Samstag, 9. Mai 2009
"Es weht ein laues Lüftlein" News
Der Text ist heute wirklich extrem langweilig und auch noch ewig lang. Ich, an ihrer Stelle, würde lieber etwas Besseren unternehmen. Solange noch schöneren Wetter ist...


Schenkt mir ein bisschen Mitleid!!

Meinen ersten Text, den ich hier im Internet veröffentlichte, war einer dieser falschen Nachrichtentexte. Es war mein erfolgreiches Debüt in der Welt der Blogger und dieser Zeitpunkt ist jetzt fast schon 2 Jahre her. In zwei Jahren kann viel passieren. Letztes Jahr habe ich es bei Spiegel.de probiert. Herr Sonneborn, Leiter der Abteilung SPAM beim Spiegel Onlein und Ex Chef vom Titanic Satiremagazin, war anfangs auch sofort begeistert und wollte mir sogar Geld zahlen. Doch als ich ihm dann meine Texte vorstellte, meinte er, die seien nicht gut genug. Vielleicht waren die wirklich nicht gut (Lesen Sie mal den Mist vom Herrn Sonneborn, dann wissen Sie was nicht lustig ist), vielleicht waren die aber auch etwas zu kritisch, um mit dem Parteiblatt Spiegel in Verbindung gebracht zu werden. Wir werden es nie erfahren… Mittlerweile klaut die Titanic meine Ideen. Die Zeiten haben sich wirklich geändert!!

So jetzt geht es aber richtig los!

Wahlkampf:
Das Superwahljahr 2009 war bis vor kurzem noch das Superschnarchwahljahr 2009, was an den narkotiserenden Strategien lag, welche die Parteien an den Tag legten. Mittlerweile kann man es Superlügenwahljahr 2009 nennen. „Wir versprechen den Leuten das Blaue vom Himmel, auch wenn das später nicht dem Gelben vom Ei entspricht.“, erklärte Frank Walter von und zu Steinmeier als er gerade auf einer Erholungsreise in Afghanistan war und mit dem afghanischen Präsidenten Karzai über die Vorzüge von ehelichem Geschlechtsverkehr debattierte. (4 mal am Tag Minimum, Alta!!)


Wer den Wahlversprechen der großen Parteien glaubt, der glaubt auch an das fliegende Spaghettimonster. So jetzt ist es gesagt...

Steinmeiers Partei die SPD, setzt sich unter anderem für die Stabilität der Renten ein. „Auch wenn das ganze Land den Bach runter geht, die Renten bleiben überhöht.“, erklärte Franz Müntefering den Arbeitern der Rheumadeckenfabrik in Ost-Niederwürschnitz und erntete grandiosen Beifall. Solche überaus tollen Wahlgeschenke werden aber auch bei der CDU angeboten. Gemeinsam mit der FDP will man die Steuern senken. Mit bösen Zahnschmerzen erinnert sich die Kanzlerin an das letzte Wahljahr, als sie den Leuten eine Mehrwertsteuererhöhung in Aussicht stellte und das zu einem massiven Wählerverlust herbeiführte. „Diesmal machen wir es wie die SPD. Wir lügen, täuschen und tricksen bis die Schwarte kracht.“, sagte Angela Merkel und setzt dabei auf das steigende Desinteresse der Bevölkerung an ihrer langweiligen und hochschnarchigen Politik.
Bei der SPD plant man Ähnliches. Der oberste Kassenwart der Bundesregierung Peer Steinbrück, welcher nächstes Jahr eine Erlassung der Schulden Deutschlands bei der UNO durchpeitschen will, sieht an seinen leeren Kassen, dass die Wahlversprechen keineswegs durchführbar sind. Jedoch setzt man bei der SPD auf die Senilität der Rentner. Wenn sie die Renten dann doch wie geplant, dem durchschnittlichem Einkommen der Erwerbstätigen anpassen müssen, werden das die Meisten Rentner entweder vergessen haben oder schon Tod sein, hofft man bei der SPD.

Aufgrund dieser Tatsachen fordert der Geschichtenerzähler eine Abwrackprämie für Wahlversprechen. Wer heutzutage noch den großen Parteien vertraut, der kann auch an das fliegende Spaghettimonster glauben.

