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Captain Aldi sucht einen Nichtjob
dergeschichtenerzaehler, Sonntag, 28. Juni 2009, 19:00
Ich habe schon lange nicht mehr von dem Mann berichtet, der auf der Gesellschaftstreppe auf der untersten Stufe steht.
Die Rede ist von Captain Aldi. Seinen Spitznamen hat Captain Aldi durch seine äußere Erscheinung bekommen. Als er vor ein paar Jahren arbeitslos wurde hat er sich aus Protest eine Alditüte über den Oberkörper gezogen und präsentiert sich damit der staunenden Öffentlichkeit.
Captain Aldi musste nur lachen über die Neuen. Die neuen Arbeitslosen die sich nun scharenweise im Arbeitsamt melden mussten. Die Finanzkrise hatte sie zuhauf ins Amt gespült.
Er saß auf seinem Stuhl und wartete darauf, von seiner Sachbearbeiterin aufgerufen zu werden. Währenddessen schaute er in die neuen Gesichter. Gesichter voller Hoffnung, aber auch voller Angst vor der Zukunft. So hatte er damals auch aus der Wäsche geguckt. Mittlerweile brauchte er keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben. Eine Zukunft hatte er schon lange nicht mehr.
Als er das erste Mal hier war, wollte man ihm noch weis machen, dass es nicht so schlimm sei arbeitslos zu sein. Man hatte ihm die Hoffnung auf ein baldiges Ende gemacht. Und so schlimm kam es dann ja nun wirklich nicht. Seinen Frust über das verlorene Haus, über die verlorene Familie und über seinen verlorenen Stolz, konnte er ja zum Glück in Bier ersäufen.
Die Sachbearbeiterin holte ihn in ihr Zimmer.
„So, Herr Aldi! Ich habe ihnen doch schon mehr als einmal gesagt, dass sie an ihrem Äußeren arbeiten müssen.“, bemängelte die Sachbearbeiterin.
„Wieso? Was gefällt ihnen denn nicht an meinem Äußeren? Ich bin ein gebrochener Mann, ein stinkender Asozialer, der dem Staat auf der Tasche liegt und seinen Tag damit verbringt vor dem Fernseher zu sitzen und Bier zu trinken. Sie haben doch selbst gesagt, man sollte durch seine Kleidung ausdrücken, was man ist. Schauen Sie! Das bin ich!“, sagte Captain Aldi und musste grinsen. Mit dieser entwaffnenden Antwort hatte sie nicht gerechnet.
„Wenn Sie so weiter machen, bekommen Sie nie ein Jobangebot, Herr Aldi!“
„Ha, ha! Sie haben wohl heute früh einen Clown gefrühstückt. Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass ich einen Job bekommen kann. Langsam glaube ich ja, Sie lassen mich hier nur antanzen, um mich weiter zu demütigen. Das können Sie vielleicht den Neuen da draußen erzählen, aber nicht mir. Ich weiß ja, dass Sie uns immer wieder die Ohren vollheulen müssen, damit wir nicht den Sturm auf die Bastille wagen. Und Sie können wirklich froh sein, dass die meisten ihren Worten Glauben schenken. “
„Aber, Herr Aldi! Jetzt hören sie auf so negativ zu sein. Wenn Sie ein bisschen kooperativer wären, dann hätte ich einige gute Jobangebote für Sie.“
„Ach, sind wieder ein paar neue Sklavenjobs reingekommen? Was haben Sie denn diesmal? Erzählen Sie! Ich bin ganz Ohr. Vielleicht kann ich ja wieder als Leiharbeiter am Band arbeiten, damit Sie die Festangestellten feuern können. Ich frage mich ja, wie Sie, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, jeden Tag den Leuten die gleiche Scheiße ums Maul schmieren können…“ , sagte Captain Aldi, warf seinen Stuhl um und ging.
Vor dem Arbeitsamt hatte er sein kleines Wildschwein angebunden und nahm es mit.
„Weißt du was, Borsti?“, so hieß das kleine Wildschwein, „Diese Gesellschaft geht bald vor die Hunde. Bald gibt es so viele von meiner Sorte und dann machen wir eine Revolution.“
Captain Aldi und sein Schwein stiegen in die Straßenbahn und fuhren stinkend nach Hause…stinksauer!
