Sonntag, 12. Juli 2009
Nicht traurig sein... ich bin ja bald wieder da...


So! Jetzt ist so weit. Ich werde ein paar Wochen kürzer treten und hier nichts mehr veröffentlichen. Diese Entscheidung fiel mir schwer, aber es muss wohl sein...

[Nachtrag: Buchfortschritt: 44444 Wörter Das ist schon fast die Halbzeit würde ich sagen... ]

Permalink (46 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 9. Juli 2009
Schräge Vorstellungen beim Online Spiegel

Weiß einer welche 2 Grad gemeint sind? Vielleicht geht es darum, wie stark es in Zukunft bergab gehen soll, mit der Weltwirtschaft. Und wenn man dann beim Spiegel sagt, die Wirtschaft befindet sich im freien Fall, sind das dann 90 Grad? Und was ist mit Buntwäsche? Wie misst man so etwas? Mit einem riesigen Winkelmesser? Und in den Schwellenländern messen die ja immer noch mit den Fingern habe ich gehört. Und nicht mit Winkelmesser und -gabel.

Ich bitte um Aufklärung liebe Online Spiegel Redaktion!!!

Permalink (1 Kommentar)   Kommentieren



Mittwoch, 8. Juli 2009
Wir können nicht alle super sein...
Hallo ihr Lieben, wie geht’s denn so? Ich weiß ich schreibe immer sporadischer und auch seltener, aber nur weil ich nicht weiß, was sporadisch bedeutet. Ich verwende es trotzdem, denn Fremdwörter klingen gut. Fremdwörter werten einen Text auf und es klingt nach mehr. Sie sind wie eine Brustvergrößerung, sozusagen das Silikon des einsamen Schreiberlings.
Okay nun sind wir genau auf dem Niveau angelangt, welches ich für den folgenden Text benötige. Schauen sie gut zu beim Lesen und verpassen sie kein Wort:

In den letzten Tagen bin ich zu dem weisen Entschluss gekommen ein Supermodel zu werden. Ehrliche Arbeit hat mich noch nie interessiert, ich wollte mit einem Fingerschnipsen reich und berühmt werden. Allein mein Aussehen sollte mir Türen und Fenster öffnen.

Nun müssen sie wissen, dass ich nicht besonders gut aussehe. Ich habe schiefe Zähne, ein Nasenhaar welches sich nicht abschneiden lässt und lässig auf dem Boden schleift, und mein eines Ohr ist größer als das andere. Vielleicht ist aber auch das andere Ohr kleiner als das größere. Ich weiß es nicht, wichtig ist nur, dass ich aussehe wie ein misslungener Homunculus, gepaart mit dem Charisma eines kleinen, widerlichen und froschgrünen Kobolds.


Das bin ich. Ungeschminkt und unbeliebt...

Sie verstehen nicht, warum ich nun ein verdammt reiches Supermodel werden will? Tja, dann fehlt ihnen wahrscheinlich die nötige Selbstüberschätzung, die meiner Generation so eigen ist. Wir glauben eben noch an uns und unsere nicht vorhandenen Talente. Ein normales Leben mit Auto, Haus, Baum, Kindern und einer verrückten Großmutter im Keller, finden wir langweilig und spießig. Jeder von uns möchte besser sein als alle anderen, jeder möchte ein Superstar sein. Doch da sind wir ja schon wieder auf ein Paradoxon gestoßen. Auf dieses stößt man, wenn mal ein bisschen in der Bedeutung des Wortes Super herum buddelt.

Viele meiner stronzdoofen Casting Kollegen glaubten ja das Wort Super sei ein modernes englisches Wort, was in etwa dem deutschen Wort toll entspricht. Doch weit gefehlt, denn das Wort super ist so alt wie der Wald und hatte wahrscheinlich schon der olle Julius Cäsar benutzt, nachdem er auf dem Klo war und sein Resultat als Superwurst bezeichnete. Es ist lateinisch und heißt, schlicht und einfach, über oder oberhalb (für eine Lagebezeichnung). In den USA wurde das Wort super zum Symbol einer ganzen Gesellschaft. Es ist ein Land der Superlativen, welches vom maliziösen Traum lebte, immer besser, schneller und größer zu sein. Zum Glück ein Traum der mittlerweile in einer Superkrise den Bach runtergeht. Was für eine Ironie des Schicksals...

