, indem wir ihre Lügen konsequent abstrafen. Wir wollen keine Schönwetterpolitik mit Steuergeschenken und leeren Versprechungen. Denn wir wollen in diesem Land auch noch vernünftig leben können, wenn Merkel und Westerwelle, wieder im Affenhaus sitzen und an ihrer Pensionsbanane knabbern.

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Samstag, 24. Oktober 2009
Ich bin ein guter Terrorist
Ein staatlich geprüfter Terrorist zu sein, ist auch nicht immer einfach. Viele stellen sich das als einen Traumjob vor. Spannende Arbeit, interessantes Betätigungsfeld und die gute Bezahlung sprechen dafür.

Der Job ist kein Zuckerschlecken, Leute! Und ich weiß wovon ich rede, denn ich war mal staatlich geprüfter Zuckerschlecker in der Zuckerindustrie bis mir das dann alles zu süß wurde und ich kündigen musste.

Mein neuer Job als Terrorist ist nicht mehr so unkompliziert. Gestern war ich zum Beispiel im Park. Ich habe mich als Ente verkleidet. Als terroristische Ente. Eben wie eine Ente süß sauer nur ohne das süß. Ich habe mich in den Ententeich eingeloggt und mich mit einer freundlichen Entenfamilie angefreundet.

Doch das geschah ja nur aus Tarnungsgründen. In Wirklichkeit hatte ich es nämlich auf die Rentner abgesehen, welche den ganzen Tag am Wasser stehen und die Enten füttern. Mein Plan war es, die Rentner zu erschrecken, wobei wir Terroristen nennen das terrorisieren in der Fachsprache, und eine Lektion zu erteilen. Elegant schwamm ich zum Zielobjekt, eine ältere Frau in ihren goldenen Jahren.

Mit einem freundlichen: „Nak nak!“, sprach ich sie an. Instinktiv und beinahe devot schnappte sich die alte Frau einen Brotkrumen und warf ihn mir vor die Füße. Ich kam meinem Ziel nun immer näher. „Nak nak!“, gab ich zum wiederholten Male von mir, jedoch diesmal ein wenig aufdringlicher, fasst schon terroristisch.

Die alte Frau wies mich darauf hin, dass da ein Brotkrumen im Wasser sich seinem Siechtum hingab und ich ihn mir schleunigste besorgen sollte, sonst sei er weg. Dahin in den unerreichbaren Tiefen des Teiches verschwunden. Ich ignorierte jedoch die hektischen Mahnungen der alten Frau und blätterte gelangweilt in meiner schalldichten Koranbibel. Die Frau stand nun auf, denn sie konnte es nicht mehr ertragen, wie der Brotkrumen unverspeister Dinge seinen Abgang antrat.

Das Brot sank und die alte Frau auch, auf den Boden der Tatsachen. Anscheinend war sie sehr nah am Wasser gebaut und konnte meine fiese Attacke nur schwer verkraften.

Irgendwie tat mir die alte Frau leid. Die Garstigkeit floss aus meinem Gesicht und ich setzte eine Trauermiene auf. Ich weinte Ententränen, welche leise in den Teich tropften.

Terrorist zu sein ist kein einfacher Job und in solchen Sekunden, würde ich am liebsten alles hinschmeißen.

Doch die Leute brauchen Menschen wie mich. Menschen die jeden Tag furchtlos hinaus gehen und Panik und Angst verbreiten, damit die Bevölkerung wieder ruhig schlafen kann.

Denn die Menschen haben genau vor den Dingen am meisten Angst, die so gut wie ausgeschlossen sind. Jeden Tag setzen sie sich furchtlos in ihr Auto, fahren zu schnell, und rauchen hunderte Zigaretten. Ich bringe den Terrorismus zu den Leuten, damit sie sich auch noch daran gewöhnen und furchtloser damit umgehen können.

Ich bin eben ein guter Terrorist.

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Donnerstag, 22. Oktober 2009
Hausordnung - Der WG Podcast
Ich bin nun beim Herrn Pulsiv in den Neubaublog gezogen und von nun an können Sie uns dabei zuhören, wie wir uns gegenseitig das Leben schwer machen.

Folge 1 und 2 gibt es hier: Neubaublog der WG Podcast

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Dienstag, 20. Oktober 2009
Mein allererster Podcast (dritter Versuch)
Es gibt immer ein erstes Mal und so ist es nun auch bei dem Herrn Geschichtenerzähler. Er hat einen Podcast entwickelt und das ist dabei herausgekommen. Am besten nicht anhören:

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Samstag, 17. Oktober 2009
Wie der Geschichtenerzähler ein verbeamteter Terrorist wurde
Hallo Leute. Ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet, aber ich hatte in den letzten Tagen viel zu tun.
Ich habe jetzt nämlich einen neuen Job. Ich bin staatlich anerkannter Terrorist.

Gut. Ich gebe ihnen mal eine halbe Minute Zeit, das zu verdauen und dann machen wir hier mal weiter.

Fückenlüller:
dipdidududidip dudud dippididip loraepsum elpruminante abrahamundseinkind eldomina quoderatdemonstrationen bla bla bla dupdididi
Fückenlüller Ende!

