Mittwoch, 19. August 2009
Mein ganz spezielles Problem
Es soll Leute geben, die können nicht, wenn jemand daneben steht oder mit ihnen redet.

Gemeint ist, in diesem Fall das Urinieren und Entkotisieren (Das nennt man so!!)

Über so etwas kann ich nur lachen. Ich kann sogar, wenn sich mehrere verschwitzt an mir reiben oder mir einen Vortrag über die schleichende Desertifikation in der Sahara vorhalten. Ich kann im Stehen, im Liegen, im Sitzen - kreuz und quer. Komm mach mit, das ist nicht schwer!


In einem Überwachungsstaat, wie Deutschland einer ist, wird es immer schwieriger seine Geschäfte still und heimlich zu tätigen.

Das einzige Problem ist, ich kann es nur, wenn kein WC in der Nähe ist und mir zu sieht. Ein Pissoir sieht für mich aus, wie ein gefährlicher Monsterschlund und das Sitzbecken wie ein Höllenabgrund. Nicht zu vergessen die hundsgemeine WC Ente mit der ich schon so manchen Kampf in meiner Jugend austragen musste.

Eine Toilette macht mich nervös. Ich muss es anders tun. Ich gehe raus an die frische Luft.

Jeden Morgen stehe ich schon nervös wartend vor der Tür, kratze und jaule wie ein wilder Gibbon Affe, der seine Steuererklärung machen muss. Dann lässt man mich raus und meistens schaffe ich es sogar bis vor die Haustüre, flitze in die Büsche und hocke mich hin.

Nun wäre meine Toilettenphobie sicherlich kein Problem, wenn ich irgendwo in der einsamen Taiga wohnen würde aber mitten in der Großstadt, wird man schon komisch beäugt. Besonders dann, wenn man seinen Arsch wie eine weiße Flagge heraushängen lässt und vor mehren Leuten auf die Parkwiese kackt. Ich habe anfangs ja schon erläutert, dass ich kein Problem habe, wenn mir jemand dabei zu sieht, nur ist es scheinbar ein Problem, für die anderen Leute, wenn sie mir dabei zu sehen.

Die anderen Leute tun das ja auch und zwar jeden Tag. Nur weiß das keiner, weil sie es wie Geheimagenten tun. Still und heimlich.

Ich mache es eben nur vor Publikum und wenn man in Amerika gerne fragt „Does the pope shit in the woods?“ dann könnte ich antworten „Keine Ahnung was der Papst macht, aber ich scheiße gerne in den Wald. Da hat man wenigstens seine Ruhe vor dem Ordnungsamt“

Das Ordnungsamt hat mir schon mehrere Strafzettel ausgestellt. Unter anderem wegen widerrechtlich abgestellter Stoffwechselendprodukte und Falschurinierens. Das ist ein riesiges Problem, ein finanzielles Problem. Die Stadt hat mir, nachdem ich vor die Villa des Bürgermeisters geschissen habe, einen Therapeuten besorgt, welcher mein beschissenes Problem in den Griff kriegen sollte. Man holte mir den Diplom Kackologen Karsten Acke, ein Mann der Vorsitzender der Welt Toiletten Organisation (WTO) in Deutschland ist.

Herr K. Acke hat mir gezeigt, wie Toiletten hergestellt werden (nämlich aus banaler Keramik) und sperrte mich tagelang zusammen mit einer WC Ente in ein ultradreckiges Bahnhofsklo ein. Er wollte, dass ich offensiv mit meinen größten Ängsten konfrontiert werde.

Mittlerweile bin ich vollständig geheilt. Ich kann jetzt auf das Klo gehen, wie alle anderen auch. Nur leider kann ich nicht, wenn mir eine WC Ente dabei zusieht oder mit mir redet.

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Mittwoch, 12. August 2009
Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Oh ja genau so ist es. Nach längerem Überlegen und ergebnisreichen Gedankensitzungen auf dem Klo, ist mir so einiges klar geworden. Ich habe mir Gedanken gemacht, worauf unsere Gesellschaft so stolz ist.

Wir sind modern. Das ist wichtig. Nichts ist wichtiger als das. Wir sind eine aufgeschlossene und tolerante Gesellschaft. Jeder Mensch kann bei uns so leben, wie er lustig ist. Jeder kann bei uns seine Religion ausüben, so wie er es gewohnt ist, er soll sich aber auch integrieren, denn eigentlich sind wir ja alle gleich. Das wissen wir, das hat man uns beigebracht. Wissen ist Macht! Darauf sind wir stolz!

Die Leute, die aus fremden Ländern zu uns kommen, integrieren sich natürlich nicht. Die sind ja nicht doof. Die kommen ja nicht nach Deutschland um sich zu integrieren, sondern deswegen, weil wir so eine freie und tolerante Gesellschaft sind. Hier können sie machen was sie wollen, genauso wie wir machen können was wir wollen. Denn Freiheit ist unser höchstes Gut. Darauf sind wir stolz!