Verbote:

Die Differenzen zwischen der Jugend- und der Erwachsenenwelt werden immer größer. Aus diesem Grund fordern die Politiker älteren Semesters immer mehr Verbote von Dingen die sie nicht verstehen. Ob es nun das Internet ist welches man großräumig absperren will, Killerspiele virtueller Natur oder das rumwerfen von Farbkugeln auch Paintball genannt. Immer mehr ältere Leute sind der Ansicht, dass sie Dinge verbieten müssen von denen sie keine Ahnung haben. „Ich bin früher oft nackt im See baden gegangen und hatte danach unverhüteten, katholischen Sex. Warum können die heutigen jungen Menschen nicht auch so sein, wie ich damals?“, erklärte die Familienministerin Zensursula von der Leyen. Die Ministerin versucht schon seit etlichen Jahren ihre alte Enigma Schreibmaschine internetfähig zu machen um endlich mal nachzuschauen was man da so alles absperren müsste. Aber auch Freizeitbeschäftigungen wie Paintball, wo man sich mit harmlosen Farbkugeln gegenseitig abschießt, stößt auf völliges Unverständnis. Schließlich haben schon viele Politiker genug Erfahrungen mit Farbanschlägen gesammelt und verstehen nicht, was daran lustig sein soll.


Generell wird alles verboten was den jungen Menschen Spaß machen könnte. Wie zum Beispiel des Geschichtenerzählers eigene Marihuanaplantage. Erst hat man einen grünen Daumen, dann sitzt man im grünen Auto.

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Donnerstag, 7. Mai 2009
Eine Meldung und ihre Geschichte
Vorhin in der Spiegel Propaganda Abteilung gelesen:
Deutsche Elitesoldaten fassen mutmaßlichen Terror-Drahtzieher in Afghanistan


Doch die wirklich wahren Hintergründe hat man natürlich wieder weggelassen. Der mutmaßliche Terror Drahtzieher Mahmud Alahidschari wurde gestern wegen unerlaubter Drahtzieherei auf dem Weg zu seinem 3 Kilometer entfernten Klo, festgenommen.

Mahmud A. besitzt ein Grundstück neben einem Bundeswehrstützpunkt. Es ist nicht leicht die deutschen Soldaten als Nachbarn zu haben, aber er hatte sich mit dieser Tatsache arrangiert. Vor genau 2 Monaten zog er dann einen Schutzdraht um sein Grundstück, damit die besoffenen Soldaten nachts nicht immer sein Grundstück betreten und ihm in den Garten reihern. Doch genau dieser Draht ließ den Streit zwischen den beiden Parteien eskalieren. „Der Draht hinderte unseren Knallerbsenstrauch beim wachsen.“, sagte B. Löd ein Elitekämpfer der KSK Elitesoldaten (KSK= Knallerbsenstrauch Kämpfer).
Nun wird man vor dem europäischen Gerichtshof klären müssen ob der vermeintliche Drahtzieher den Knallerbsenstrauch beim Wachsen gestört hatte oder ob vielleicht doch die schlechte Witterung in der afghanischen Wüste daran schuld ist. Desweiteren wird überlegt, ob man Knallerbsensträuche in dieser so schon explosiven Gegend, generell verbieten sollte.


Der Radikalgraswurzelistische Terror-Drahtzieher Mahmud A. wollte sich und seine Familie vor den deutschen Kampftrinkern schützen, doch diesen assimetrischen Krieg konnte er leider nicht für sich entscheiden.