Unsere Generation rennt also einer vollkommen falschen Bedeutung des Wortes Super hinterher. Die Eigenschaft super ist für uns etwas Positives. Wir gehen in Supermärkte einkaufen und schauen Superhelden im Fernsehen dabei zu, wie sie für Gerechtigkeit sorgen.
Super sein, heißt egoistisch sein. Super sein, heißt unsozial sein. Ist das wirklich besser / super?

Permalink (4 Kommentare)   Kommentieren



Samstag, 4. Juli 2009
Die neusten Meldungen im Einzelnen
In letzter Zeit habe ich meine Samstagsnachrichten ein bisschen schleifen lassen, dennoch gelobe ich Besserung. Und hier ist sie auch schon:

SDP Umbenennung: Die SPD plant in den nächsten Monaten große Strukturänderungen. Man will wieder Partei der kleinen Leute werden. Denn spätestens nach der Wahl wird, die älteste Partei der Bundesregierung, eine Zwergenpartei werden, wie in ihren Anfangstagen. „Rechtlich gesehen haben wir den Anspruch auf den Titel Sozialdemokratisch schon seit längerem verwirkt.“, sagte der Keinkanzlerkandidat Steinmeier im vertraulichen Gespräch mit dem Geschichtenerzähler. Und so plant der Chef der SPD, seine Partei anders zu benennen: „Wir haben Glück, denn die Abkürzung SPD bleibt uns erhalten. Eine Änderung in dieser Richtung hätte Millionen gekostet.“ In Zukunft wird die Abkürzung SPD für „Splitterpartei Deutschlands“ stehen. Zugegeben, eine eindeutig realistischere Beschreibung der ehemaligen Volkspartei! Die Bürger begrüßen die neue Betitelung. Vorher sei man ständig verwirrt gewesen und hatte gedacht man wähle eine sozialdemokratische Partei, die auch gewinnen kann. Zukünftigen Generationen wird es jedoch nicht mehr passieren die SPD mit den Worten „sozial“ oder vielleicht sogar „sozial gerecht“ in Verbindung zu bringen. Die neue SPD steht für unpopuläre Wahlprogramme und massiven Wählerverlust. Eine Partei, der man keinen Millimeter über den Weg trauen kann. Sie hinterlässt eine riesige Lücke in der deutschen Parteienlandschaft. Eine Lücke, für eine neue und vor allem echte sozialdemokratische Partei.

CDU Antiparteiprogramm: Um Realitätsverlust braucht sich die CDU keine Sorgen zu machen. Denn davon sei „genug für alle da“, so Merkel auf einer Pressekonferenz. Für die Wahl im September hat man sich eins der besten Wahlprogramme in der Geschichte der Konservativen ausgedacht. Anstatt scharfe Vorstellungen für die Zukunft Deutschlands anzugeben, hat man ein breites Spektrum an Wahlversprechungen entwickelt. „Wir sind eine Partei für alle. Vom neoliberalen Sklaventreiber bis hin zum kommunistischen Realitätsverweigerer. Bei uns kommt jeder unter.“, sagte die Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Einen Vorgeschmack auf die kommende Legislaturparese mit der CDU, lieferten die letzten Streitereien von Wirtschaftsminister zu Guttenberg und dem bayrischen Paukenschläger Seehofer. Der eine wollte Quelle retten der andere nicht, so der Inhalt des Streits, den sowieso keinen interessierte. Dass in Zukunft beide Optionen möglich sind, erklärt uns die, bisher durch Medikamente unterdrückte, Physikerin in Angela Merkels vielschichtiger Persönlichkeit: „Jede Materie hat auch eine Antimaterie und jede Welt hat auch eine Parallelwelt. In der einen Welt lassen wir Quelle sterben und in der Parallelwelt existiert Quelle weiter. Unser neues Parteiprogramm unterstützt nur den natürlichen Lauf der Dinge. So können wir uns alle Möglichkeiten offen halten und jeder soll für sich entscheiden, in welcher Parallelwelt er lieber leben möchte. Also lieber mit Quelle oder ohne. Mit Opel oder ohne. Mit Gehirn oder ohne...“

Kritiker, wie der Herr Geschichtenerzähler, können derweil nur darauf hoffen, endlich eine Parallelwelt zu finden, in der die grenzdebilen Intelligenzphobiker der CDU nicht existieren. Wer hilft bei der Suche?


Das Bild ist eine kurzzeitige Leihgabe, des netten Herrn Gorillaschnitzel.