Die Rede ist von Captain Aldi. Seinen Spitznamen hat Captain Aldi durch seine äußere Erscheinung bekommen. Als er vor ein paar Jahren arbeitslos wurde hat er sich aus Protest eine Alditüte über den Oberkörper gezogen und präsentiert sich damit der staunenden Öffentlichkeit.
Captain Aldi musste nur lachen über die Neuen. Die neuen Arbeitslosen die sich nun scharenweise im Arbeitsamt melden mussten. Die Finanzkrise hatte sie zuhauf ins Amt gespült.
Er saß auf seinem Stuhl und wartete darauf, von seiner Sachbearbeiterin aufgerufen zu werden. Währenddessen schaute er in die neuen Gesichter. Gesichter voller Hoffnung, aber auch voller Angst vor der Zukunft. So hatte er damals auch aus der Wäsche geguckt. Mittlerweile brauchte er keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben. Eine Zukunft hatte er schon lange nicht mehr.
Als er das erste Mal hier war, wollte man ihm noch weis machen, dass es nicht so schlimm sei arbeitslos zu sein. Man hatte ihm die Hoffnung auf ein baldiges Ende gemacht. Und so schlimm kam es dann ja nun wirklich nicht. Seinen Frust über das verlorene Haus, über die verlorene Familie und über seinen verlorenen Stolz, konnte er ja zum Glück in Bier ersäufen.
Die Sachbearbeiterin holte ihn in ihr Zimmer.
„So, Herr Aldi! Ich habe ihnen doch schon mehr als einmal gesagt, dass sie an ihrem Äußeren arbeiten müssen.“, bemängelte die Sachbearbeiterin.
„Wieso? Was gefällt ihnen denn nicht an meinem Äußeren? Ich bin ein gebrochener Mann, ein stinkender Asozialer, der dem Staat auf der Tasche liegt und seinen Tag damit verbringt vor dem Fernseher zu sitzen und Bier zu trinken. Sie haben doch selbst gesagt, man sollte durch seine Kleidung ausdrücken, was man ist. Schauen Sie! Das bin ich!“, sagte Captain Aldi und musste grinsen. Mit dieser entwaffnenden Antwort hatte sie nicht gerechnet.
„Wenn Sie so weiter machen, bekommen Sie nie ein Jobangebot, Herr Aldi!“
„Ha, ha! Sie haben wohl heute früh einen Clown gefrühstückt. Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass ich einen Job bekommen kann. Langsam glaube ich ja, Sie lassen mich hier nur antanzen, um mich weiter zu demütigen. Das können Sie vielleicht den Neuen da draußen erzählen, aber nicht mir. Ich weiß ja, dass Sie uns immer wieder die Ohren vollheulen müssen, damit wir nicht den Sturm auf die Bastille wagen. Und Sie können wirklich froh sein, dass die meisten ihren Worten Glauben schenken. “
„Aber, Herr Aldi! Jetzt hören sie auf so negativ zu sein. Wenn Sie ein bisschen kooperativer wären, dann hätte ich einige gute Jobangebote für Sie.“
„Ach, sind wieder ein paar neue Sklavenjobs reingekommen? Was haben Sie denn diesmal? Erzählen Sie! Ich bin ganz Ohr. Vielleicht kann ich ja wieder als Leiharbeiter am Band arbeiten, damit Sie die Festangestellten feuern können. Ich frage mich ja, wie Sie, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, jeden Tag den Leuten die gleiche Scheiße ums Maul schmieren können…“ , sagte Captain Aldi, warf seinen Stuhl um und ging.
Vor dem Arbeitsamt hatte er sein kleines Wildschwein angebunden und nahm es mit.
„Weißt du was, Borsti?“, so hieß das kleine Wildschwein, „Diese Gesellschaft geht bald vor die Hunde. Bald gibt es so viele von meiner Sorte und dann machen wir eine Revolution.“
Captain Aldi und sein Schwein stiegen in die Straßenbahn und fuhren stinkend nach Hause…stinksauer!
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Fückenlüller und wetterbedingter Kreativitätsausfall
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 27. Juni 2009, 19:24
Das Wetter ist heute mal wieder richtig schlecht und man wundert sich, wie die Kirschen bei dem Regen überhaupt reif werden können.