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Mittwoch, 6. Mai 2009
Der Präsident und seine rülpsende Statue
Die meisten Geschichten, die ich hier so zum Besten gebe sind frei erfunden oder beruhen nur teilweise auf einer wahren Begebenheit.
Folgende Geschichte ist mir aber wirklich passiert.
Letztes Jahr war ich zusammen mit einem Kollegen in Warschau. Die polnische Hauptstadt sollte man sich wirklich mal anschauen. Zum Beispiel gibt es da den äußerst tollen Präsidentenpalast. Dort residiert der Herr Lech Aleksander Kaczyński (sprich: Läsch Aletschander Katschinski) und gleich nebenan gibt es einen Herrenausstatter. Wobei nebenan wirklich übertrieben ist, denn der Laden ist praktisch im Präsidentenpalast integriert. Und dass man gegenüber eine ranzige Dönerbude vorfindet macht die Sache auch nicht besser. Vielleicht soll das ja die Nähe zum Volk ausdrücken, vielleicht hatte man aber auch einfach keinen besseren Platz gefunden. Ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall waren an diesem Tag, mehrere Fernsehteams vor dem Präsi-pala versammelt und eine hübsche Moderatorin sprach aufgeregt in die Kamera. Irgendwas war da im Busch wir wussten nur noch nicht genau was, denn in den deutschen Medien stand nix Wichtiges über Warschau.
Am Abend liefen wir über den schönen alten Marktplatz der Stadt. Der Marktplatz ist quadratisch angeordnet und rundherum findet man interessante Patrizierhäuser vor, die man in warmen Farbtönen angestrichen hatte. Der Platz lädt wirklich zum Verweilen ein und genau das taten wir dann auch. Wir setzten uns auf eine Bank, ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und hörten der Statue in der Mitte des Platzes beim Rülpsen zu.

Ja Sie haben richtig gelesen in Warschau gibt es eine laut vor sich hin rülpsende Statue. Es ist die Statue der Flussjungfrau, die diese eigenartigen Geräusche macht. Die Flussjungfrau, sieht aus wie eine Meerjungfrau und wahrscheinlich gibt es da kaum Unterschiede, nur das die eine eben im Süßwasser lebt und die andere im Salzwasser. (Ich werde mich damit mal eingehender beschäftigen müssen. Vielleicht gibt es ja doch Unterschiede.)

Die Flussjungfrau spuckt alle 5 Minuten einen großen Schwall Wasser auf alle nichts ahnenden Passanten, die so dumm sind und sich in ihre Nähe wagen und dann wird das Wasser wieder abgesaugt. Es ist die Absaugung, die diese komischen Rülpsgeräusche verursacht und nachdem wir mehrmals dieser tollen Prozedur beiwohnen konnten, wollten wir schon wieder weiter gehen, doch dann kam der portugiesische Präsident um die Ecke. Aníbal Cavaco Silva heißt der gute Mann und er war natürlich nicht alleine unterwegs. Er hatte seine Ehefrau, ein paar grimmig dreinschauende Bodyguards und die übliche Meute von Journalisten dabei.
Herr Silva ging natürlich schnurstracks zur rülpsenden Flussjungfrau. Wahrscheinlich hatte er einen harten Arbeitstag, bestehend aus Händeschütteln und langweiligen Gesprächen mit dem Herrn Kaczyński gehabt, und jetzt konnte er endlich diese Statue sehen. Den ganzen Tag hatte er sich schon auf dieses rülpsende Etwas gefreut. Seine Ehefrau stand genervt neben ihm, wahrscheinlich wollte sie schon längst shoppen gehen und nicht diese bescheuerte Statue anschauen.

Endlich spuckte die Jungfrau ihr Wassergeplapper aus und die Meute um den Präsidenten wich erschrocken, fast schon mit Ehrfurcht, zurück. Dann setzte das langersehnte Rülpsen ein und der Präsident musste grinsen. Wenn wir in Zukunft in ganz Portugal rülpsende Springbrunnen vorfinden werden, dann wurde genau zu diesem Zeitpunkt, der Grundstein für diese Epedemie gelegt.

So eine Statue hat mehrere Vorteile. Man kann zum Beispiel unhörbar Einen fahren lassen und außerdem wird das nervige Gebrabbel der Ehefrau übertönt. Ich würde mich nicht wundern wenn das zum Exportschlager wird.

Nachdem 5. Aufstoß der Flussjungfrau ging Herr Silva weiter und steuerte einen der Souvenirshops an der Seite des Marktes an. Schließlich brauchte er noch ein Andenken für diesen unvergesslichen Moment.

