Montag, 15. Juni 2009
Heribert und seine Kontaktlinsen Die Blogonovela Teil 7
Zum besseren Verständnis, sollte man sich vielleicht den Teil 6 durchlesen. Sie können es aber auch sein lassen... Ich will ihnen hier nix vorschreiben!

Heribert ist ein 25 jähriger Mann, der mit seiner Großmutter und seinem Onkel auf dem Bauernhof lebt. Von dort aus berichtet der Geschichtenerzähler aus seinem skurrilen Leben:

Es war einmal ein junger Mann, der hieß Heribert. Er lebte auf dem Bauernhof seiner Großmutter und er glaubte ganz fest daran ein Superheld zu sein.
„Ich bin Spiderman Herbert!“, sagte Heribert, währenddessen sein Kumpel Herbert, dessen Hintern mit Niveau Creme, die Creme für Leute mit Niveau, einschmierte. Ein paar Minuten zuvor hatte sich Heribert mit Nikotini, der zigarettenabhängigen Ziege des Bauernhofs, angelegt und man konnte die Spuren der Hörner noch deutlich erkennen.
„Ist das nicht schwuuhuul, was wir hier machen Heriiihiiibert?“, fragte Herbert besorgt.
„Vorgestern wäre es noch schwul gewesen, aber jetzt habe ich doch eine Freundin. Da darf man sich von seinem besten Kumpel den Hintern eincremen lassen und in ein hautenges Spiderman Kostüm schlüpfen. Und man darf schlüpfen, anstatt anziehen sagen.“, erklärte Heribert stolz.
„Giiihiiilt das auch für mich?“, fragte Herbert.
„Nö!“, Heribert lachte sich schlapp als Herbert seine Hände wegzog, als ob er eine Herdplatte eingecremt hätte.

Aus alten Stoffresten hatte sich Heribert am Vormittag ein Spidermankostüm genäht.
„Du siehiiihst aus wie eine Voooohooogelscheuche auf Amphetaminen!“, meinte Herbert kritisch.
„Ach komm du bist doch nur neidisch!!“, gab Heribert barsch zurück und versuchte wieder einmal erfolglos eine Spinnwebe auf seinen Kumpel abzufeuern. Die Superheldenkräfte ließen sich wirklich lange Zeit, dachte sich Heribert, und er ließ sich dennoch nicht von seinem Glauben abbringen, ein Superheld zu sein.

Am Nachmittag rief seine neue Freundin Berta an und fragte ihn ob er nicht vorbeikommen wöllte, was Heribert natürlich freudeschreiend bejahte. Er setzte sich als Co Pilot auf Herberts Rosinante, ein altersschwaches Moped und die beiden düsten ins Nachbardorf.

Berta wohnte ebenfalls auf einem Bauernhof und Sie wartete schon am Fenster, als die beiden in den Innenhof knatterten: „Hallo Heribertchen! Komm rauf!“, sagte Berta.
Heribert konnte es kaum erwarten seine Geliebte zu besuchen und so stellte er sich an die Außenwand des Hauses, direkt unter Bertas Fenster: „Warte hier Herbert! Ich komme in drei Stunden zurück!“, sagte er und versuchte die Außenwand zu besteigen. Schließlich war er ja ein Superheld und die benutzen bekanntlich nie die Treppe.

Am Anfang klappte die Kletterpartie auch noch ganz gut, denn er konnte sich am Weinstock, welcher die Außenmauer zierte, festhalten. Doch als er fast schon am Ziel war, gab der Wein nach und Heribert landete, wie ein Marmeladentoast, mit dem Gesicht nach unten im Dreck. Die Kontaktlinsen fielen heraus und Heriberts Superheldendasein legte sich schneller als der aufgewirbelte Staub um ihn herum.
„Heeeerrrbert!!“, schrie Heribert enttäuscht, „Ich bin gar kein Superheld. Ich habe nur vergessen meine Kontaktlinsen vor dem Schlafengehen zu entfernen.“
Heribert war am Boden zerstört. Körperlich und seelisch. So sehr hatte er sich gewünscht ein Superheld zu sein. Sein Leben hatte endlich einen Sinn gehabt doch jetzt war alles wieder so wie vorher.