An so einem Tag kann man dann nur noch lustlos rumhängen und an seinem Schwanz lecken. Natürlich nur wenn man einen hat:

Der Kater machts richtig. Streckt alle Viere von sich und nachher macht er sich sein erstes Bier auf...
Nachtrag: Laut dem Herrn Phil vom Murmeltiertag ist es eine Todsünde, Katzencontent zu bloggen. Dieser Beitrag ist also komplett ihm gewidmet und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in Hanau nie wieder blicken lassen darf, hat sich die Sache dennoch gelohnt. He he he...

An so einem Tag kann man dann nur noch lustlos rumhängen und an seinem Schwanz lecken. Natürlich nur wenn man einen hat:

Der Kater machts richtig. Streckt alle Viere von sich und nachher macht er sich sein erstes Bier auf...
Nachtrag: Laut dem Herrn Phil vom Murmeltiertag ist es eine Todsünde, Katzencontent zu bloggen. Dieser Beitrag ist also komplett ihm gewidmet und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in Hanau nie wieder blicken lassen darf, hat sich die Sache dennoch gelohnt. He he he...
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+++Eilmeldung+++ Der Geschichtenerzähler deckt auf!!
dergeschichtenerzaehler, Freitag, 26. Juni 2009, 17:31
Im Kampf gegen die Kinderpornographie hat die Bundesregierung einen wichtigen Sieg errungen. „Einer der wichtigsten Symbolträger der Kinderpornographenszene ist gestern Nacht gestorben.“, sagte die Ministerin für Familie und Zensur Ursula von der Leyen. Der Tod des King of Kinderpop soll gleichzeitig eine Warnung an alle anderen Kinderpornographen sein, dass man auch im Ausland nicht vor der Zensursula sicher sei.
Laut offiziellen Berichten soll der King an einem Herzstillstand gestorben sein, doch an einen Zufall glaubt mittlerweile keiner mehr. Zur Tatzeit soll sich die CDU Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA aufgehalten haben. „Wir ermitteln in alle Richtungen. Doch mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass Michael Jackson an einer Überdosis Angela Merkel gestorben ist.“, sagte der Polizeichef des Los Angelas Merkelos Police Department.
Höchstwahrscheinlich ist auch US-Präsident Obama in die Sache verwickelt, denn der gab ja vor, die Bundeskanzlerin in Washington zu treffen um ihr ein Alibi zu verschaffen.
Laut offiziellen Berichten soll der King an einem Herzstillstand gestorben sein, doch an einen Zufall glaubt mittlerweile keiner mehr. Zur Tatzeit soll sich die CDU Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA aufgehalten haben. „Wir ermitteln in alle Richtungen. Doch mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass Michael Jackson an einer Überdosis Angela Merkel gestorben ist.“, sagte der Polizeichef des Los Angelas Merkelos Police Department.
Höchstwahrscheinlich ist auch US-Präsident Obama in die Sache verwickelt, denn der gab ja vor, die Bundeskanzlerin in Washington zu treffen um ihr ein Alibi zu verschaffen.
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Finanzkrise reloaded?
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 25. Juni 2009, 00:10
Auch wenn der Tiefpunkt der Finanzkrise noch lange nicht in Sicht ist, können die Banken in Amerika es kaum erwarten weiter zu zocken. Die Banken, die ihre Pleite gerade so verhindern konnten, haben die Casino-Tore schon wieder weit geöffnet und zahlen ihrer Regierung das geliehene Geld zurück, um sich der verhassten staatlichen Kontrolle zu entziehen.
Und auch in Deutschland strecken die ersten Banker schon wieder vorsichtig ihre angekokelten Fühler nach neuen Derivaten und Credit Default Swaps aus. Forscher haben herausgefunden, dass Bankmanager ein ähnliches Kurzzeitgedächtnis wie eine Eintagsfliege besitzen und viele die Pleite ihrer Bank schon wieder vergessen haben. Genauso, wie sie vergessen haben, was Derivate und Credit Default Swaps sind. „Die Bedeutung dieser Dinger da ist aber auch nicht wichtig. Solange man genug Vollidioten findet, die uns ihr Geld anvertrauen. So funktioniert nun mal das System.“, sagte Josef Ackermann, Chefgangster der Deutschen Bank Mafia.
Die ganze Sache schreit ja förmlich nach einer staatlichen Kontrolle!!