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Dienstag, 5. Mai 2009
Heute mal was Philosofrisches aus dem Kühlregal: Die fetten Jahre sind vorbei, jetzt kommt das Leben auf unterster Magerstufe
Wir lassen uns nicht die Stimmung vermiesen. Schon gar nicht von dieser äußerst gemeinen Finanzkrise.
Unter dem Motto: „Die Finanzkrise kann mich mal kreuz und quer und andersrum!!“ hat der Geschichtenerzähler, ein lustiges Bild erschaffen. Aber seht selbst:


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Montag, 4. Mai 2009
Gestern...
...ja gestern hatte ich eigentlich vor, euch dieses Bild zu zeigen:


Ich habe gestern mal wieder meine Finger schmutzig gemacht und dabei festgestellt, dass eine Bremse große Ähnlichkeit mit einem Pferd hat. Schließlich hat das ja auch 2 Backen und nen Sattel...

Nachher gibt es dann bestimmt wieder was Interessanteres...

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Samstag, 2. Mai 2009
Take That News
Gestern hatten wir hier wilde Träumereien, doch damit ist jetzt endgültig Schluss. Heute geht es mal wieder um die reale Poltikwelt.

Schweinerei:

Die globale Schweinegrippe hat nun mittlerweile auch Deutschland erreicht und tritt wie nicht anders zu erwarten war als erstes in Bayern auf, also da wo es mehr Schweine als sonst irgendetwas gibt. „In Bayern gab es den ersten Fall, dass der Erreger von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Vorher war es nur von Mexikaner zu Mensch.“, versicherte uns der bayrische Rechtspopulist Markus Söder (CDU). Der bayrische Gesundheitsminister hält seine Grinsebacke mittlerweile fast täglich in die Kameras, wenn es um die Schweinegrippe geht. Medienberichten zu Folge, will Söder der Schweinegrippe ein populäres Gesicht verschaffen, damit auch in Zukunft jeder der sich mit Freuden an die Schweinegrippe erinnert auch sofort an Herrn Söder denken muss. So wie man zum Beispiel bei BSE automatisch an Renate Künast denken muss, wie sie einer verseuchten Kuh den Kopf abhackt.
Gib der Krise ein Gesicht, ist auch das Motto des Vorsitzenden der Schweine Partei Deutschlands, kurz SPD. Der Herr Schweinmeier meint es sei seine Krise und er würde diese gerne für sich ausschlachten. Gemeinsam mit seinen Parteikollegen forscht er nach einem Impfstoff gegen die grenzenlose Dummheit der Menschen. „Es gibt da draußen tatsächlich Menschen die glauben, sie könnten sich mit einem Mundschutz vor der Schweinegrippe schützen. Das wäre in etwa so als würde ich mich hinter einem Blatt Papier vor einer Gewehrkugel verstecken.“. Herr Schweinmeier empfiehlt indes Kondome die man sich über die Nase ziehen kann. Solche sogenannten Rhinovative (von Rhino=Nase und innovativ) schützen nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, indem sie einen total unattraktiv aussehen lassen, sonder helfen natürlich auch gegen die Schweinegrippe. Als zusätzliche Prophylaxe empfiehlt der Vorsitzende der SPD eine Eigenurinbehandlung auf der Haut. Das helfe zwar nicht direkt gegen die Schweinegrippe, jedoch stinkt man so sehr, dass sie von ihren möglicherweise infizierten Mitmenschen weiträumig gemieden werden.

