... neuere Einträge
Die neusten News
dergeschichtenerzaehler, Samstag, 16. Mai 2009, 19:21
Peer warum sind deine Kassen so leer?
Deutschland muss wieder Pleite werden. Das ist der große Plan des Finanzministers, unserer mehr als armen Bundesregierung. Herr Steinbrück kündigte Steuerausfälle von 316 Milliarden Euro an und fand auch gleich einen Schuldigen, nämlich die allseits gefürchtete Finanzkrise. Dass Steuerausfälle sich nicht so leicht in eine Neuverschuldung umwandeln lassen, wissen wirklich nur die ganz Schlauen, wie zum Beispiel der Herr Geschichtenerzähler. Alle anderen wie zum Beispiel der Spiegel oder die Tagesthemen reden natürlich gleich von einer Neuverschuldung von 316 Milliarden Euro weil Journalisten natürlich viel besser in die Zukunft schauen können, als alle Wirtschaftsweisen zusammen. Die Zuschauer und Leser gucken derweil in die Röhre, denn die haben jetzt, laut den Tagesthemen, 23000 Euro Schulden auf dem Konto und zwar jeder. Auch die, die sich diesen Schwachsinn nicht angeschaut haben.
Trotzdem haben wir natürlich ein Problem, denn zusätzlich zur Neuverschuldung kommt ja noch die Altverschuldung und die Uraltverschuldung. Dann noch die Verschuldung vor zwei Wochen und die Verschuldung für die Bankenrettung. Machen wir es mal kurz. Wir sind nicht nur Papst, gefühlsloser Europameister und Exportweltmeister, nein wir sind auch noch im Arsch, aber sowas von.
„Wir sind so arm wie eine Kirchenmaus oder besser gesagt so arm wie alle Kirchenmäuse die in eine Kirche reinpassen. So arm sind wir.“ , sagte der Peer Steinbrück und führte seine leeren Hosentaschen vor. Mittlerweile muss sich der Finanzminister schon fast jeden Tag auf den Alexanderplatz stellen und für Geld betteln. Sein neuestes Schuldenmaximierungsprojekt heißt Bad Bank 24 und soll eine Art Entsorgungslager für toxische Wertpapiere werden. „Die Banken können dort rund um die Uhr ihre Finanzabfälle entsorgen.“, erklärte Steinbrück. Im Gespräch für einen möglichen Entsorgungsort ist unter anderem ein Endlager in Gorleben. In sogenannten Cashtor Transport Waggons der Deutschen Bahn sollen die hochgiftigen Finanzpapiere nach Gorleben transportiert werden. „Das wird leider nicht ohne Protest passieren.“, sagte Steinbrück, denn in Gorleben formiert sich schon die erste Protestbewegung zum Schutze der Umwelt. Solche Aktionen werden den mit 250 Milliarden angesetzten Kostenaufwand für die Bad Bank bedingungslos sprengen, versprach der Peer.
Katar:
Deutschland schickt genau 36 Leopard 2 Panzer nach Katar. Genauer gesagt gehen die 36 Fahrzeuge an den Herrn Pathologen. Wozu er diese riesigen Fahrzeuge braucht erklärt er uns in einem kurzen Interview:
Dergeschichtenerzähler: Herr Pathologe. Wozu brauchen sie 36 Panzer?
Herr Pathologe: Es sind nicht einfach nur 36 Panzer, es sind 36 grüne Panzer? Der Umwelt zu liebe…
Dergeschichtenerzähler: Wie darf ich das verstehen? So ein Panzer hat einen enormen Spritverbrauch.
Herr Pathologe: Ja genau deswegen ja... Ich verbrauche einfach den ganzen Sprit bis er restlos alle ist. Kostet hier ja fast nix… Dann kann keiner mehr die Umwelt verschmutzen. Außerdem geht nichts gegen 8 cm dickes Edelstahl, reines Rheinmetall und mit 3 Jahren Garantie.
Dergeschichtenerzähler: Das ist eine verrückte Idee aber wird das CO2 wenigstens aufgefangen?
Herr Pathologe: Ne wieso… Hauptsache es wird nicht in Deutschland emittiert.
Dergeschichtenerzähler: Herr Pathologe, ich danke ihnen für dieses Gespräch.