Doch der Chefnasenpopler der Bundesregierung und Hobby-Finanzminister Peer Steinbrück plant, auch in Zukunft keinen klaren Gedanken zu fassen. Eine staatliche Regulierung des Bankensektors hält er nicht für nötig, genauso wenig, wie sich eine neue Partei zu suchen. Im Gegenteil, er hat die Rollenverteilung mittlerweile schon meisterhaft ausgearbeitet: „Wir müssen uns auf harte Sanierungsjahre gefasst machen.“, erzählte er uns diese Woche brühwarm und mit „wir“ sind dann auch wirklich wir gemeint. Also die dämlichen Steuerzahler und Hohlköpfe die so einen Staat eben ausfüllen. Die anderen können so weitermachen wie gehabt. Es ist ja nicht ihr Geld und auch nicht ihre Zukunft, mit der sie da so rumspielen.
Und auch in Deutschland strecken die ersten Banker schon wieder vorsichtig ihre angekokelten Fühler nach neuen Derivaten und Credit Default Swaps aus. Forscher haben herausgefunden, dass Bankmanager ein ähnliches Kurzzeitgedächtnis wie eine Eintagsfliege besitzen und viele die Pleite ihrer Bank schon wieder vergessen haben. Genauso, wie sie vergessen haben, was Derivate und Credit Default Swaps sind. „Die Bedeutung dieser Dinger da ist aber auch nicht wichtig. Solange man genug Vollidioten findet, die uns ihr Geld anvertrauen. So funktioniert nun mal das System.“, sagte Josef Ackermann, Chefgangster der Deutschen Bank Mafia.
Die ganze Sache schreit ja förmlich nach einer staatlichen Kontrolle!!
Doch der Chefnasenpopler der Bundesregierung und Hobby-Finanzminister Peer Steinbrück plant, auch in Zukunft keinen klaren Gedanken zu fassen. Eine staatliche Regulierung des Bankensektors hält er nicht für nötig, genauso wenig, wie sich eine neue Partei zu suchen. Im Gegenteil, er hat die Rollenverteilung mittlerweile schon meisterhaft ausgearbeitet: „Wir müssen uns auf harte Sanierungsjahre gefasst machen.“, erzählte er uns diese Woche brühwarm und mit „wir“ sind dann auch wirklich wir gemeint. Also die dämlichen Steuerzahler und Hohlköpfe die so einen Staat eben ausfüllen. Die anderen können so weitermachen wie gehabt. Es ist ja nicht ihr Geld und auch nicht ihre Zukunft, mit der sie da so rumspielen.
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Mein Mann und sein überaus langweiliges Hobby
dergeschichtenerzaehler, Montag, 22. Juni 2009, 19:56
Na gut ich gebe es ja zu, ich habe das Wochenende nicht um unsere Demokratie getrauert, sondern ich habe die Familie Schwattmann besucht. Das Rentnerehepaar Schwattmann wohnt in einem halben Viertel ganzer Doppelhaushälften am Niederrhein, in einer überaus langweiligen Gegend.
Es war am Samstag 12 Uhr, da stand ich in der Bruchstraße Zwölfeindrittel und klingelte bei den Schwattmanns. Eine ältere Frau öffnete die Tür und sagte:
„Schön dass Sie gekommen sind, Herr Geschichtenerzähler. Mein Mann ist noch unten im Keller und füttert die Sammler.“, sagte Frau Schwattmann und nahm mir meine Jacke ab.
„Sie haben ja gesagt es gebe hier etwas Langweiliges, worüber ich schreiben und womit ich meine Leser verärgern kann.“, sagte ich ihr.
„Sie haben Leser?“, fragte Frau Schwattmann überrascht.
„Ja anscheinend schon und ich will die wieder los haben. Also Frau Schwattmann, was ist denn nun mit ihrem Mann und seinem Hobby?“, fragte ich mit dumpfer Begeisterung.
„Mein Mann sammelt Sammler.“
„Was? Das klingt aber gar nicht langweilig Frau Schwattmann. Aber erzählen Sie ruhig weiter!“
„Wissen Sie, mein Mann war früher eine Entführungskraft bei der RAF und nach deren gewaltvoller Auflösung, hatte er sich selbstständig gemacht. Leute entführen und wieder freilassen. Das war sein Job. Und als er in Rente ging machte er aus seinem Job ein Sammlersammelhobby.“, erzählte mir Frau Schwattmann, während ich genüsslich eine Tasse fettarmen Kamillentee schlürfte. Der Tee war wirklich beruhigend langweilig, doch die Geschichte von Frau Schwattmann war alles andere als einschläfernd.