Berta eilte zu ihm herunter. „Wie siehst du denn aus, mein armes Hodenbacher Wurstamselchen?“.
Heriberts hautenges „Vogelscheuche auf Speed“ Kostüm hatte sich an mehreren Stellen verabschiedet und Berta küsste die kleinen Wehwehchen weg.

Heriberts Leben hatte sich also doch geändert. Nur hatte er dies durch sein kurzes und vor allem schmerzhaftes Superheldendasein, völlig verdrängt. Er hatte jetzt endlich eine Freundin und einen neuen Lebensabschnitt.

Happy End!!

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Sonntag, 14. Juni 2009
Heribert und seine Kontaktlinsen die Blogonovela Teil 6
Heribert ist ein 25 jähriger Mann, der mit seiner Großmutter und seinem Onkel auf dem Bauernhof lebt. Von dort aus berichtet der Geschichtenerzähler aus seinem skurrilen Leben:

Heribert wachte auf und blickte auf die rosa Elefanten an der Zimmerdecke. Am Abend davor hatte er ein nettes Mädchen kennengelernt und nun war sein Bauch ganz furchtbar aufgebläht. Denn darin schwirrten ganz viele Schmetterlinge herum, zumindest hatte er es gelernt, sich dieses Gefühl so vorzustellen. Es könnten ja auch nur Eintagsfliegen sein und am nächsten Tag ist alles wieder so trostlos wie immer.

Heribert rollte sich aus seinem Bett und setzte sich die Brille auf. Und dann geschah es. Sein Traum ist endlich in Erfüllung gegangen. Er sah seine Umgebung unscharf und wusste sofort, was dass bedeuten musste. Irgendeine mutige und natürlich auch mutierte Spinne musste ihn gestern auf dem Dorffest gebissen haben und jetzt ist er Spiderman. Und Tatsächlich! Als er seine Brille wieder absetzte konnte er absolut scharf sehen. Alles war genauso wie auf dem Betamax Film, den er sich letztens ausgeliehen hatte.

Jeder normale Mensch würde sofort wissen, dass er am Vorabend einfach nur vergessen hatte die Kontaktlinsen herauszunehmen, doch Heribert wünschte sich so sehr ein Superheld zu sein, so dass jegliches plausibles Denken in diesem Moment aussetzte. Ein folgenschweres Missverständnis!!
Heribert musste ab sofort mit Bedacht vorgehen. Immerhin war er jetzt ein Superheld und er schwor sich, seine Superheldenkräfte nur für gute Zwecke einzusetzen. Doch zuallererst musste er seine Superheldenkräfte ausprobieren. Krampfhaft versuchte er die Spinnenweben aus seinem Arm herauszupressen, doch es kam nichts. Ein bisschen was landete in seiner Hose aber sonst kam wirklich nichts dabei raus. Eigenartig, wahrscheinlich mussten sich die Superheldenkräfte erst noch entwickeln, dachte sich Heribert.

Aufgeregt rief er seinen besten Kumpel Herbert auf dem Handy an und beinahe hätte er verraten, dass er jetzt ein Superheld sei.
„Du bist ein Suuuhuuper was?“, fragte Herbert mit überdeutlichem Sprachfehler.
„Eine Suppe! Ich habe eine Suppe gekocht und du musst sie probieren.“, log Heribert. Zum Glück war sein einfältiger Kollege leicht zu beeindrucken und so versprach er vorbeizukommen.
„Waahaaansinn! Ne Suuuhuuuppe!“, sagte Herbert noch und legte auf.

Bis Herbert kam wollte Heribert noch schnell die Ziege füttern, wobei mit Füttern eher gemeint ist, dass er ihr eine Zigarette und Feuer gab, denn die Ziege war stark nikotinabhängig und wenn sie ihre tägliche Schachtel Malboro Lights nicht bekam, dann konnte sie auch schon mal sehr böse werden.