Deutschland muss wieder Pleite werden. Das ist der große Plan des Finanzministers, unserer mehr als armen Bundesregierung. Herr Steinbrück kündigte Steuerausfälle von 316 Milliarden Euro an und fand auch gleich einen Schuldigen, nämlich die allseits gefürchtete Finanzkrise. Dass Steuerausfälle sich nicht so leicht in eine Neuverschuldung umwandeln lassen, wissen wirklich nur die ganz Schlauen, wie zum Beispiel der Herr Geschichtenerzähler. Alle anderen wie zum Beispiel der Spiegel oder die Tagesthemen reden natürlich gleich von einer Neuverschuldung von 316 Milliarden Euro weil Journalisten natürlich viel besser in die Zukunft schauen können, als alle Wirtschaftsweisen zusammen. Die Zuschauer und Leser gucken derweil in die Röhre, denn die haben jetzt, laut den Tagesthemen, 23000 Euro Schulden auf dem Konto und zwar jeder. Auch die, die sich diesen Schwachsinn nicht angeschaut haben.
Trotzdem haben wir natürlich ein Problem, denn zusätzlich zur Neuverschuldung kommt ja noch die Altverschuldung und die Uraltverschuldung. Dann noch die Verschuldung vor zwei Wochen und die Verschuldung für die Bankenrettung. Machen wir es mal kurz. Wir sind nicht nur Papst, gefühlsloser Europameister und Exportweltmeister, nein wir sind auch noch im Arsch, aber sowas von.
„Wir sind so arm wie eine Kirchenmaus oder besser gesagt so arm wie alle Kirchenmäuse die in eine Kirche reinpassen. So arm sind wir.“ , sagte der Peer Steinbrück und führte seine leeren Hosentaschen vor. Mittlerweile muss sich der Finanzminister schon fast jeden Tag auf den Alexanderplatz stellen und für Geld betteln. Sein neuestes Schuldenmaximierungsprojekt heißt Bad Bank 24 und soll eine Art Entsorgungslager für toxische Wertpapiere werden. „Die Banken können dort rund um die Uhr ihre Finanzabfälle entsorgen.“, erklärte Steinbrück. Im Gespräch für einen möglichen Entsorgungsort ist unter anderem ein Endlager in Gorleben. In sogenannten Cashtor Transport Waggons der Deutschen Bahn sollen die hochgiftigen Finanzpapiere nach Gorleben transportiert werden. „Das wird leider nicht ohne Protest passieren.“, sagte Steinbrück, denn in Gorleben formiert sich schon die erste Protestbewegung zum Schutze der Umwelt. Solche Aktionen werden den mit 250 Milliarden angesetzten Kostenaufwand für die Bad Bank bedingungslos sprengen, versprach der Peer.
Katar:
Deutschland schickt genau 36 Leopard 2 Panzer nach Katar. Genauer gesagt gehen die 36 Fahrzeuge an den Herrn Pathologen. Wozu er diese riesigen Fahrzeuge braucht erklärt er uns in einem kurzen Interview:
Dergeschichtenerzähler: Herr Pathologe. Wozu brauchen sie 36 Panzer?
Herr Pathologe: Es sind nicht einfach nur 36 Panzer, es sind 36 grüne Panzer? Der Umwelt zu liebe…
Dergeschichtenerzähler: Wie darf ich das verstehen? So ein Panzer hat einen enormen Spritverbrauch.
Herr Pathologe: Ja genau deswegen ja... Ich verbrauche einfach den ganzen Sprit bis er restlos alle ist. Kostet hier ja fast nix… Dann kann keiner mehr die Umwelt verschmutzen. Außerdem geht nichts gegen 8 cm dickes Edelstahl, reines Rheinmetall und mit 3 Jahren Garantie.
Dergeschichtenerzähler: Das ist eine verrückte Idee aber wird das CO2 wenigstens aufgefangen?
Herr Pathologe: Ne wieso… Hauptsache es wird nicht in Deutschland emittiert.
Dergeschichtenerzähler: Herr Pathologe, ich danke ihnen für dieses Gespräch.
Permalink (10 Kommentare) Kommentieren
Der Geschichtenerzähler wurde politisch inkorrekt erzogen
dergeschichtenerzaehler, Freitag, 15. Mai 2009, 17:01
"C-A-F-F-E-E,
trink' nicht soviel Kaffee.
Nicht für Kinder ist der Türkentrank,
schwächt die Nerven, macht dich blass und krank.
Sei doch kein Muselman,
der das nicht lassen kann."