„Aber Frau Schwattmann, ich dachte Sie hätten eine langweilige Geschichte für mich.“, sagte ich genervt.
„Ja ich weiß. Aber hätte ich ihnen die Wahrheit erzählt, wären Sie doch niemals hergekommen.“
In dem Moment kam Herr Schwattmann aus dem Keller und gab mir seine kräftige und prankenartige Entführerhand.
„Ach da sind Sie ja endlich Herr Geschichtenerzähler. Kommen Sie mit! Ich zeige ihnen meine Sammler Sammlung.“, sagte Herr Schwattmann und zog mich mit unentrinnbarer Entführerkraft, in das dunkle Kellerverließ hinein.
„So hier haben wir die Briefmarkensammler“, sagte er und zeigte auf 3 Männer, welche mit großer Freude Briefmarken in Alben einklebten. „Sie müssen wissen, dass man solche nur noch ganz selten findet. Deswegen sind sie ja auch so wertvoll.“, sagte Herr Schwattmann und zeigte mir zum Beweis die aktuellen Preise im Sammler Katalog.
Nachdem wir dann die Münzsammler und die Diddlmaus Sammler beschnarcht hatten, zog mich Herrn Schwattmanns baumstarke Entführerhand nach draußen. Dort hatte er ein riesiges Freigehege angelegt.
„Sehen Sie mal dort hinten neben dem Baum!“, sagte Herr Schwattmann und zeigte auf die andere Seite des Geheges. Ich entdeckte einen Mann der gebückt über den Waldboden wanderte.
„Auf den bin ich ganz stolz. Das ist mein erster Pilzsammler.“
„Aber Herr Schwattmann, jetzt mal im Ernst! Ist das nicht verboten, was sie hier machen?“
„Ja und nein. Passen Sie auf, ich zeige ihnen mal was.“, sagte Herr Schwattmann und deutete auf ein Schild worauf in gelber Schrift „Achtung! Sie betreten eine rechtliche Grauzone!“ stand. „Die Bundesregierung war so freundlich und erklärte dieses Land zur rechtlichen Grauzone. Im Gegenzug gab ich meinen Job bei der RAF auf.“, erklärte Herr Schwattmann und grinste dement. So langsam wurde mir Einiges klar. Die komische harrypottereske Adresse zwölfeindrittel und die Zwiebelmuster auf der Teetasse. Die Schwattmanns waren keine langweiligen Rentner, sondern geisteskranke Irre! Schnell rannte ich auf die Straße, kreischte wie eine Frau um Hilfe und seelischen Beistand…
Es war am Samstag 12 Uhr, da stand ich in der Bruchstraße Zwölfeindrittel und klingelte bei den Schwattmanns. Eine ältere Frau öffnete die Tür und sagte:
„Schön dass Sie gekommen sind, Herr Geschichtenerzähler. Mein Mann ist noch unten im Keller und füttert die Sammler.“, sagte Frau Schwattmann und nahm mir meine Jacke ab.
„Sie haben ja gesagt es gebe hier etwas Langweiliges, worüber ich schreiben und womit ich meine Leser verärgern kann.“, sagte ich ihr.
„Sie haben Leser?“, fragte Frau Schwattmann überrascht.
„Ja anscheinend schon und ich will die wieder los haben. Also Frau Schwattmann, was ist denn nun mit ihrem Mann und seinem Hobby?“, fragte ich mit dumpfer Begeisterung.
„Mein Mann sammelt Sammler.“
„Was? Das klingt aber gar nicht langweilig Frau Schwattmann. Aber erzählen Sie ruhig weiter!“
„Wissen Sie, mein Mann war früher eine Entführungskraft bei der RAF und nach deren gewaltvoller Auflösung, hatte er sich selbstständig gemacht. Leute entführen und wieder freilassen. Das war sein Job. Und als er in Rente ging machte er aus seinem Job ein Sammlersammelhobby.“, erzählte mir Frau Schwattmann, während ich genüsslich eine Tasse fettarmen Kamillentee schlürfte. Der Tee war wirklich beruhigend langweilig, doch die Geschichte von Frau Schwattmann war alles andere als einschläfernd.