1. Mai Feiertag:

Nachdem die Medien im Verlauf des gestrigen Tages mit Freuden berichten konnten, dass die Mai Krawalle dieses Jahr deutlich harmloser ausfallen, haben sich die Autonomen der Großstädte in der Nacht vom 1. zum 2. Mai nochmal richtig angestrengt. Das Resultat ist der von allen erhoffte Anstieg der Gewalttaten.
Sprach man gestern noch beim Onlein Spiegel vom langweiligsten 1. Mai ever, kann man heute stolz und mit geschwellter Brust verkünden: „Mehr Verletzte, Mehr Festnamen, Mehr Gewalt“
Die Affinität der Autonomen zu den Medien ist erschreckend hoch. Keiner wirft heutzutage einen Stein, wenn da keine Kamera oder Fotografen dabei sind. „Teilweise müssen wir die Brandsätze schon selbst werfen, weil die Jugend von heute einfach zu faul ist.“, sagte ein angesehener Journalist des Spiegel Verblödungsmagazins.
Und währenddessen sich die Journalisten in den Chaotenvierteln der Großstädte um Pflastersteine prügeln versuchten die Rattenfänger der Linken Wahlkampf zu machen. Doch die erhoffte Resonanz blieb aus. „Den Menschen geht es einfach noch zu gut.“, sagte Oskar Lafontaine der Presse, „Wir brauchen noch ein paar Jahre Rot-Grün.“
Das Komiker Duo Franz Müntefering und der Gewerkschaftsboss Michael Sommer sind der gleichen Ansicht. Schließlich hat Münteferings Partei die Krisensituation maßgebend ausgelöst und Herr Sommer profitiert davon mehr denn je. Noch ein paar Jahre unsoziale Politik der SPD täte allen 1. Mailern gut in dieser Zeit.

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Freitag, 1. Mai 2009
Alpträume
Auch der Geschichtenerzähler träumt hin und wieder. Wenn ich ins Bett gehe, mich also ins gemachte Nest begebe, dann unterstützen mich meine drei Teddys beim einschlafen. Die Drei heißen übrigens Hugo, Egon und Balder. Balder schläft bei den Füßen, Egon auf dem Bauch und Hugo darf die Sabber beim Mund entgegen nehmen.


Zwei Vorleser: Hugo und Egon lesen in den Feuchgebieten der Weltliteratur...und Balder dreht da gerade seine allabendliche Runde in der Waschmaschine

In meinen Träumen bin ich immer der Held und verarbeite dabei keineswegs meine Erfahrungen aus dem Alltag.
Letzte Nacht hatte ich wieder einen dieser typischen Träume. Ich bin marinierter Soldat in der 101. Multiplikation Division der United Dreams Corps, kurz UDC und wir waren gerade dabei die feindlichen Einheiten aus den Plusquamperfektbergen zu vertreiben. Es war eine der heftigsten Kissenschlachten die ich je erlebt hatte. Mein Kamerad und ich, waren von unserer Truppe, mit einer riesigen Schere, abgeschnitten worden. Das war das erste Mal, dass wir auf uns allein gestellt waren und so spielten wir verantwortungsvoll ein paar Runden Monopoly im Schützengraben. Ich wollte gerade, ohne vorher über Los zu kommen, ins Gefängnis gehen, als eine heftige Explosion meine Spielfigur umriss.

Die feindlichen Zellophanteristen hatten die Verteidigungslinien aus süßem Honig durchbrochen und kamen immer näher. Jetzt mussten wir handeln. Ich schnappte mir ein paar Kissen und erschoss der Reihe nach die Feinde. Mein Kamerad gab mir Rückendeckung und wir rannten in das angrenzende französische Dorf. Mehrere nackte Nymphofrauinnen kamen uns jubelnd entgegen. Man kannte uns als Befreier und wir handelten dementsprechend als Freier. Die Frauen hatten all ihre Männer in der großen Kissenschlacht verloren und nun mussten wir das Dorf wieder befriedigen. Es war eine harte Arbeit und zum Glück bleibt in Träumen auch immer alles hart.

Als der Krieg vorbei war und ich meine fettfreie Gummibärzigarette zu Ende geraucht hatte, betrat ich voller Neugier die kleine Dorfbibliothek. Darin saßen drei uralte Männer am Feuer. Der eine hieß Marcel, der andere Reich und der Dritte Ranicki. Vorwurfsvoll blickten die drei mich an und sprachen: „Die Jugend von heute träumt nur noch Blödsinn, Junge! Träum doch mal davon ein Buch zu lesen. Goethe, Brecht oder Charlotte Roche.“ Ich legte mein Kissen zur Seite und schnappte mir eines der angepriesenen Bücher. Dann wachte ich zum Glück auf und Hugo starrte mich vorwurfsvoll an. Ja Hugo, schon wieder einer dieser Alpträume, dachte ich mir und drehte mich auf die andere Seite.

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