Kennen Sie dieses fürchterliche Lied? Das hatte man uns damals in der Grundschule eingeflößt, genau so wie ich mir heutzutage literweise den Kaffee einflöße.

Was gibt es Besseres als eine Tasse voller Kaffee? Enthält ja nicht umsonst das Wort Fee, oder?
Ich weiß es noch ganz genau. Wir sollten aus den Liedern die wir gelernt hatten, Eines raussuchen, um es vorzusingen. Ich hatte natürlich das Kürzeste genommen. Ich war ja schon damals ein helles Kerlchen… Jetzt werden Sie wahrscheinlich überlegen, ob es noch ein Kürzeres, als das dämliche Kaffee Lied, gibt. Ja gibt es…
Mein Hut, der hat drei Ecken,
drei Ecken hat mein Hut.
Und hätt er nicht drei Ecken,
so wär er nicht mein Hut.
Als ich nach 10 Sekunden mit meinem Lied fertig war, schaute mich die Musiklehrerin genervt an. Sie meinte, ich habe zwar alles richtig gemacht, doch vielleicht würde ich ja noch ein Lied singen wollen/müssen, weil das doch schon sehr kurz war. Die anderen hatten deutlich längere Lieder ausgesucht, teilweise sogar mit 3 Strophen. Was für Intelligenzbremsen, dachte ich mir. Sich freiwillig so viel Arbeit aufhalsen, wenn man doch das drei Ecken Hut Lied aus dem Hut ziehen kann.
Auf jeden Fall sollte ich noch ein Lied singen und ich kannte nur dieses blöde Caffee Lied. Ich wusste zwar damals nicht was ein Türkentrank und ein Muselmann ist, aber ich mochte das Lied trotzdem nicht. Vielleicht wusste ich innerlich, dass der Inhalt schon seit hundert Jahren nicht mehr aktualisiert wurde und nebenbei auch noch völlig politisch inkorrekt ist. Ich hatte mich also geweigert noch ein Lied zu singen und untermauerte meinen Standpunkt indem ich erklärte, dass ja nur ein Lied, egal welches, gefordert war.
Übrigens wird das Lied auch heute noch in den Grundschulen gesungen… Da investieren wir so viele Milliarden in die Bildung der jungen Frösche und dann müssen die so einen Mist auswendig lernen. Man kann doch etwas Modernes von Dieter Bohlen singen!!
trink' nicht soviel Kaffee.
Nicht für Kinder ist der Türkentrank,
schwächt die Nerven, macht dich blass und krank.
Sei doch kein Muselman,
der das nicht lassen kann."
Kennen Sie dieses fürchterliche Lied? Das hatte man uns damals in der Grundschule eingeflößt, genau so wie ich mir heutzutage literweise den Kaffee einflöße.

Was gibt es Besseres als eine Tasse voller Kaffee? Enthält ja nicht umsonst das Wort Fee, oder?
Ich weiß es noch ganz genau. Wir sollten aus den Liedern die wir gelernt hatten, Eines raussuchen, um es vorzusingen. Ich hatte natürlich das Kürzeste genommen. Ich war ja schon damals ein helles Kerlchen… Jetzt werden Sie wahrscheinlich überlegen, ob es noch ein Kürzeres, als das dämliche Kaffee Lied, gibt. Ja gibt es…
Mein Hut, der hat drei Ecken,
drei Ecken hat mein Hut.
Und hätt er nicht drei Ecken,
so wär er nicht mein Hut.
Als ich nach 10 Sekunden mit meinem Lied fertig war, schaute mich die Musiklehrerin genervt an. Sie meinte, ich habe zwar alles richtig gemacht, doch vielleicht würde ich ja noch ein Lied singen wollen/müssen, weil das doch schon sehr kurz war. Die anderen hatten deutlich längere Lieder ausgesucht, teilweise sogar mit 3 Strophen. Was für Intelligenzbremsen, dachte ich mir. Sich freiwillig so viel Arbeit aufhalsen, wenn man doch das drei Ecken Hut Lied aus dem Hut ziehen kann.
Auf jeden Fall sollte ich noch ein Lied singen und ich kannte nur dieses blöde Caffee Lied. Ich wusste zwar damals nicht was ein Türkentrank und ein Muselmann ist, aber ich mochte das Lied trotzdem nicht. Vielleicht wusste ich innerlich, dass der Inhalt schon seit hundert Jahren nicht mehr aktualisiert wurde und nebenbei auch noch völlig politisch inkorrekt ist. Ich hatte mich also geweigert noch ein Lied zu singen und untermauerte meinen Standpunkt indem ich erklärte, dass ja nur ein Lied, egal welches, gefordert war.