„Aber Frau Schwattmann, ich dachte Sie hätten eine langweilige Geschichte für mich.“, sagte ich genervt.
„Ja ich weiß. Aber hätte ich ihnen die Wahrheit erzählt, wären Sie doch niemals hergekommen.“
In dem Moment kam Herr Schwattmann aus dem Keller und gab mir seine kräftige und prankenartige Entführerhand.
„Ach da sind Sie ja endlich Herr Geschichtenerzähler. Kommen Sie mit! Ich zeige ihnen meine Sammler Sammlung.“, sagte Herr Schwattmann und zog mich mit unentrinnbarer Entführerkraft, in das dunkle Kellerverließ hinein.
„So hier haben wir die Briefmarkensammler“, sagte er und zeigte auf 3 Männer, welche mit großer Freude Briefmarken in Alben einklebten. „Sie müssen wissen, dass man solche nur noch ganz selten findet. Deswegen sind sie ja auch so wertvoll.“, sagte Herr Schwattmann und zeigte mir zum Beweis die aktuellen Preise im Sammler Katalog.
Nachdem wir dann die Münzsammler und die Diddlmaus Sammler beschnarcht hatten, zog mich Herrn Schwattmanns baumstarke Entführerhand nach draußen. Dort hatte er ein riesiges Freigehege angelegt.
„Sehen Sie mal dort hinten neben dem Baum!“, sagte Herr Schwattmann und zeigte auf die andere Seite des Geheges. Ich entdeckte einen Mann der gebückt über den Waldboden wanderte.
„Auf den bin ich ganz stolz. Das ist mein erster Pilzsammler.“
„Aber Herr Schwattmann, jetzt mal im Ernst! Ist das nicht verboten, was sie hier machen?“
„Ja und nein. Passen Sie auf, ich zeige ihnen mal was.“, sagte Herr Schwattmann und deutete auf ein Schild worauf in gelber Schrift „Achtung! Sie betreten eine rechtliche Grauzone!“ stand. „Die Bundesregierung war so freundlich und erklärte dieses Land zur rechtlichen Grauzone. Im Gegenzug gab ich meinen Job bei der RAF auf.“, erklärte Herr Schwattmann und grinste dement. So langsam wurde mir Einiges klar. Die komische harrypottereske Adresse zwölfeindrittel und die Zwiebelmuster auf der Teetasse. Die Schwattmanns waren keine langweiligen Rentner, sondern geisteskranke Irre! Schnell rannte ich auf die Straße, kreischte wie eine Frau um Hilfe und seelischen Beistand…
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Trauertage: Geschichte wiederholt sich ja nicht und so...
dergeschichtenerzaehler, Freitag, 19. Juni 2009, 18:27
Die nächsten Tage werde ich in stiller Trauer verharren und Nichts schreiben. Unsere Demokratie ist gestern für mich gestorben!
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Mein beschissenes Leben bei den Ugg Uggs
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 18. Juni 2009, 00:01
Vor 2 Jahren hatte ich mal einen kleinen peinlichen Unfall. Ich bin im Flugzeug eingeschlafen, zum Ausgang schlafgewandelt und dann zur Tür rausgesprungen. Keiner hatte mich aufgehalten, wahrscheinlich waren die meisten froh, dass ich endlich springe.
Zum Glück hatte ich eine reißfeste Karstadttüte in meiner Unterhose versteckt und so konnte ich meinen Fall effektiv abbremsen. Ich landete auf einer kleinen Insel irgendwo in Hintermikronesien auf einer Kokosnusspalme. Eine Affenfamilie, welche die Kokosnusspalme ihr zu Hause nannte, nahm mich herzlich auf und wir hatten viel Spaß an diesem Tag.
Am nächsten Tag ging ich in die Wälder um ein großes Geschäft zu verrichten und als ich fertig war und mein Stoffwechselendprodukt begutachten wollte, war es auf mysteriöse Weise verschwunden.

Meine Affen WG. Durch meinen heftigen Aufprall ist die Palme ein wenig windschief.