„Soo Ziege ab sofort werden hier andere Saiten aufgezogen. Ich bin jetzt ein Superheld und du machst jetzt eine Entziehungskur.“, sprach Heribert und Ziege schaute mit ihren dämlichen Glubschaugen zurück. Er gab ihr eine Möhre und die Ziege nahm sie in den Mund wartete darauf, dass er sie am anderen Ende anzündete.
„Nein du blöde Ziege. Möhren muss man essen. Pass auf ich zeig es dir!“, sagte Heribert und nahm der Ziege die Möhre wieder weg und aß sie. Die Ziege strafte diese Tat mit Ungeduld, sie hatte schon seit mehreren Stunden keine Zigarette geraucht und dieser Typ ging ihr langsam auf die Nerven. Heribert nahm die Schachtel Zigaretten und die Ziege versuchte einen Freudenschrei, der aber in einem lauten Husten unterging. Doch als Heribert die Schachtel wegwarf und „Jetzt ist Schluss damit!“ brüllte, brannten bei der Ziege gleich mehrere Sicherungen durch. Sie nahm Heribert auf die Hörner und transportierte ihn durch das Gehege.
In diesem Moment erschien sein Sprachfehlerfreund Herbert und versuchte die Ziege abzulenken, indem er eine Zigarette anzündete und in das Gehege warf.
„Heheheribert! Bist du verrückt. Niehiehiemand legt sich freiwillig mit Nikotini an.“

Heriberts Hintern war grün, blau und auch ein bisschen rosa. Wo waren denn seine Superheldenkräfte wenn man sie braucht?
Fortsetzung folgt dann morgen… Wird Heribert seine Superkräfte weiterentwickeln? Wird die Ziege endlich mit dem Rauchen aufhören?

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Samstag, 13. Juni 2009
Heute mal nur unkreative Nachrichten
Die heutigen "lustigen" Nachrichten sind doof ich weiß, aber irgendwas muss ich ja veröffentlichen...

Ahmadinedschad feiert Erdrutschsieg:

Gestern Abend stand er noch auf dem Erdhügel, doch dann gaben seine Füße nach und er rutschte galant den Erdhügel herunter. Seit diesem Moment feiert der wiedergewählte iranische Präsident Ahmadindschad seinen Erdrutschsieg. „Ich war der erste, der unten war. Die anderen kamen erst viel später an.“, sagte der Präsident und präsentierte sein Loch in der dreckigen Hose. Doch offiziellen Medienberichten zu Folge wird dieser Vorfall innerfamiläre Konsequenzen nach sich ziehen. Ahmadinedschads Mutter Frau Mammadinedschad schimpft über das riesige Loch in der Hose und meinte wortwörtlich: „Der soll mir aber mal nach Hause kommen. Dann gibt’s Prügel.“
Den iranischen Präsidenten stören diese Drohungen jedoch wenig, denn zusätzlich zum Erdrutschsieg konnte er seine Wiederwahl zum Präsidenten feiern.
Mit knappem Vorsprung von gerade mal 29% konnte sich der bekennende Schwulenhasser gegen seinen Widersacher Mussawi durchsetzen. Doch nun werden Stimmen laut, dass der charismatische Antisemit die Wahlen gefälscht hat, um das Rennen um den obersten Posten im Iran für sich zu entscheiden. „Ich habe die Stimmzettel eigenhändig gezählt und es kann sein, dass ich da ein bisschen übermüdet war und… Also der Herr Schröder hat letztens noch zu mir gesagt, dass ich ein lupenreiner Demokrat sei.“, versuchte sich der Präsident zu verteidigen.

Pleiten, Pech und Pannen:

Die Karstadtmutter, Thomas Cook Großmutter und Quelle Tante, Arcandor befindet sich auf ganz dünnem Eis. Wage Vermutungen behaupten ständig, dass da etwas im Busch sei und eine Insolvenz von Arcandor unabwendbar scheint.
Doch wenn Sie glauben, dass jetzt endlich Schluss ist mit diesen bescheuerten Quelle Shops worin sich noch nie ein Kunde verirrt hat, dann irren Sie gewaltig. Die Bundesregierung will diesen riesigen Komapatienten unbedingt am Leben erhalten und hat zusätzlich noch eine gute Möglichkeit gefunden unsere Steuergelder zu verbrennen. Und wenn Sie dann in Zukunft in ihrem Karstadt Kaufhaus einkaufen, dann müssen Sie nochmal bezahlen, denn doppelt hält bekanntlich besser. So funktioniert der Kapitalismus. Man muss nur genügend Arbeitsplätze anhäufen und schon kann man sein Unternehmen gegen die Wand fahren lassen.
Die Geschichtenerzähler GmbH hat zwar keinen einzigen Mitarbeiter aber immerhin, naja sagen wir mal 80000 Arbeitsplätze. (Platz bedeutet ja eigentlich, dass die nicht besetzt sind) Wenn ich jetzt behaupte diese Arbeitsplätze seien gefährdet, dann bekomme ich vielleicht auch einen Milliardenkredit von der KfW. Schließlich ist ja Wahlkampf und im Wahlkampf darf man so etwas. In der restlichen Zeit kann man dann ja wieder sparen aber jetzt muss erstmal die Kohle(die wir ja eigentlich nicht besitzen) rausgehauen werden als gebe es kein Morgen mehr.
Mit den Milliarden kaufe ich mir erstmal ein ordentliches Weblog und ziehe aus dieser Hütte hier aus.