Freiheit heißt bei uns aber auch, dass mehrere Parallelgesellschaften nebenher existieren können.

Unsere Gesellschaft glaubt an Geld und Wissen. Die andere Gesellschaft glaubt an einen Gott. Wir stehen in Konkurrenz miteinander. Das lustige ist ja, dass wir die andere Gesellschaft als rückständig bezeichnen. Wir wollen, dass sie so werden wie wir. Schließlich haben wir uns verändert, wir sind modern. Die sollen sich gefälligst integrieren und genau so werden.

Doch natürlich gibt es da einen Haken an der ganzen Geschichte, der uns schon ein bisschen alt aussehen lässt.

Wir sind so sehr damit beschäftigt uns so eine tolle und hochmoderne Gesellschafft zu erschaffen, mit sexueller Revolution, kinderloser Ehe und Emanzipation, dass wir etwas Wichtiges vergessen haben. Man möchte schon fast sagen, es ist essenziell.

Wir pflanzen uns nicht mehr genügend fort, damit unsere Idee der freien und toleranten Gesellschaft weiterleben kann. Das ist schon ein bisschen Kacke, oder? Da haben wir so lange an unserer Ideologie und Gedankenwelt gefeilt und dann haben wir das Grundlegendste einfach vergessen.

So ein Mist aber auch!!

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Donnerstag, 2. Juli 2009
Wenn Blogger kochen: Heute was mit Assiatisch und viel Soße
Die Idee einer Kochblogshow kam mir vor einiger Zeit in den Sinn, als ich mich mit dem Herrn Bier und dem Herrn Anderleinchen (nicht zu verwechseln mit Frau Von der Leynchen!), über meinen ehemaligen chinesischen Mitbewohner unterhalten habe. Der hatte eine wirklich ausgefallene Art zu kochen. Als ich mir mal Nudeln gekocht habe und dann im Nachhinein das Nudelwasser wegschütten wollte, hat er mich gefragt, warum ich so eine frevelhafte Tat begehen wollte. Nudelwasser wird nicht weggekippt, sondern ist die Basis für das gesamte Gericht. Ein paar Tage später habe ich ihn dann mal beim Kochen über die Schulter geschaut. Zuerst kochte er ganz normal die Nudeln und dann, als sie fertig waren schüttete er, irgendetwas in das Nudelwasser rein. Meistens das, was eben der Kühlschrank so hergab. Gefrorene Fischstäbchen, Schinken oder sogar Leber - der Fantasie waren in diesem Punkt leider keinerlei Grenzen gesetzt.

In Anlehnung an die unendliche Kreativität der chinesischen Küche, haben wir nun ein eigenes Rezept entwickelt und auch experikocht.

Rezept chinesische Nudelsuppe aus der ASSIaküche:

Zutatenliste:
Drei Packungen Nudelsuppe der billigsten Art
einen Essteller Fischstäbchengericht mit Kartoffelbrei
100g Bacon-Würfel
ne Menge Spaß
Nudelwasser

Preis für 3 bis 20 Personen (je nachdem wie viel Wasser man verwendet) 7 Euro

Schnittweise Anleitung zum Nachkochen:



Zuerst schneidet man die Gurke, die man sich im Nachhinein noch kaufen muss, weil ich sie absichtlich nicht in die Zutatenliste geschrieben habe, in Scheiben. Wir hatten leider nur ein Plastikmesser, große Jungs dürfen aber ruhig ein richtiges Messer verwenden.



Nun wird der Kartoffelbrei angerührt




Herr Bier hat den Pfeffer nicht nur in den Brei gehauen, sondern auch auf die Herdplatte. Dieser Vorgang ist nicht zu empfehlen, da sich der Pfeffer in der Luft verteilt und wie ein Pfefferspray wirkt. Nachdem wir nun den Pfeffer großzügig auf der Herdplatte verteilt hatten, mussten wir die Küche fluch- und fluchtartig verlassen, denn wir haben genossen ohne zu geniesen.





Die chinesischen Nudeln vor dem Kocheinsatz ordentlich mit kaltem Gebirgswasser abschrecken und abtropfen lassen.



Das Kartoffelbreigericht auf einem Essteller anrichten und schön dekorieren.



Die Nudeln in vorgewärmtes Wasser schmeißen und kurz aufkochen lassen, bis sie „al-dentisch“ mit der Konsistenz des Kartoffelbreies sind.




Nachdem Sie mühsam den Kartoffelbrei angerichtet und vielleicht sogar dekoriert haben (schön blöd! He, he!) wird der ganze Mist ins Nudelwasser gekippt. Hierbei kann es nach Bedarf nur so spritzen und kleckern. Soll ja auch Spaß machen!



Das Kartoffelbreigericht unter die Nudeln heben und langsam miteinander bekannt machen. Dann noch mit ordentlich Glutamat nachwürzen und verfeinern.



Bacon-Würfel auf einem Teller ausbreiten. Diese können dann über das Gericht gestreut werden.



Voila, das Ergebnis. Sieht doch ganz gut aus, oder?