Permalink (8 Kommentare)   Kommentieren



Freitag, 3. Juli 2009
Ausschnitt aus meinem neuen Buch
Ich arbeite zurzeit an einem Buch über Heribert und seine Kontaktlinsen (so könnte man eigentlich auch den Titel nennen...weitere Vorschläge nehme ich gerne entgegen)
Dem infantilen Heribert ein ganzes Buch zu widmen, war eine schwierige Entscheidung, doch mittlerweile macht es großen Spaß. Die Figur entwickelt sich prächtig und man hat auch viel mehr Möglichkeiten der Figur ein Profil zu geben und sie glaubwürdiger zu gestalten, als es hier im Blog möglich ist... Schätzungsweise 10 Prozent des Buches (es soll ein richtiger Roman werden) sind schon fertig und ich werde hier immer mal ein paar Leckerbissen reinschmeißen.
Hier geht es zum Text. Na los mach schon und klick!!

Permalink (4 Kommentare)   Kommentieren



Donnerstag, 2. Juli 2009
Wenn Blogger kochen: Heute was mit Assiatisch und viel Soße
Die Idee einer Kochblogshow kam mir vor einiger Zeit in den Sinn, als ich mich mit dem Herrn Bier und dem Herrn Anderleinchen (nicht zu verwechseln mit Frau Von der Leynchen!), über meinen ehemaligen chinesischen Mitbewohner unterhalten habe. Der hatte eine wirklich ausgefallene Art zu kochen. Als ich mir mal Nudeln gekocht habe und dann im Nachhinein das Nudelwasser wegschütten wollte, hat er mich gefragt, warum ich so eine frevelhafte Tat begehen wollte. Nudelwasser wird nicht weggekippt, sondern ist die Basis für das gesamte Gericht. Ein paar Tage später habe ich ihn dann mal beim Kochen über die Schulter geschaut. Zuerst kochte er ganz normal die Nudeln und dann, als sie fertig waren schüttete er, irgendetwas in das Nudelwasser rein. Meistens das, was eben der Kühlschrank so hergab. Gefrorene Fischstäbchen, Schinken oder sogar Leber - der Fantasie waren in diesem Punkt leider keinerlei Grenzen gesetzt.

In Anlehnung an die unendliche Kreativität der chinesischen Küche, haben wir nun ein eigenes Rezept entwickelt und auch experikocht.

Rezept chinesische Nudelsuppe aus der ASSIaküche:

Zutatenliste:
Drei Packungen Nudelsuppe der billigsten Art
einen Essteller Fischstäbchengericht mit Kartoffelbrei
100g Bacon-Würfel
ne Menge Spaß
Nudelwasser

Preis für 3 bis 20 Personen (je nachdem wie viel Wasser man verwendet) 7 Euro

Schnittweise Anleitung zum Nachkochen:



Zuerst schneidet man die Gurke, die man sich im Nachhinein noch kaufen muss, weil ich sie absichtlich nicht in die Zutatenliste geschrieben habe, in Scheiben. Wir hatten leider nur ein Plastikmesser, große Jungs dürfen aber ruhig ein richtiges Messer verwenden.



Nun wird der Kartoffelbrei angerührt




Herr Bier hat den Pfeffer nicht nur in den Brei gehauen, sondern auch auf die Herdplatte. Dieser Vorgang ist nicht zu empfehlen, da sich der Pfeffer in der Luft verteilt und wie ein Pfefferspray wirkt. Nachdem wir nun den Pfeffer großzügig auf der Herdplatte verteilt hatten, mussten wir die Küche fluch- und fluchtartig verlassen, denn wir haben genossen ohne zu geniesen.





Die chinesischen Nudeln vor dem Kocheinsatz ordentlich mit kaltem Gebirgswasser abschrecken und abtropfen lassen.



Das Kartoffelbreigericht auf einem Essteller anrichten und schön dekorieren.



Die Nudeln in vorgewärmtes Wasser schmeißen und kurz aufkochen lassen, bis sie „al-dentisch“ mit der Konsistenz des Kartoffelbreies sind.




Nachdem Sie mühsam den Kartoffelbrei angerichtet und vielleicht sogar dekoriert haben (schön blöd! He, he!) wird der ganze Mist ins Nudelwasser gekippt. Hierbei kann es nach Bedarf nur so spritzen und kleckern. Soll ja auch Spaß machen!



Das Kartoffelbreigericht unter die Nudeln heben und langsam miteinander bekannt machen. Dann noch mit ordentlich Glutamat nachwürzen und verfeinern.



Bacon-Würfel auf einem Teller ausbreiten. Diese können dann über das Gericht gestreut werden.



Voila, das Ergebnis. Sieht doch ganz gut aus, oder?