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Freitag, 12. Juni 2009
Der staatliche Data Devil!!
Die Leute von der Bundesregierung sind manchmal richtige Spaßvögel. Kennen Sie den lieben Webman und den bösen Data Devil? Das sind die beiden Protagonisten von Watch Your Web , eine Initiative unserer Regierung. Die haben nämlich Angst um uns junge Webbürger, weil wir ja so schludrig mit unseren Daten umgehen. Wenn ich zum Beispiel ein Foto von meiner Katze namens Schnuffi in das böse Internet hochlade, dann kommt der böse Data Devil und verbreitet das Foto in der ganzen Welt oder macht damit ganz groben Unfug (So genau wollen wir das ja auch gar nicht wissen, oder?)!! Wäre ich nicht so verdammt misstrauisch, würde ich das schon fast für bare Münze nehmen.


Die Bundesregierung warnt: Wer achtlos peinliche Partyfotos auf sein Reifenprofil lädt, der wird vom bösen Data Devil mißbraucht. (Foto: Schnuffi säuft sich ins Koma)

Ja, Sie haben richtig gelesen! Die Bundesregierung warnt ganz offiziell vor Datenmissbrauch und mahnt, dass wir nicht alles von uns Preis geben sollen. Ich habe mich krumm und kringelig gelacht!! Es warnen uns also genau die Leute, welche jeden Tag unsere Handygespräche abhören, uns filmen und uns wie auch immer ständig überwachen. In Deutschland kann man mittlerweile nicht mal mehr einen Pups lassen, ohne dass das irgendwo registriert wird.

Ich finde das urkomisch, denn das ist genau die Doppelmoral, welche man schon seit Jahren anstrebt. Bei der Bundesregierung ist man nämlich der Meinung, dass nur der Staat das Recht hat, die Bürger auszuschnüffeln und niemand anders. Über den bösen Data Devil steht demnach folgendes geschrieben: Er verlinkt deine Videos wild rund um den ganzen Globus, merkt sich fast all deine Kommentare und Bilder und lauscht heimlich, wenn du öffentlich Geheimnisse ausplauderst. Am meisten freut er sich darüber, wenn du dein Profil nicht auf „Privat“ stellst und achtlos peinliche Bilder von dir hochlädst. Also ich weiß ja nicht, aber wer öffentlich Geheimnisse ausplaudert, der ist nun mal so dumm wie 3 Meter Feldweg, da kann ihm auch der Staat nicht mehr weiterhelfen. Und achtlos peinliche Bilder hochladen? Wie soll das gehen? So was mache ich meist bei vollem Bewusstsein!!

Und weiter im Text über den lieben Data Devil: Er will die persönlichen Daten aller Internet-User bekommen.

Genau das macht der Staat doch auch, oder? Das heißt, der Staat ist eigentlich der böse Data Devil vor dem wir uns schützen müssen. Habe ich das jetzt richtig kapiert, Frau Aigner?