Teller des Geschichtenerzählers. Morgen gibt es gutes Wetter!!

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Freitag, 26. Juni 2009
+++Eilmeldung+++ Der Geschichtenerzähler deckt auf!!
Im Kampf gegen die Kinderpornographie hat die Bundesregierung einen wichtigen Sieg errungen. „Einer der wichtigsten Symbolträger der Kinderpornographenszene ist gestern Nacht gestorben.“, sagte die Ministerin für Familie und Zensur Ursula von der Leyen. Der Tod des King of Kinderpop soll gleichzeitig eine Warnung an alle anderen Kinderpornographen sein, dass man auch im Ausland nicht vor der Zensursula sicher sei.

Laut offiziellen Berichten soll der King an einem Herzstillstand gestorben sein, doch an einen Zufall glaubt mittlerweile keiner mehr. Zur Tatzeit soll sich die CDU Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA aufgehalten haben. „Wir ermitteln in alle Richtungen. Doch mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass Michael Jackson an einer Überdosis Angela Merkel gestorben ist.“, sagte der Polizeichef des Los Angelas Merkelos Police Department.

Höchstwahrscheinlich ist auch US-Präsident Obama in die Sache verwickelt, denn der gab ja vor, die Bundeskanzlerin in Washington zu treffen um ihr ein Alibi zu verschaffen.

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Montag, 22. Juni 2009
Mein Mann und sein überaus langweiliges Hobby
Na gut ich gebe es ja zu, ich habe das Wochenende nicht um unsere Demokratie getrauert, sondern ich habe die Familie Schwattmann besucht. Das Rentnerehepaar Schwattmann wohnt in einem halben Viertel ganzer Doppelhaushälften am Niederrhein, in einer überaus langweiligen Gegend.

Es war am Samstag 12 Uhr, da stand ich in der Bruchstraße Zwölfeindrittel und klingelte bei den Schwattmanns. Eine ältere Frau öffnete die Tür und sagte:
„Schön dass Sie gekommen sind, Herr Geschichtenerzähler. Mein Mann ist noch unten im Keller und füttert die Sammler.“, sagte Frau Schwattmann und nahm mir meine Jacke ab.
„Sie haben ja gesagt es gebe hier etwas Langweiliges, worüber ich schreiben und womit ich meine Leser verärgern kann.“, sagte ich ihr.
„Sie haben Leser?“, fragte Frau Schwattmann überrascht.
„Ja anscheinend schon und ich will die wieder los haben. Also Frau Schwattmann, was ist denn nun mit ihrem Mann und seinem Hobby?“, fragte ich mit dumpfer Begeisterung.
„Mein Mann sammelt Sammler.“
„Was? Das klingt aber gar nicht langweilig Frau Schwattmann. Aber erzählen Sie ruhig weiter!“
„Wissen Sie, mein Mann war früher eine Entführungskraft bei der RAF und nach deren gewaltvoller Auflösung, hatte er sich selbstständig gemacht. Leute entführen und wieder freilassen. Das war sein Job. Und als er in Rente ging machte er aus seinem Job ein Sammlersammelhobby.“, erzählte mir Frau Schwattmann, während ich genüsslich eine Tasse fettarmen Kamillentee schlürfte. Der Tee war wirklich beruhigend langweilig, doch die Geschichte von Frau Schwattmann war alles andere als einschläfernd.
„Aber Frau Schwattmann, ich dachte Sie hätten eine langweilige Geschichte für mich.“, sagte ich genervt.
„Ja ich weiß. Aber hätte ich ihnen die Wahrheit erzählt, wären Sie doch niemals hergekommen.“

In dem Moment kam Herr Schwattmann aus dem Keller und gab mir seine kräftige und prankenartige Entführerhand.
„Ach da sind Sie ja endlich Herr Geschichtenerzähler. Kommen Sie mit! Ich zeige ihnen meine Sammler Sammlung.“, sagte Herr Schwattmann und zog mich mit unentrinnbarer Entführerkraft, in das dunkle Kellerverließ hinein.

„So hier haben wir die Briefmarkensammler“, sagte er und zeigte auf 3 Männer, welche mit großer Freude Briefmarken in Alben einklebten. „Sie müssen wissen, dass man solche nur noch ganz selten findet. Deswegen sind sie ja auch so wertvoll.“, sagte Herr Schwattmann und zeigte mir zum Beweis die aktuellen Preise im Sammler Katalog.