Übrigens wird das Lied auch heute noch in den Grundschulen gesungen… Da investieren wir so viele Milliarden in die Bildung der jungen Frösche und dann müssen die so einen Mist auswendig lernen. Man kann doch etwas Modernes von Dieter Bohlen singen!!
Permalink (6 Kommentare) Kommentieren
Heribert und seine Kontaktlinsen Die Bloggonovela Teil 2
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 14. Mai 2009, 17:48
Bitte vorher den ersten Teil durchlesen, welcher sich gleich darunter befindet. Sie können natürlich auch mit diesem Text hier anfangen. Ich will ihnen ja nix vorschreiben...
Herbert fuhr und Heribert trank. Den Kirschschnaps, den die Großmutter für ihn gemacht hatte, damit er endlich mal ein bisschen lockerer werde. Alle meinten, dass er locker werden sollte und deswegen wird er so locker wie noch nie, dachte er sich. Der Schnaps brannte in der Kehle und die Abgase des uralten Mopeds brannten im Auge.
Am Eingang trafen die beiden Heriberts zweitbesten Kumpel Kunibert. Gemeinsam nahmen die beiden Freunde Heribert in die Zange, damit er halbwegs gut dasteht während die Türsteher ihn begutachteten. Denn Heribert war mittlerweile so locker, dass er ständig umfiel, wenn ihn keiner stützte. „Meine Güüühüüte der Heribert ist aber ganz schön besooohoooffen.“, beurteilte Herbert seine Lage.
Heribert torkelte auf die Tanzfläche, machte einen Schritt vorwärts, dann zwei rückwärts und stürzte sich in die Menge. Aufgefangen hatte ihn keiner. Im Gegenteil! Man hatte ihm genug Platz zum Fallen überlassen. Seine beiden Freunde halfen ihm wieder auf die Beine, doch Heribert hatte ein ganz anderes Problem. Er hatte bei seinem Stage Dive Versuch eine Kontaktlinse verloren und ohne sie konnte er ja keine Mädels abchecken. Also kniete er sich wieder auf den Boden. Eine Disko ist nicht gerade der ideale Ort um eine Kontaktlinse zu verlieren, stellte Heribert fest.

Regel 1: Die Kontaktlinse sollte keinen Kontakt mit dem Boden haben...
Das Stroboskoplicht flackerte immer nur zu kurz auf um wirklich etwas zu erkennen. Doch Heribert war wie ein Schatzsucher und begab sich auf den Boden der Tatsachen. Die vielen tanzenden Menschen um ihn herum machten die Sache auch nicht gerade leichter und nach etwa zehn Minuten verlor er seine zweite Kontaktlinse. Die hektische Suche hatte sie rausfallen lassen.
Frustriert gab Heribert seine Suche auf, es hatte ja auch keinen Sinn mehr, denn ganz ohne Kontaktlinsen war er nicht besser dran als ein Maulwurf in der Paarungszeit. Gereizt buddelte er sich durch die Menschenmenge und suchte seine Kollegen. Die standen etwa zehn Meter weit von dem Typen entfernt, den Heribert gerade in das Ohr brüllte: „Pass auf Herbert. Du musst für mich die Mädels vorchecken, da ich alles, was mehr als 5 cm entfernt ist, nicht mehr erkennen kann.“
„Klar! Probier mal die hier!“, sagte der Unbekannte und stellte Heribert einem langhaarigen Rocker vor, der seinen muskulösen Oberarm mit lauter lustigen Totenköpfen ausgeschmückt hatte. Heribert musste jetzt schnell improvisieren und sich einen tollen Anmachspruch ausdenken: „Hey Süße! Mein Zahnarzt riet mir zwar, mich von allem Süßen fernzuhalten, wegen der großen braunen Löcher in meinen Zähnen, aber schließlich lebt man nur einmal.“
Die nächsten Minuten erlebte Heribert nur noch schemenhaft. Erst dachte er ja, es ist das tolle Mädchen, was da ihre Zunge in seinen Hals bohrte. Doch es war nur der schwule Barkeeper Klaus, der ihn gerade länger als nötig wiederbelebte. Herbert stand neben ihm und grinste erleichtert: „ Meine Güühüüte. Wir dachten schon du seist tooohoot. Hast voll eine aufs Maauuhauul bekommen, von diesem riehiesigen Rocker da drüben.“
Der Abend hatte sich schlagartig zum Schlechten gewendet und Heribert wollte nur noch nach Hause. Er setzte sich hinter Herbert auf das Moped und die beiden Kumpels düsten in den großen Sommermond.