Letztens, zum Beispiel, bin ich durch den neuen Tunnel in meiner Heimatstadt gefahren und habe mich noch ernsthaft gefragt, was diese ganzen Kameras sollen. Die Antwort ist denkbar einfach und wird auch schon an vielen Orten in Deutschland ausgetestet. Kennzeichenüberwachung! Jedes vorbeifahrende Auto wird registriert und gespeichert. Oder wenn Sie auf einem öffentlichen Platz in der Innenstadt spazieren gehen, dann werden Sie dabei mit Argusaugen beobachtet. Entweder wissen das viele Menschen nicht oder es ist ihnen egal.
Doch wer kann mir eigentlich garantieren, dass diese Daten nicht in die falschen Hände geraten?
Dann sind da noch die großen Firmen die mir Kopfschmerzen bereiten, nur weil man bis jetzt nur wenige große Unternehmen dabei erwischt hat, wie Sie massenhaft Daten sammeln, muss das ja nicht heißen, dass die anderen dies nicht tun. Bei der Bahn hat man sich vielleicht nur zu dumm angestellt. Wer weiß das schon genau… Bei einer Sache kann man sich aber hundertprozentig sicher sein. Wenn eine Firma ihre Angestellten ausspioniert, dann ist das definitiv Datenmissbrauch.
Und was tut die Regierung dagegen? Natürlich nichts, denn die sind gerade damit beschäftig meine Schnuffi Bilder aus dem Netz zu löschen, damit die keinen größeren Schaden anrichten.
Ich finde es schön, wenn man sich so um mich sorgt. Danke Frau Ilse Aigner (CSU Ministerin für Verbraucherschutz)!

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Empfehlung
Ein Schulkollege ist für ein Jahr nach Japan gezogen um an der Keio University zu studieren. Auf seinem Japan Blog hat er ein paar interessante Geschichten über das Land verfasst.

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Donnerstag, 11. Juni 2009
Heribert auf dem Dorffest Die Blogonovela Teil 5
Herbert startete seine Rosinante, ein klitzekleines himmelblaues Moped und Heribert nahm hinter ihm Platz.

Die beiden wollten in das angrenzende Dorf fahren, denn dort sollte ein superdupermegakrasses Dorffest stattfinden.

Die Sonne ging ganz langsam hinter den Bergen unter und die beiden Kumpels düsten auf der kleinen Rosinante über die Landstraße. Heribert hatte schon mehrere Fliegen zwischen den Zähnen hängen und seine ehemalige Mundflora entwickelte sich zur Mundfauna. Doch das hielt ihn noch lange nicht von seinem Dauerlächeln ab. Heribert liebte Dorffeste und der Gedanke daran, wie er bald ein paar heiße Dorfschnitten aufreißen würde, versüßte ihm die Fahrt.
Herbert parkte sein Perpedes Mobile und Heribert machte sich Gedanken, was er als erstes machen könnte. „Was machen wir zuerst?“, fragte er schließlich, denn vor lauter Aufregung kam er einfach nicht auf ein Ergebnis.
„Vielleicht eine Runde Hühüüüünerschreck zum Warmwerden?“, fragte Herbert. Doch Heribert war schon längst losgerannt, um ein paar Hühner durch die Gegend zu jagen. Das Spiel Hühnerschreck war wohl eher für die kleinen Besucher gedacht und nicht für den 25 jährigen Heribert. Und so kam es, wie es eben immer passieren muss, Heribert stolperte über ein Küken, fiel der Höhe nach hin und verlor natürlich, Sie ahnen es wahrscheinlich schon, seine Kontaktlinsen.
Für viele Menschen war Heribert vielleicht ein dämlicher Dorftrottel, aber immerhin lernte er aus seinen zahlreichen Fehlern. Und so hatte er diesmal ein paar Ersatzkontaktlinsen in der Hinterhand. Mit dreckigen Händen schraubte er die Linsen rein und hatte ab sofort wieder glasklare Sicht.

Heribert sang für sein Leben gern und so rannte er gemeinsam mit einem aufgescheuchten Huhn zur Karaoke Bühne rüber. Bis jetzt konnte nur die Dusche von seinem Gesangstalent ein Lied singen und Heribert war nun bereit das zu ändern. Die Hodenbacher Wurstamseln, eine über mehrere Meter bekannte Boygroup aus Klein Winzignau, haben ihre besten MP3 Songs auf Cassette herausgebracht und Heribert wollte das Titellied singen. „Liebe im Kuhstall“ hieß es und Heribert nahm das Mikrofon in die Hand und betrat die Bühne. Herbert hatte ihn Sekunden vorher eindringlich gewarnt: „Tuuuhuuu es liehiiiber nicht, sonst kriegst du nur wieder paar aufs Maauuhaauuul!“, brüllte Herbert, doch Heribert wollte nicht hören.
Heribert wusste nicht mehr wie viele Leute ihn beschimpft und etwas geworfen haben, denn schon der erste Stein traf sein Ziel und versetzte ihn in Ohnmacht.