Teller des Geschichtenerzählers. Morgen gibt es gutes Wetter!!

Permalink (34 Kommentare)   Kommentieren



Dienstag, 30. Juni 2009
Streng geheim!!
Ich weiß ja nicht ob ihr‘s wusstet, aber ich wusste es nicht. Ehrlich nicht! Ich hatte keine Ahnung. Es kam aus heiterem Himmel.

Ach so, Sie wissen es ja noch gar nicht! Ich bin Geheimagent! Ja, jetzt schauen sie nicht so blöd aus ihrer hoffentlich frisch gewaschenen Wäsche!

Das kam für mich genauso überraschend, wie für Sie. Ich war nämlich so perfekt im geheim sein, dass ich nicht einmal selbst davon wusste. Man hat mir heute erst Bescheid gesagt…
Damals, ich hatte gerade mein Abitur in der Tasche (und da ist es auch heute noch) und spazierte frohen Mutes durch unsere Stadt, als mich ein Mann um Feuer bat...

Laut dem BND, war ich seitdem Geheimagent und arbeitete für die Bundesregierung, ohne es zu wissen. Zum Beispiel nutzen die BND Leute meinen Briefkasten vor meinem wunderschönen Häusel als toten Briefkasten. Ich hatte mich damals schon gewundert, warum eines Tages die Briefe immer neben dem Briefkasten lagen. Der Postbote konnte den Briefkasten nicht mehr benutzen, weil er tot war und der Briefträger darüber hinaus, moralische Bedenken hatte den zu beliefern. Mausetot! Ich musste ihn das Klo runterspülen und einen neuen Briefkasten kaufen. Doch nach kurzer Zeit hatte man auch diesen getötet und ich hatte mich damit abgefunden, eben nur einen toten Briefkasten zu besitzen. Das ist immer noch besser, als gar keinen zu besitzen!!

Heute weiß ich, dass die Geheimagenten meinen Briefkasten töteten und ihn zur Überbringung von geheimen Nachrichten nutzten. In dem Briefkasten waren immer große Briefkuverts versteckt, worauf "Streng geheim!" stand. Nur einmal hatte ich mich getraut, so einen zu öffnen und ich hatte es im Nachhinein mehr als nur bereut. Darin waren kompromittierende Fotos von der Kanzlerin in höchst unerotischen Posen zu sehen. Ich hatte mich nie wieder getraut so einen Brief zu öffnen. Die Dinger waren nicht nur streng geheim, sondern auch streng gefährlich!!

Natürlich beschränkten sich meine nachrichtendienstlichen Aufgaben nicht nur auf das Besitzen eines verstorbenen Briefkastens.
Als ich Abends in mein Bettchen stieg, den Teddybären eine gute Nacht wünschte und friedlich dahin schlummerte, wachte ich morgens meist irgendwo anders auf. Letzte Woche bin ich zum Beispiel auf dem Schreibtisch im Oval Office aufgewacht. Doch das überrascht mich schon lange nicht mehr!

Ich war wirklich bei mehreren Traumforschern und Schlafspezialisten, aber keiner konnte mir eine Antwort darauf geben, wieso ich ständig in irgendwelchen arabischen Ländern aufwache.

Heute weiß ich, dass ich dort spioniert habe und niemand ist besser, als jemand der nichts davon weiß, dass er spioniert. Meistens stehe ich dann irgendwo ruhig in der Ecke rum, trinke meinen Tee und höre den Fieslingen dieser Welt beim Smalltalk zu. Ich bin ein Mensch der einfach nur da sein kann, ohne dass man ihn bemerkt. Eine Fähigkeit, die wirklich perfekt ist für einen Geheimagenten. Ob nun Saddam Hussein, bin Laden oder Karsten Speck. Ich kenne sie alle! Wenn ich dann am gleichen Abend beim Herrn Laden oder damals noch Hussein ins Bett ging und man mir noch ein paar schöne Geschichten von 1000 und einer Nacht erzählte, konnte ich mir sicher sein, am nächsten Tag wieder in meinem Bettchen aufzuwachen.

Mittlerweile weiß ich ja Bescheid und aus diesem Grund kann ich nicht mehr für den Geheimdienst arbeiten. Schade eigentlich! Es hat wirklich Spaß gemacht. Zum Dank für die letzten Jahre erfolgreicher Geheimdienstarbeit, hatte man meinen Briefkasten reanimiert und mir einen fetten Gehaltsscheck überreicht.

Permalink (3 Kommentare)   Kommentieren