Herbert fuhr und Heribert trank. Den Kirschschnaps, den die Großmutter für ihn gemacht hatte, damit er endlich mal ein bisschen lockerer werde. Alle meinten, dass er locker werden sollte und deswegen wird er so locker wie noch nie, dachte er sich. Der Schnaps brannte in der Kehle und die Abgase des uralten Mopeds brannten im Auge.
Am Eingang trafen die beiden Heriberts zweitbesten Kumpel Kunibert. Gemeinsam nahmen die beiden Freunde Heribert in die Zange, damit er halbwegs gut dasteht während die Türsteher ihn begutachteten. Denn Heribert war mittlerweile so locker, dass er ständig umfiel, wenn ihn keiner stützte. „Meine Güüühüüte der Heribert ist aber ganz schön besooohoooffen.“, beurteilte Herbert seine Lage.
Heribert torkelte auf die Tanzfläche, machte einen Schritt vorwärts, dann zwei rückwärts und stürzte sich in die Menge. Aufgefangen hatte ihn keiner. Im Gegenteil! Man hatte ihm genug Platz zum Fallen überlassen. Seine beiden Freunde halfen ihm wieder auf die Beine, doch Heribert hatte ein ganz anderes Problem. Er hatte bei seinem Stage Dive Versuch eine Kontaktlinse verloren und ohne sie konnte er ja keine Mädels abchecken. Also kniete er sich wieder auf den Boden. Eine Disko ist nicht gerade der ideale Ort um eine Kontaktlinse zu verlieren, stellte Heribert fest.

Regel 1: Die Kontaktlinse sollte keinen Kontakt mit dem Boden haben...
Das Stroboskoplicht flackerte immer nur zu kurz auf um wirklich etwas zu erkennen. Doch Heribert war wie ein Schatzsucher und begab sich auf den Boden der Tatsachen. Die vielen tanzenden Menschen um ihn herum machten die Sache auch nicht gerade leichter und nach etwa zehn Minuten verlor er seine zweite Kontaktlinse. Die hektische Suche hatte sie rausfallen lassen.
Frustriert gab Heribert seine Suche auf, es hatte ja auch keinen Sinn mehr, denn ganz ohne Kontaktlinsen war er nicht besser dran als ein Maulwurf in der Paarungszeit. Gereizt buddelte er sich durch die Menschenmenge und suchte seine Kollegen. Die standen etwa zehn Meter weit von dem Typen entfernt, den Heribert gerade in das Ohr brüllte: „Pass auf Herbert. Du musst für mich die Mädels vorchecken, da ich alles, was mehr als 5 cm entfernt ist, nicht mehr erkennen kann.“
„Klar! Probier mal die hier!“, sagte der Unbekannte und stellte Heribert einem langhaarigen Rocker vor, der seinen muskulösen Oberarm mit lauter lustigen Totenköpfen ausgeschmückt hatte. Heribert musste jetzt schnell improvisieren und sich einen tollen Anmachspruch ausdenken: „Hey Süße! Mein Zahnarzt riet mir zwar, mich von allem Süßen fernzuhalten, wegen der großen braunen Löcher in meinen Zähnen, aber schließlich lebt man nur einmal.“
Die nächsten Minuten erlebte Heribert nur noch schemenhaft. Erst dachte er ja, es ist das tolle Mädchen, was da ihre Zunge in seinen Hals bohrte. Doch es war nur der schwule Barkeeper Klaus, der ihn gerade länger als nötig wiederbelebte. Herbert stand neben ihm und grinste erleichtert: „ Meine Güühüüte. Wir dachten schon du seist tooohoot. Hast voll eine aufs Maauuhauul bekommen, von diesem riehiesigen Rocker da drüben.“
Der Abend hatte sich schlagartig zum Schlechten gewendet und Heribert wollte nur noch nach Hause. Er setzte sich hinter Herbert auf das Moped und die beiden Kumpels düsten in den großen Sommermond.