Nachdem wir dann die Münzsammler und die Diddlmaus Sammler beschnarcht hatten, zog mich Herrn Schwattmanns baumstarke Entführerhand nach draußen. Dort hatte er ein riesiges Freigehege angelegt.
„Sehen Sie mal dort hinten neben dem Baum!“, sagte Herr Schwattmann und zeigte auf die andere Seite des Geheges. Ich entdeckte einen Mann der gebückt über den Waldboden wanderte.
„Auf den bin ich ganz stolz. Das ist mein erster Pilzsammler.“
„Aber Herr Schwattmann, jetzt mal im Ernst! Ist das nicht verboten, was sie hier machen?“
„Ja und nein. Passen Sie auf, ich zeige ihnen mal was.“, sagte Herr Schwattmann und deutete auf ein Schild worauf in gelber Schrift „Achtung! Sie betreten eine rechtliche Grauzone!“ stand. „Die Bundesregierung war so freundlich und erklärte dieses Land zur rechtlichen Grauzone. Im Gegenzug gab ich meinen Job bei der RAF auf.“, erklärte Herr Schwattmann und grinste dement. So langsam wurde mir Einiges klar. Die komische harrypottereske Adresse zwölfeindrittel und die Zwiebelmuster auf der Teetasse. Die Schwattmanns waren keine langweiligen Rentner, sondern geisteskranke Irre! Schnell rannte ich auf die Straße, kreischte wie eine Frau um Hilfe und seelischen Beistand…

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Freitag, 12. Juni 2009
Der staatliche Data Devil!!
Die Leute von der Bundesregierung sind manchmal richtige Spaßvögel. Kennen Sie den lieben Webman und den bösen Data Devil? Das sind die beiden Protagonisten von Watch Your Web , eine Initiative unserer Regierung. Die haben nämlich Angst um uns junge Webbürger, weil wir ja so schludrig mit unseren Daten umgehen. Wenn ich zum Beispiel ein Foto von meiner Katze namens Schnuffi in das böse Internet hochlade, dann kommt der böse Data Devil und verbreitet das Foto in der ganzen Welt oder macht damit ganz groben Unfug (So genau wollen wir das ja auch gar nicht wissen, oder?)!! Wäre ich nicht so verdammt misstrauisch, würde ich das schon fast für bare Münze nehmen.


Die Bundesregierung warnt: Wer achtlos peinliche Partyfotos auf sein Reifenprofil lädt, der wird vom bösen Data Devil mißbraucht. (Foto: Schnuffi säuft sich ins Koma)

Ja, Sie haben richtig gelesen! Die Bundesregierung warnt ganz offiziell vor Datenmissbrauch und mahnt, dass wir nicht alles von uns Preis geben sollen. Ich habe mich krumm und kringelig gelacht!! Es warnen uns also genau die Leute, welche jeden Tag unsere Handygespräche abhören, uns filmen und uns wie auch immer ständig überwachen. In Deutschland kann man mittlerweile nicht mal mehr einen Pups lassen, ohne dass das irgendwo registriert wird.

Ich finde das urkomisch, denn das ist genau die Doppelmoral, welche man schon seit Jahren anstrebt. Bei der Bundesregierung ist man nämlich der Meinung, dass nur der Staat das Recht hat, die Bürger auszuschnüffeln und niemand anders. Über den bösen Data Devil steht demnach folgendes geschrieben: Er verlinkt deine Videos wild rund um den ganzen Globus, merkt sich fast all deine Kommentare und Bilder und lauscht heimlich, wenn du öffentlich Geheimnisse ausplauderst. Am meisten freut er sich darüber, wenn du dein Profil nicht auf „Privat“ stellst und achtlos peinliche Bilder von dir hochlädst. Also ich weiß ja nicht, aber wer öffentlich Geheimnisse ausplaudert, der ist nun mal so dumm wie 3 Meter Feldweg, da kann ihm auch der Staat nicht mehr weiterhelfen. Und achtlos peinliche Bilder hochladen? Wie soll das gehen? So was mache ich meist bei vollem Bewusstsein!!

Und weiter im Text über den lieben Data Devil: Er will die persönlichen Daten aller Internet-User bekommen.

Genau das macht der Staat doch auch, oder? Das heißt, der Staat ist eigentlich der böse Data Devil vor dem wir uns schützen müssen. Habe ich das jetzt richtig kapiert, Frau Aigner?

Letztens, zum Beispiel, bin ich durch den neuen Tunnel in meiner Heimatstadt gefahren und habe mich noch ernsthaft gefragt, was diese ganzen Kameras sollen. Die Antwort ist denkbar einfach und wird auch schon an vielen Orten in Deutschland ausgetestet. Kennzeichenüberwachung! Jedes vorbeifahrende Auto wird registriert und gespeichert. Oder wenn Sie auf einem öffentlichen Platz in der Innenstadt spazieren gehen, dann werden Sie dabei mit Argusaugen beobachtet. Entweder wissen das viele Menschen nicht oder es ist ihnen egal.
Doch wer kann mir eigentlich garantieren, dass diese Daten nicht in die falschen Hände geraten?
Dann sind da noch die großen Firmen die mir Kopfschmerzen bereiten, nur weil man bis jetzt nur wenige große Unternehmen dabei erwischt hat, wie Sie massenhaft Daten sammeln, muss das ja nicht heißen, dass die anderen dies nicht tun. Bei der Bahn hat man sich vielleicht nur zu dumm angestellt. Wer weiß das schon genau… Bei einer Sache kann man sich aber hundertprozentig sicher sein. Wenn eine Firma ihre Angestellten ausspioniert, dann ist das definitiv Datenmissbrauch.
Und was tut die Regierung dagegen? Natürlich nichts, denn die sind gerade damit beschäftig meine Schnuffi Bilder aus dem Netz zu löschen, damit die keinen größeren Schaden anrichten.
Ich finde es schön, wenn man sich so um mich sorgt. Danke Frau Ilse Aigner (CSU Ministerin für Verbraucherschutz)!