Als er ein paar Minuten später erwachte, schaute er in ein wunderhübsches Gesicht.
„Hallo ich bin Berta. Geht’s dir gut?“, fragte das hübsche Gesicht und Heribert konnte zuerst nicht antworten. „Bibist du ein Engel?“, fragte er, denn er glaubte er sei tot.
„Neeee. Du stinkst ausm Mund wie ein Pfandautomat kurz vor der Routinesäuberung. Aber ich mag die Hodenbacher Wurstamseln…“, sagte die blonde Frau und lächelte. Sie half ihm hoch und führte ihn zum Platz. Was auch immer diese Frau geritten haben möge, anscheinend mochte sie ihn. Ihn den Frauenschreck schlechthin, den weltbesten Antiwomenizer. Schlagartig schossen Heribert die Schmetterlinge in den Bauch und er musste leicht pupsen. Berta grinste vergnügt und nannte ihn einen süßen Pupsbären.
„Oh, hat der Heribert ein neue Freuheuuundin? Hast du denn schon mit der rauchenden Ziehieege Schluss gemacht?“, fragte Herbert eifersüchtig.

Wie es weiter geht erfahren Sie beim nächsten Mal. Wird Heribert seine neue Freundin wieder verlieren? Wird Herbert seinen Sprachfehler verlieren? Wird die Ziege ihren Tabakkonsum einschränken? Viele unspannende Fragen!!

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Dienstag, 9. Juni 2009
Heriberts stinklangweiliges Leben auf dem Bauernhof die Blogonovela Teil 4
Heribert war manchmal ein richtiger Tollpatsch. Sein Penis lag noch schlaff in der Hand als ihn seine Großmutter am Morgen, schlafend auf der Couch entdeckte. Sexualität hatte auf dem Bauernhof der Großmutter nichts zu suchen und so kippte sie einen ganzen Eimer kaltes Wasser über ihren heißgeliebten Enkelsohn.

Heribert kämpfte gegen die Riesenkaninchen mit einer drei Meter langen Riesenmöhre mit Erdbeergeschmack. Er musste die holde Jungfrau vor dem 42%ig sicheren Tod retten doch dann wurde sie weggeschwemmt und Heribert dachte sich noch: „Zum Teufel! Wo kommt denn das viele Wasser her? Wir sind doch in der Riesenkaninchenwüste!“ Dann wachte er auf und der Traum verschwand und nur das Wasser blieb übrig.

Heribert schaute seiner Großmutter in die Augen, hielt ihren finsteren „Ich weiß was du gestern Abend vor dem Fernseher getan hast.“-Blick jedoch keine weitere Sekunde aus und starrte lieber an die mit lustigen Schäfchenwolken verzierte Zimmerdecke.

„Möchtest du denn unbedingt blind und dumm werden?“, fragte die Großmutter rhetorisch.

„Und möchtest du lieber, dass ich was mit der zigarettenabhängigen Ziege anfange?“ fragte Heribert angespitz zurück und drehte die peinliche Situation in ein noch peinlicheres mexikanisches Unentschieden. Denn mit der letzten Aussage traf er Großmutters wunden Punkt. Natürlich rauchte die Ziege eine Packung Zigaretten am Tag und wurde aggressiv, wenn sie keine bekam. Doch noch viel schlimmer ist die Tatsache, dass Heriberts Onkel schon seit drei Jahren eine Beziehung mit einem Schaf unterhielt.

Heribert watschelte mit hängendem Kopf auf sein Zimmer und schaute sehnsüchtig aus dem Fenster. Der Onkel tollte mit den kleinen Lämmern seiner „Freundin“ herum und Heribert hatte große Lust, auf die Wiese zu gehen und ihm zu sagen, dass er niemals der Vater von den Lämmern sein kann, und dass seine Freundin mehr als einmal fremd gegangen ist. In Wirklichkeit war er aber eher neidisch auf die Glückseligkeit seines Onkels.

Am Nachmittag kam sein bester Kumpel Herbert vorbei und beobachtete Heribert beim Füttern der Ziege. „Coohool! Seit wann habt ihr denn ne rauhauchende Ziehiiiiege?“, fragte Herbert erstaunt, was man daran erkennen konnte, dass er wieder mal eine Menge Wörter sinnlos in die Länge zog.