Permalink (52 Kommentare) Kommentieren
Heribert und seine Kontaktlinsen Die Bloggonovela Teil 1
dergeschichtenerzaehler, Donnerstag, 14. Mai 2009, 00:06
Seitdem Heribert denken kann, und das ist noch gar nicht so lange her, lebte er bei seiner Großmutter auf dem Bauernhof. Seine Eltern haben damals den Traktor verkauft und wollten mit dem Geld einen Neuanfang irgendwo ganz weit weg absolvieren; Südsee oder sowas Ähnliches. Heribert hatte nie wieder was von ihnen gehört. Nur zu gerne hätte er gewusst, ob die 50 Mark schon alle sind, die sie damals für den Traktor bekommen haben. Und ob sie dann nicht bald zurück kommen müssen um auch noch den Anhänger zu verkaufen.
Außer der Oma gab es dann nur noch den Onkel Robert. Robert war ungefähr 40 Jahre alt und unterhielt eine intime Beziehung mit einem Schaf namens Roberta. Er hatte ein kleines Zimmer unter dem Dachboden in Großmutters Bauernhof, doch die meiste Zeit war er mit seiner „Freundin“ auf den großen Wiesen rund um das Gut unterwegs. Er fraß Klee und trank aus dem Bach, welcher leise plätschernd durch das Grundstück floss.
„Du musst sie von hinten packen, damit sie nicht wegrennen können.“, erklärte der Onkel seinem Neffen. Er wollte ihm ein paar Flirttipps für den Diskoabend geben.
„Frauen sind nicht so wie Schafe. Die ticken anders, glaub mir!“, erwiderte Heribert genervt.
„Ich rede ja auch nicht von Schafen, ich rede von Frauen. Schafe sind da viel komplizierter. Es hat Jahre gedauert, eh mich die Herde akzeptiert hatte und ich der Roberta an die Wolle durfte. Mittlerweile ist aber auch die Luft raus aus unserer Beziehung. Ob sie einen Anderen hat?“, fragte Robert.
„Woher soll ich das wissen? Sie ist nur ein dummes Schaf…“
„Das lasse ich mir nicht bieten Heribert. Nur weil sie noch nicht mit Messer und Gabel essen kann und gelegentlich ihre niedlichen Kotkugeln in der Wohnung liegen lässt, ist sie noch lange kein dummes Wesen.“, sagte Robert erbost und stapfte wütend davon. In letzter Zeit endeten die Diskussionen um Roberta immer in gleicher Weise. Das war aber nichts worüber sich Heribert große Gedanken machen musste. Der Abend war viel wichtiger. Er wollte heute Abend ein Mädchen in der Disko aufreißen und hatte auch schon einen bombensicheren Plan.
Sein bester Kumpel Herbert kam mit seinem alten Moped die Einfahrt herunter gedonnert und kam schlitternd zum stehen: „Na bereit für die große Flirtaksiiiooon!“, Herbert hatte die dumme Angewohnheit, ihm wichtig erscheinende Wörter endlos lang zu dehnen, damit es richtig bescheuert klang. Trotzdem war es kein guter Zeitpunkt, ihm das zu sagen, da Heribert bei ihm auf dem Notsitz mitfahren wollte. Das war ja Teil seines Plans. Er wollte hinten auf dem Moped mitfahren, damit er Alkohol trinken konnte. Und den Alkohol musste er trinken um ein bisschen lockerer zu werden. Weiter ging der Plan noch nicht, aber der Abend war ja noch jung, um nicht zu sagen jungfräulich.
Heribert nahm hinter Herbert Platz und der jaulte vergnügt: „Na dann auf zu den heißen Määäääädeeeeeels.“
Da der Text zu lang geworden ist, gibt es morgen einen zweiten Teil. Wird Heribert diesen Abend überleben? Wird Schaf Roberta, Onkel Roberts Heiratsantrag annehmen? Es bleibt spannend...
Außer der Oma gab es dann nur noch den Onkel Robert. Robert war ungefähr 40 Jahre alt und unterhielt eine intime Beziehung mit einem Schaf namens Roberta. Er hatte ein kleines Zimmer unter dem Dachboden in Großmutters Bauernhof, doch die meiste Zeit war er mit seiner „Freundin“ auf den großen Wiesen rund um das Gut unterwegs. Er fraß Klee und trank aus dem Bach, welcher leise plätschernd durch das Grundstück floss.