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Freitag, 5. Juni 2009
Mein Beitrag zur Erforschung der Menschheit
Letzte Woche hatte ich eine wichtige Aufgabe. Ich nahm an einer Sozialstudie teil.

Nun war diese Sozialstudie keineswegs eine offizielle Studie von irgendeiner renommierten Universität oder Klappsmühle. Nein, nein! Ich habe mir diese Studie selbst ausgedacht um meinen Beitrag zur Erforschung, der ach so komplizierten Psyche der Menschen in einer Großstadt, zu leisten.

Ich wollte mich als Leberwurst verkleiden und dann mit stolz geschwellter Leberwurstbrust durch die Straßen wandeln.

Jetzt werden Sie sicherlich wieder denken, ich sei verrückt und außerdem, ist das nichts Besonderes; einfach als Leberwurst durch die Straßen laufen. Das kann doch jeder ausreichend bekloppte Insasse einer geschlossenen Anstalt!
Ich aber sage, es ist was Besonderes, so wie ich das zu vollstrecken plane, denn ich werde mein gesamtes Schauspieltalent in die Rolle einfließen lassen und der Leberwurst eine menschliche Eigenschaft geben, die sie im Grunde nicht verdient.

Ich werde nicht einfach nur mal eben eine Leberwurst sein. Nein! Ich werde eine beleidigte Leberwurst sein!

Schon Wochen vorher bereitete ich mich mental auf mein Projekt vor. Ich aß sie und cremte mich mit Leberwurst ein. Ich putzte mir damit die Zähne und ging mit der kleinen Kalbsleberwurst im Park spazieren. Ich musste eins sein mit der Leberwurst, so denken wie eine Leberwurst und auch so handeln. Bei kritischen Entscheidungen stellte ich mir immer wieder, die gleichen dämlichen Fragen. Was würde die Leberwurst tun? Wie würde die Leberwust handeln?


Die Leberwurst hängt gerne mit ihren Kumpels auf der Wurstplatte rum.

Dann kam der Tag, welcher gleichzeitig den Schlusspunkt meines Projektes darstellte. Ich konnte endlich in mein Leberwurstkostüm schlüpfen und mich auf den Weg in die Innenstadt machen. Ich hatte mir eine mannshohe Papprolle gebaut und diese außen, mit feiner bis grobkörniger Kalbsleberwurst, verziert. Oben hatte ich eine Art runde Kuppel aus Geflügelleberwurst installiert, welche drehbar gelagert war und so meinen Blicken Folge leisten konnte.

In diesem Aufzug betrat ich den Aufzug unseres Hauses, fuhr herab und präsentierte mich der Menschheit. Die Sonne prasselte hernieder und die Leberwurstoberfläche fing an sich zu verflüssigen und einen komischen Geruch abzusondern. Perfekt!

Ich hatte nicht vor auf die Menschen zu zugehen, so wie das immer andere verkleidete Menschen in den Fußgängerzonen dieser Welt taten, um sie von irgendetwas zu überzeugen. Im Gegenteil, die Passanten sollten eher auf mich zugehen, neugierige Fragen stellen und den Kontakt zur Wurst suchen.

Und ich hatte relativ schnell Erfolg, denn schon bald kam eine junge Frau auf mich zu gestürzt. Hastig versuchte sie ihren viel zu großen Schäferhund namens Rexprotz, davon abzuhalten, sie durch die Gegend zu schleifen. Schlitternd und ihre Plateauschuhe auf ein minimales Profil herunter gebremst, kam sie bei mir zum Stehen und ich war froh, dass der süße Rexprotz einen Maulkorb trug.

Hunde sollte ich als Leberwurst unbedingt meiden, also stieg ich in die Straßenbahn. Eine logische Konsequenz, wenn man bedenkt, dass Hunde in Straßenbahnen nicht erlaubt sind. Für Leberwürste galt das zum Glück nicht und so stieg ich in die überfüllte Bahn und quetschte mich zwischen die Menschen. Hier gab es endlich die ersten Leute, welche den unmittelbaren Kontakt zur Leberwurst suchten und als ich dann zum Glück aller Weiterfahrenden die Bahn verließ, klebte immer noch ein kleiner Junge an meinem Rücken. Wobei eine Leberwurst natürlich keinen Rücken hat, aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein, schließlich ist keine Sozialstudie perfekt. Die Mutter des Kleinen folgte mir hysterisch schreiend und ich hatte endlich die Aufmerksamkeit aller im Umkreis von mehreren Metern. Die Mutter entfernte das Kind von meiner runden Oberfläche und beschimpfte mich im Weggehen. Natürlich reagierte ich darauf, wie es das Drehbuch verlangte; ich war beleidigt, wie man es von einer beleidigten Leberwurst gewohnt ist.