Ich kletterte wieder auf meine Palme und fragte die Affenmutter um Rat, doch die kaute nur gelangweilt auf einer Banane herum. Anscheinend wollte sie, dass ich es selbst herausfand. Es könnte aber auch sein, dass sie einfach nur sinnlos gelangweilt auf einer Banane herum kaute. Wie soll ich sagen: Die Kommunikation zwischen mir und der Affenfamilie verlief denkbar schlecht. Und das hätte mich fast auf die Palme gebracht, wäre ich nicht schon auf einer gewesen.
Nichtsdestotrotz hatte ich an diesem Tag wirklich Glück, denn das Essen der Affenmutter war so Ballaststoffreich, dass ich schon wieder in den Dschungel gehen musste, um dort zu kacken. Bewaffnet mit dem Schminkspiegel der Affenmutter hockte ich mich ins Dschungelschilf und beobachtete mit dem Spiegel das rückwärtige Geschehen.
Kurz bevor ich mein Geschäft abschließen konnte, kam ein Eingeborener auf leisen Sohlen angeschlichen und stahl mir spiegelverkehrt die Wurst. Schreiend rannte ich ihm hinterher. Die Affenfamilie feuerte mich an und schnaufend erreichte ich das Lager der Ugg Uggs.
Die Ugg Uggs waren ein freundliches Menschenvolk, welches sich fernab jeglicher Zivilisation entwickeln konnte. Was für ein Glück für diese Leute, dachte ich mir.
Als erstes wollte ich diese komischen Ureinwohner fragen, wieso sie meinen Kot stiebitzten. Doch die Frage verlief völlig im Sande, denn die Ugg Uggs verstanden keine meiner Fragen. Sie hatten eine vollkommen andere Art miteinander zu kommunizieren und es dauerte Monate bis ich ihre Sprache gelernt hatte. Sie kommunizieren nämlich nur auf visueller Ebene. Man brauchte nur seinen kleinen Finger zu heben und schon konnte man alle Ugg Ugg Frauen gleichzeitig sexuell belästigen.
Dummerweise sagte man mit dem Anheben des kleinen Fingers und das gleichzeitige Austrecken des Daumen Guten Tag und so wurde ich mehr als einmal von den durchtrainierten Ugg Ugg Frauen verprügelt, wenn ich mal wieder den Daumen vergessen hatte.
Irgendwann habe ich auch herausgefunden, warum die Ugg Uggs meinen Kot klauten. Scheiße ist für die Ugg Uggs heilig. Scheiße ist Leben. Gott ist Scheiße. Das ist ihre Religion.
Laut den Geschichtsbüchern der scheißheiligen Ugg Ugg Kirche fing alles mit der großen Nahrungsmittelkrise an. Die Pflanzen auf der Insel wurden immer weniger und die Ugg Uggs mussten Hungern. Doch dann gab es einen großen Donner und es regnete Scheiße vom Himmel. Das Land war wieder fruchtbar und die Ugg Uggs hatten ihren Gott gefunden.
Natürlich war das alles andere als ein Wunder! Man brauchte nur mal in den Himmel zu schauen und dann sah man eine Menge Ferienflieger die im Sekundentakt über die Insel donnerten. Fachleute sprechen in diesem Fall von Einflugscheiße in der Einflugschneise. Für die Ugg Uggs war das jedoch heilige Scheiße, die verehrt werden musste.
Die Ugg Uggs waren dennoch ein friedliches Volk. Die meisten hatten ein beschissenes Leben, was für viele Ugg Uggs hieß, dass sie glücklich und zufrieden waren. Wenn etwas scheiße gelaufen ist, dann war es super und wenn jemand Scheiße gebaut hat, dann hat er ein Wunder erschaffen.
Und wenn ich heutzutage in meiner Heimatstadt zu jemanden sage, dass er scheiße aussieht, dann ist das immer noch ein missverständliches Überbleibsel aus meiner tollen Ugg Ugg Ferienzeit.
Zum Glück hatte ich eine reißfeste Karstadttüte in meiner Unterhose versteckt und so konnte ich meinen Fall effektiv abbremsen. Ich landete auf einer kleinen Insel irgendwo in Hintermikronesien auf einer Kokosnusspalme. Eine Affenfamilie, welche die Kokosnusspalme ihr zu Hause nannte, nahm mich herzlich auf und wir hatten viel Spaß an diesem Tag.