Ja, ich bin in den letzten Tagen ein Terrorist geworden. Den Job hat mir das Arbeitsamt vermittelt. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit von Zuhause aus arbeiten zu können (gut wir Terroristen nennen das operieren, obwohl wir gar keine Ärzte sind und unser Zuhause nennen wir Zelle, obwohl wir gar keine Häftlinge sind. Alles sehr verwirrend, ich weiß!) haben mich überzeugt.

Zuerst habe ich mich natürlich gefragt, warum der Staat nun eigene Terroristen ausbilden will. Zur Beantwortung dieser Frage, schenkte mir die dicke Frau vom Arbeitsamt eine Broschüre. Darin stand kurz und knapp, warum, wieso und was ich als Terrorist tun soll.


Die Broschüre vom Arbeitsamt. Ganz viele lustige Bilder drin. Zum totlachen!!

Warum? Ganz einfach. Sie kennen doch bestimmt die Geschichte, vom gelangweilten Schafhüter, der sich einen Spaß daraus machte, dass ganze Dorf zu alarmieren, dass der böse Wolf da sei. Der böse Wolf war dann aber gar nicht anwesend, sondern nur eine alte zahnlose Großmutter. Das hat er so oft gemacht, bis das Dorfvolk ihm nicht mehr geglaubt hatte. Und wie das immer bei solchen Horrorkindergeschichten der Fall ist, kam der böse Wolf dann doch und fraß die gesamte Schafherde. Ein wirtschaftlicher Schaden, von dem sich der Schafhüter nicht mehr so schnell erholen konnte.
Unsere Bundesregierung kennt diese Geschichte natürlich auch. Die sind ja nicht doof! Man hat Angst, dass durch die vielen konsequenzlosen Terrorankündigungen in der letzten Zeit, die Bevölkerung ihre Angst vor dem Terrorismus verliert. Man hat Angst vor der: Es-passiert-ja eh-nix-Haltung die sich immer weiter im Land ausbreitet. Die Leute werden immer nachlässiger im Umgang mit potentiellen Terroristen, könnten sich vielleicht sogar mit dem Islam anfreunden und den auch noch toll finden. Merkt euch: Ein Volk, was keine Angst hat, ist ein unkontrollierbares Volk!

Meine Aufgaben als Terrorist sind sehr vielfältig. Man muss wissen, dass ich ja ein guter Terrorist bin. Ich mache das für unser Land. Angst und Schrecken verbreiten für das gemeinschaftliche Wohl.
Nicht selten trete ich im Fernsehen auf, mache aber auch Hausbesuche und klaue hin und wieder einem kleinen Kind den Lolly. Die Arbeit mit Kindern liegt mir dabei besonders am Herzen. Je früher man Angst vor Terroristen hat, umso besser. Ich selbst bin ja noch in einer terrorfreien Zeit aufgewachsen und hatte einiges nachzuholen. Das soll der zukünftigen Generation nicht passieren. Die sollen es mal leichter haben.

Natürlich sprenge ich nix in die Luft oder renne nackt durch die Gegend. Subtiler Terrorismus ist viel effektiver, hat man mir erklärt. Mülltonnen umschmeißen, Briefkästen zerstören, im Schlecker Bier klauen und Omas erschrecken, sind meine Steckenpferde und wenn ich so weiter mache, darf ich bestimmt auch mal in Afghanistan Urlaub machen. Was soll ich sagen, mein Job macht mir Spaß und ihr könnt das natürlich auch!

Werdet staatlich anerkannter Terrorist mit Beamtenstatus! Am besten noch heute! Onkel Staat wants you!!

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Montag, 12. Oktober 2009
Ein bisschen mehr Courage...
„Hast du Bock auf Sex?“, war ihre etwas aufdringlich wirkende Frage, die sie gut hörbar über die Straße hinweg rief. In Hamburg auf dem Kiez, hätte mich diese Frage keineswegs gewundert. Aber nicht an diesem Ort, in einem kleinen 1000 Seelen Dorf, mit einer Kirche in der Mitte und atemberaubend schöner Landschaft drum herum. Man konnte die Seeluft, des Rheins riechen und den Kuhmist von den Feldern.

Neugierig drehte ich meinen Kopf und schaute nach, wem die freche Stimme gehörte. Es war ein junges Mädchen, wahrscheinlich gerade im Anfangsstadium ihrer pubertären Trotzphase und hatte mich gerade dazu auserkoren, um zu testen, wie weit sie gehen kann.

Ich habe Sie natürlich ignoriert und weggeschaut, wie man das eben so macht in unserer Gesellschaft. Ein bisschen peinlich berührt war ich auch. Eigentlich hätte ich zu ihr hingehen und sie aufklären müssen. Das man nicht aus Spaß wildfremde Männer anspricht. Aus Spaß kann auch schnell mal ernst werden, wenn man an den Falschen gerät.

Einfach mal anhalten, die falsche Scham runterschlucken und das junge Ding zur Rede stellen. Es ist nur ein kleiner Schritt, welcher später vielleicht die große Tragödie verhindern kann.

Hätten Sie es getan? Hätten Sie ihr die Meinung gegeigt?

[Edit: Ja die Geschichte ist wirklich so passiert. Kein Scherz! Vielleicht nehme ich das deswegen auch so ernst.]

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