Der Vorfall mit dem Kind und der zugehörigen schreienden Frau, hatte nun auch die Ordnungsmacht auf den Plan gerufen. Ein Polizist fragte mich, was ich hier mache, doch ich blieb natürlich stumm. Leberwürste können nicht reden, das weiß mittlerweile jedes Kind. Doch der Polizist blieb stur und nahm mich fest. Ich sah den Zeitungstitel des nächsten Tages schon vor mir, eine Leberwurst in Untersuchungshaft.

Meine Sozialstudie war ein voller Erfolg.

Ich hatte es geschafft, ich hatte die Leberwurst wieder in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Sie ist auf der Wurstbeliebtheitsskala weit nach oben gerutscht und ist mittlerweile auf Platz 2 knapp hinter dem arroganten Schinken.

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Dienstag, 2. Juni 2009
Der Geschichtenerzähler und sein Versuch von Angela Merkel zu träumen
Letzte Woche haben wir gelernt, dass unsere Bundeskanzlerin grundsätzlich keine Alpträume hat. Die Begründung dafür liegt eigentlich schon auf der Hand oder besser gesagt in meinem Kopf, denn Angela Merkel hat keine Alpträume, Angela Merkel ist der Alptraum. Und so versuchte ich von dieser heißen Frau zu träumen oder besser gesagt zu alpträumen!!

Letzte Nacht legte ich mich in mein gemachtes Bett und grunzte friedlich ein. In den Stunden vorher, hatte ich mich mit mehreren Horrorfilmen auf meine Alptraumnacht vorbereitet. Mit Veronica Ferres in „Die Frau, die gelangweilt und rauchend am Checkpoint Charlie rumsteht.“, der Tränendrüsenvergewaltiger schlechthin, stimmte ich mich schon mal thematisch ein. Danach ging es weiter mit den schlechtesten Highlights aus 10 Jahren Bundestag von 1990 bis 1992 (Es sind zwar nur zwei Jahre, aber es kommt einem so vor wie zehn).
Desweiteren entfernte ich vorsichtshalber den indianischen Traumfänger, das ist eine Art Spamfilter für Träume, aus dem Fenster und stellte ihn in den Kühlschrank. Nun war ich bereit für meine Alptraumnacht mit Angela Merkel.

Die Babywerwölfe hatten die Welt übernommen und waren gerade dabei auf den Mond zu fliegen. Ich war der letzte Mensch auf der Erde und hatte mich schlauerweise auch als Babywerwolf verkleidet. Doch dann wurde ich entdeckt und…

Schweißtrocken wachte ich auf und hörte laut und deutlich, dass mein Herz nicht mehr schlug. Mist, das war der falsche Alptraum. Ich muss mich besser konzentrieren. So ein zielgerichteter Alptraum kann ganz schön anstrengend sein.

Ich bin Pizzalieferant und saß gerade im Donatellos, als die Chefin mich rief. „Die Bundeskanzlerin ist am Telefon und will mit dir reden.“. Ich nahm ihr den Hörer ab und ging damit in die Küche, denn es war ein schnurloses Telefon. Die Kanzlerin wollte, dass ich ihr eine Pizza ins Kanzlerinnenamt liefere. Nach Berlin. Ich fragte Sie warum ich das unbedingt machen muss und ob es nicht auch in Berlin Pizzadienste gäbe. Schließlich sind es von Niederärgerniss bis ins Kanzlerinnenamt 524 Kilometer…

Immer noch schweißtrocken, wachte ich auf. „Juhuu endlich der richtige Traum.“, frohlockte ich und schnappte mir einen Notizzettel und notierte mir die aktuelle Traumlage.

„…Das ist ganz schön weit weg Frau Merkel.“, erklärte ich dem schnurlosem Telefon. Ich sollte es als einen Auftrag ansehen, von wichtiger und vor allem nationaler Bedeutung, antwortete Angela. Ich fuhr also nach Berlin und betrat das Kanzleramt. Ein viel zu netter Mann kam mir entgegen und sagte mir: „Sie werden schon, im nicht ganz kreisrunden, ach nennen wir es einfach ovalen, Büro erwartet.“

Ich ging in das nicht ganz kreisrunde, ach nennen wir es einfach ovale, Büro und ein Schauder lief mir über den Rücken an den Beinen entlang und volle Kanne in die schönen rumänischen Designerschuhe hinein. Was für eine Sauerei, denn an dem Schreibtisch der Kanzlerin saß nicht die Kanzlerin.
Nein Nein! Das wäre ja viel zu einfach und überhaupt nicht lustig gewesen...