Am nächsten Tag ging ich in die Wälder um ein großes Geschäft zu verrichten und als ich fertig war und mein Stoffwechselendprodukt begutachten wollte, war es auf mysteriöse Weise verschwunden.

Meine Affen WG. Durch meinen heftigen Aufprall ist die Palme ein wenig windschief.
Ich kletterte wieder auf meine Palme und fragte die Affenmutter um Rat, doch die kaute nur gelangweilt auf einer Banane herum. Anscheinend wollte sie, dass ich es selbst herausfand. Es könnte aber auch sein, dass sie einfach nur sinnlos gelangweilt auf einer Banane herum kaute. Wie soll ich sagen: Die Kommunikation zwischen mir und der Affenfamilie verlief denkbar schlecht. Und das hätte mich fast auf die Palme gebracht, wäre ich nicht schon auf einer gewesen.
Nichtsdestotrotz hatte ich an diesem Tag wirklich Glück, denn das Essen der Affenmutter war so Ballaststoffreich, dass ich schon wieder in den Dschungel gehen musste, um dort zu kacken. Bewaffnet mit dem Schminkspiegel der Affenmutter hockte ich mich ins Dschungelschilf und beobachtete mit dem Spiegel das rückwärtige Geschehen.
Kurz bevor ich mein Geschäft abschließen konnte, kam ein Eingeborener auf leisen Sohlen angeschlichen und stahl mir spiegelverkehrt die Wurst. Schreiend rannte ich ihm hinterher. Die Affenfamilie feuerte mich an und schnaufend erreichte ich das Lager der Ugg Uggs.
Die Ugg Uggs waren ein freundliches Menschenvolk, welches sich fernab jeglicher Zivilisation entwickeln konnte. Was für ein Glück für diese Leute, dachte ich mir.
Als erstes wollte ich diese komischen Ureinwohner fragen, wieso sie meinen Kot stiebitzten. Doch die Frage verlief völlig im Sande, denn die Ugg Uggs verstanden keine meiner Fragen. Sie hatten eine vollkommen andere Art miteinander zu kommunizieren und es dauerte Monate bis ich ihre Sprache gelernt hatte. Sie kommunizieren nämlich nur auf visueller Ebene. Man brauchte nur seinen kleinen Finger zu heben und schon konnte man alle Ugg Ugg Frauen gleichzeitig sexuell belästigen.
Dummerweise sagte man mit dem Anheben des kleinen Fingers und das gleichzeitige Austrecken des Daumen Guten Tag und so wurde ich mehr als einmal von den durchtrainierten Ugg Ugg Frauen verprügelt, wenn ich mal wieder den Daumen vergessen hatte.
Irgendwann habe ich auch herausgefunden, warum die Ugg Uggs meinen Kot klauten. Scheiße ist für die Ugg Uggs heilig. Scheiße ist Leben. Gott ist Scheiße. Das ist ihre Religion.
Laut den Geschichtsbüchern der scheißheiligen Ugg Ugg Kirche fing alles mit der großen Nahrungsmittelkrise an. Die Pflanzen auf der Insel wurden immer weniger und die Ugg Uggs mussten Hungern. Doch dann gab es einen großen Donner und es regnete Scheiße vom Himmel. Das Land war wieder fruchtbar und die Ugg Uggs hatten ihren Gott gefunden.
Natürlich war das alles andere als ein Wunder! Man brauchte nur mal in den Himmel zu schauen und dann sah man eine Menge Ferienflieger die im Sekundentakt über die Insel donnerten. Fachleute sprechen in diesem Fall von Einflugscheiße in der Einflugschneise. Für die Ugg Uggs war das jedoch heilige Scheiße, die verehrt werden musste.
Die Ugg Uggs waren dennoch ein friedliches Volk. Die meisten hatten ein beschissenes Leben, was für viele Ugg Uggs hieß, dass sie glücklich und zufrieden waren. Wenn etwas scheiße gelaufen ist, dann war es super und wenn jemand Scheiße gebaut hat, dann hat er ein Wunder erschaffen.
Und wenn ich heutzutage in meiner Heimatstadt zu jemanden sage, dass er scheiße aussieht, dann ist das immer noch ein missverständliches Überbleibsel aus meiner tollen Ugg Ugg Ferienzeit.
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