Rauchen gefährdet die Gesundheit ihrer Ziege. Schaunse mal wie krank die schon guckt!!

„Die haben wir damals auf dem Jahrmarkt gewonnen. Doch seitdem die Zigarettenpreise so stark gestiegen sind, ist die Ziege eher ein Verlustgeschäft. Dabei soll der nikotinhaltige Ziegenkäse wunderbar dabei helfen mit dem Rauchen aufzuhören.“, erklärte Heribert stolz.
„Warum gebt ihr der Ziiieeehiiige nicht einfach ihren Käääähäääse, damit sie mit dem Rauchen aufhört.“
„Manchmal frage ich mich, ob dein Kopf nicht doch nur aus Stroh besteht, Herbert. Wenn wir der Ziege nur noch ihren Käse geben und keine Zigaretten mehr, ist doch irgendwann kein Nikotin im Käse vorhanden und dann dreht sie wieder durch und haut alles kurz und klein.“
„Ahhhchssooo, ja stimmt auch wiehiiieder! Dann müsst ihr eben einer anderen Ziehiiiige das Rauhaauuuchen beibringen, damit die dann die Kähähähäse Produkssssiooon übernehmen kann.“
„Womit wir dann zwei nikotinabhängige Ziegen hätten. Tolle Idee, Herbert, wirklich!“, sagte Heribert genervt und gab der Ziege Feuer.
„Na gut, egal. Eigentlich wollte ich dich nur fragen, ob du heute mit auf das Dorffest im Nachbardorf kommst. Ich habe gehört, da soll es eine Menge Määähäädels geben.“, gluckste Herbert vergnügt.

Fortsetzung folgt dann morgen…

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Der Geschichtenerzähler im Cartoon?
Ja genau so ist es. Wer den Geschichtenerzähler mal in einem Cartoon sehen will, der muss sich ganz schnell auf den Weg zum Herrn Jojo Beetlebum machen. Vorgestern schrob ich noch, dass ich mich mit Gewalt und fieser Gemeinheit zwischen die beiden gequetscht habe. Mittlerweile wissen wir aber, was das für einen Sinn hatte... Ich wollte unbedingt mit aufs Bild!!!

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Montag, 8. Juni 2009
Europawahl Teil 2: Deutsche Sozialdemokratie - Ein Nachruf
Die Europawahl ist für fast alle Parteien, denkbar gut ausgegangen. Besonders bei der SPD freut man sich über das historische Wahlergebnis. „Wir dachten ja schon an 1 bis 2 Prozent, aber anscheinend gibt es da draußen immer noch ein paar Leute, die so blöd sind und uns vertrauen. Wir werden natürlich alle Hebel in Bewegung setzen, dass es bei der Bundestagswahl noch weniger Stimmen werden.“, sagte der Außenminister Frank Walter Steinmeier. Die 20,8 Prozent hatte man zuletzt im Jahre 1933 unterboten, nur damals hatte man ja noch den Hitlerbonus, mittlerweile liegt es aber wohl doch an der SPD selbst. Wenn man als sozialdemokratische Partei jahrelang unsozialdemokratische Politik fabriziert, dann ist ein Wählerschwund die einzig logische Konsequenz, darüber sind sich mittlerweile sogar 2 bis 3 Politikexperten einig.

Mit Freudentränen in den Augen denken wir an die sozialdemokratischen Meisterleistungen der letzten Jahre. Jeden Montag stehen wir auf den Marktplätzen Deutschlands und demonstrieren gegen Hartz 4. Durch Minijobs die auch nur ein Minigehalt nach sich ziehen, haben wir ja genug Freizeit und Frust dafür. Gemeinsam haben wir sozialdemokratischen Biosprit getankt und damit die ein oder andere Lichtung im Regenwald geschaffen oder einem Kind in der dritten Welt das Essen weggenommen, damit wir mit unserem SUV ökologisch über die Autobahn donnern können. Sozialdemokratie muss sich wieder lohnen, wollte man uns weis machen, doch das einzige was sich lohnt, ist nicht die SPD zu wählen.
Schröder, Müntefering, Steinmeier- werden in die Geschichte eingehen, als die Männer, welche die Sozialdemokratie zu Grabe getragen haben. (Der letzte Satz hat mir wirklich weh getan)

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