An dem Tisch der Kanzlerin saß ein kleiner, niedlicher Babywerwolf: „Du denkst wohl du kannst uns Babywerwölfen entkommen und einfach etwas anderes alpträumen.“, sagte der Kanzlerbabywerwolf, „Ich habe nur meine Stimme verstellt und mich als Angela Merkel ausgegeben. So und jetzt gib die Pizza her. Ich hoffe ihr habt genug Analogkäse drauf gestreut.“
Der kleine Babywerwolf rückte seine Windel zurecht und watschelte mir entgegen.
„Halt!“, sagte ich, „Du meinst ich habe den ganzen Alptraum umsonst geträumt? Die ganzen langweiligen Stunden auf der Autobahn mit diesem beschissenen Autoradio, was immer nur ein Lied abspielen konnte. Mittlerweile kann ich Cherie Cherie Lady innen und außenwendig und habe Dieter Bohlen mehr als einmal den langsamen und grausamen Tod gewünscht.“
Der Kanzlerbabywerwolf fraß die Pizza und grinste vergnügt. „Du wolltest doch einen Alptraum, also beschwer dich nicht!“

Frustriert verließ ich das ovale Büro und trat dem Jürgen Trittin voll in die Eier, weil er da gerade zufällig rumstand. „Das ist dafür, dass Sie das Dosenpfand eingeführt und mich in die Irre geführt haben. Ich dachte mit Dosen meinten Sie Frauen, die man, wenn Sie einmal langweilig geworden sind, zurückgeben kann und dafür Geld bekommt.“ Der Trittin die Eier bekam dem Jürgen nicht besonders gut, dass war mir aber vollkommen egal, denn ich war schon längst wieder wach.


Irgendwann schaffe ich das bestimmt von Angela Merkel zu träumen und dann werde ich das hier auch veröffentlichen. For sure Werwolfbaby!

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Donnerstag, 28. Mai 2009
One day in Greenpeace
Als ich vor ein paar Monaten früh aufstand und aus dem Fenster schaute, sah ich die hübsche Nachbarin, wie sie sich nackt im Sonnenstuhl räkelte. Lüstern dachte ich daran, die Umwelt zu retten.

Ich muss ja wirklich gestehen, ich hatte bis dahin noch nie viel für die Umwelt getan. Schon wenn ich an meinen damaligen CO2 Fußabdruck denke. Jahrelang stapfte ich wie Bigfoot rücksichtslos durch die Gegend und heizte die Erde auf. Das Leben auf großem CO2 Fuß war einfach und komfortabel, bis sich mein Leben komplett änderte.

Ich lief eines Tages schlecht gelaunt durch die Fußgängerzone unserer hässlichen Stadt und mir sprang eine atemberaubend gutaussehende Frau entgegen. Sie fragte mich ob ich die Umwelt retten will und ich fragte Sie ob Sie mich heiraten will. Eine ehrliche Frage erfordert eben auch eine ehrliche Gegenfrage. Sie antwortete mit "mal sehen" und erklärte mir, dass Sie nur auf Typen steht, die die Umwelt retten.

Sofort willigte ich ein und hätte Sie von mir verlangt, dass ich mit einem kleinen Dreirad durch einen Feuerreifen springen soll. Ich hätte es getan. Doch zum Glück sind Feuerreifen alles andere als Umweltfreundlich.

Die Frau hieß Nadine und war von Greenpeace und ab sofort war ich auch von Greenpeace. Sie erklärte mir, dass ich erstmal meinen CO2 Ausstoß verringern sollte. Jeden Tag stieß ich mehrere Kilo CO2 aus, hatte mir Nadine gesagt und das sollte ich ändern.
Habt ihr gewusst, dass dieses bescheuerte CO2 mittlerweile überall rumschwirrt? In der Luft, im Wasser und sogar in mir drin. Ich ekelte mich an. Ich zerstörte die Gletscher in Neu Guinea und überschwemmte die Eisbären in der Antarktis. Das musste aufhören, sofort und außerdem wollte ich ja Nadine heiraten.
Nadine war so eine hübsche Frau und stoß nach ihrer eigenen Überzeugung nur ein halbes Kilo CO2 aus, über den ganzen Tag verteilt. Sie war eine Heldin.

Sofort rannte ich in das nächste Kaufhaus und besorgte mir eine Waage. Ich wollte es genau wissen. Als ich dann zu Hause war und ich mich auf die Waage stellte, kam die peinliche Ernüchterung. Es war viel schlimmer als ich dachte. Ich wog 76 Kilo CO2 und das den ganzen Tag lang.

Wie konnte ich die Umwelt jahrelang mit meinem CO2 belästigen und die Welt aufheizen? Ich war ein schlimmer Mensch und noch lange nicht Nadines Typ.

Am nächsten Tag gestand ich der Greenpeace Nadine mein Gewichtsproblem und fragte sie wie ich abnehmen kann. Ich wollte eine CO2 Diät machen und die Leute von Greenpeace, waren die einzigen die mir helfen können, sagte die tolle Nadine.

Also ketteten wir uns ein paar Tage später auf die Gleise. Was für eine grandiose Idee, dachte ich mir. Sich von einem Zug überfahren lassen und dadurch abnehmen. Doch der Zug fuhr leider nicht über uns drüber, sondern bremste vorher. Die Polizei schnallte uns los und ich protestierte lautstark. Ich schrie, dass ich von den CO2 Weight Watchers war und der Zug endlich drüber fahren soll.
Die Polizei erklärte mir dann, dass ich durch meinen Protest nur noch mehr CO2 produziere bzw gegen Atomkraftwerke protestiere, die ja eigentlich dazu da sind CO2 einzusparen. Weiterhin verbraucht der stehende Zug Unmengen an Diesel und die tausend Polizisten mussten alle mit dem Auto hergefahren werden. Dabei hatte er ja noch vergessen zu sagen, dass wir ja auch noch mit dem Auto hergefahren sind.
Ich hatte an diesem Tag so viel CO2 produziert wie normalerweise in zehn Jahren.

Ich war stinksauer auf Nadine, als sie mir erklärte, dass Gewisse Handlungen ihrer Bewegung nicht immer ganz richtig sind aber auf lange Sicht doch wirkungsvoll. Doch diese Begründung reichte mir nicht.

Ich stieg aus und trennte mich von Greenpeace und auch von Nadine. Ich will die Umwelt in Zukunft lieber auf unparadoxe Weise retten!!

Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie das geht...

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Montag, 18. Mai 2009
Warum wir alle an etwas glauben und nichts wissen
Es gibt immer mehr Leute, die behaupten, diese ganze virtuelle Welt bestehend aus Internet, Computerspielen oder Fernsehen, sei gefährlich. Weil sie nicht die echte Welt ist. Die sogenannte Realität.

Wer so etwas behauptet ist natürlich dümmer als die Polizei es jemals erlauben würde, denn eine virtuelle Welt gibt es doch schon immer. Wir leben darin, jeden Tag, jede Sekunde.

Nehmen wir doch mal unseren Hauptsinn her, das Sehen. Ich schaue zum Beispiel auf ein Glas Wasser welches halb voll ist. Das Glas kann ich nur sehen weil ein paar weit gereiste Lichtstrahlen (immerhin kommen die von der Sonne) auf mein Glas treffen, dort reflektiert werden und dann weiter in mein Auge fliegen. Wenn sie dann einmal im Auge angelangt sind, wird es erst richtig spannend. Die Lichtstrahlen gehen durch das Auge durch und treffen hinten auf die Netzhaut. Der Lichtstrahl enthält nur eine einzige Information und zwar welche Farbe er hat. Den Rest, also Entfernung, Farbe oder die Geometrie unseres halbvollen Wasserglases spinnt sich unser Gehirn, aus den Milliarden von Lichtstrahlen, die permanent unser Auge erreichen, zusammen. Die Netzhaut wandelt die Lichtinformationen in elektrische Signale um und schickt sie ins Gehirn, wo dann das Bild berechnet wird. Das Bild was wir dann zu sehen bekommen ist aber auch nur virtuell.

Eigentlich kann ihnen niemand garantieren, dass das echt ist was Sie sehen, riechen oder schmecken. Schließlich ist es alles nur eine Interpretation unseres Gehirns. Wer diese Tatsache schon akzeptiert hat, der kommt nicht umhin sich zu fragen, wer uns garantieren kann, dass es nicht noch andere Wesen um uns herum gibt, die wir aber einfach nicht detektieren können? Es gibt ja schon bekannte Formen von Energie, welche wir nicht direkt spüren können, sondern nur ihre Auswirkungen, wie zum Beispiel Magnetismus. Der ist für uns unsichtbar, obwohl das Wort unsichtbar in diesem Zusammenhang völlig falsch ist, weil wir mit unserem Auge sowieso nur Lichtinformationen aufnehmen können. Magnetismus ist nicht wahrnehmbar. Warum soll es dann nicht noch andere Dinge geben, die wir nicht wahrnehmen?

Am lustigsten finde ich die Leute die jeglichen Glauben völlig ablehnen und nicht verstehen können, wie Menschen an etwas glauben können, was unsichtbar ist. Dabei glauben diese Leute auch an etwas. Nämlich an das was sie sehen. Doch es wird ihnen nie jemand beweisen können, dass es die Dinge wirklich gibt, die sie mit ihren 5 popligen Sinnen wahrnehmen. Schon wenn ihnen das ein Wissenschaftler erklärt, dass die Welt real ist, ist die Information die der Wissenschaftler erklärt, alles andere als real. Sie kommt ja von ihrem Hirn und ist nur virtuell.

Wenn mir also in Zukunft jemand weismachen will, es ist dumm an einen Gott zu glauben, dann erkläre ich ihm, dass es noch viel dümmer ist, nur an das zu glauben, was uns unser Gehirn vorgaukelt. Nur weil in einem Glas Wasser keine Fische schwimmen, kann man ja nicht darauf schließen, dass es im Ozean auch keine Fische gibt.

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