„Du musst sie von hinten packen, damit sie nicht wegrennen können.“, erklärte der Onkel seinem Neffen. Er wollte ihm ein paar Flirttipps für den Diskoabend geben.
„Frauen sind nicht so wie Schafe. Die ticken anders, glaub mir!“, erwiderte Heribert genervt.
„Ich rede ja auch nicht von Schafen, ich rede von Frauen. Schafe sind da viel komplizierter. Es hat Jahre gedauert, eh mich die Herde akzeptiert hatte und ich der Roberta an die Wolle durfte. Mittlerweile ist aber auch die Luft raus aus unserer Beziehung. Ob sie einen Anderen hat?“, fragte Robert.
„Woher soll ich das wissen? Sie ist nur ein dummes Schaf…“
„Das lasse ich mir nicht bieten Heribert. Nur weil sie noch nicht mit Messer und Gabel essen kann und gelegentlich ihre niedlichen Kotkugeln in der Wohnung liegen lässt, ist sie noch lange kein dummes Wesen.“, sagte Robert erbost und stapfte wütend davon. In letzter Zeit endeten die Diskussionen um Roberta immer in gleicher Weise. Das war aber nichts worüber sich Heribert große Gedanken machen musste. Der Abend war viel wichtiger. Er wollte heute Abend ein Mädchen in der Disko aufreißen und hatte auch schon einen bombensicheren Plan.
Sein bester Kumpel Herbert kam mit seinem alten Moped die Einfahrt herunter gedonnert und kam schlitternd zum stehen: „Na bereit für die große Flirtaksiiiooon!“, Herbert hatte die dumme Angewohnheit, ihm wichtig erscheinende Wörter endlos lang zu dehnen, damit es richtig bescheuert klang. Trotzdem war es kein guter Zeitpunkt, ihm das zu sagen, da Heribert bei ihm auf dem Notsitz mitfahren wollte. Das war ja Teil seines Plans. Er wollte hinten auf dem Moped mitfahren, damit er Alkohol trinken konnte. Und den Alkohol musste er trinken um ein bisschen lockerer zu werden. Weiter ging der Plan noch nicht, aber der Abend war ja noch jung, um nicht zu sagen jungfräulich.
Heribert nahm hinter Herbert Platz und der jaulte vergnügt: „Na dann auf zu den heißen Määäääädeeeeeels.“
Da der Text zu lang geworden ist, gibt es morgen einen zweiten Teil. Wird Heribert diesen Abend überleben? Wird Schaf Roberta, Onkel Roberts Heiratsantrag annehmen? Es bleibt spannend...
Permalink (5 Kommentare) Kommentieren
Die Grünen und ihre Wahlversprechen
dergeschichtenerzaehler, Dienstag, 12. Mai 2009, 18:33
Die Grünen wollen eine Million Jobs schaffen, sie wollen einen Mindestlohn und sie wollen Frieden in der Welt. Das Parteiprogramm der Grünen liest sich wie eine Illustrierte der Versprechungen.
Das Programm klingt aber auch wie eine Aufforderung zur Generalamnesie. Glauben die wirklich wir sind so doof und vergessen die alten Grünen? Den Realpolitiker und Schröderfreund Joschka Fischer. Hartz 4, Agenda 2010…
Renate Künast spricht davon, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. Wer hat es denn erst zu gelassen, dass es so weit kommt. Dass sich Arbeit eben nicht mehr lohnt? Das waren die Grünen!
Jürgen Trittin spricht von Frieden in der Welt. Da frag ich mich doch wer die ersten Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg wieder raus in die Welt zum Töten geschickt hat. Das waren die Grünen!
Die Grünen wollen eine Million Jobs schaffen und die Finanzkrise bekämpfen. Warum konnte denn die Finanzkrise in unserem Land so viel Schaden anrichten? Das waren die Grünen!
Es gab Zeiten, da konnte man die Grünen ohne schlechtes Gewissen wählen, doch dann verloren sie ihre Unschuld unter Rot-Grün. Man bewies, dass die Differenzen zu den anderen Parteien gar nicht so groß sind.
Mein Vertrauen in die Partei ist definitiv weg! Wie ist es bei ihnen?
Das Programm klingt aber auch wie eine Aufforderung zur Generalamnesie. Glauben die wirklich wir sind so doof und vergessen die alten Grünen? Den Realpolitiker und Schröderfreund Joschka Fischer. Hartz 4, Agenda 2010…
Renate Künast spricht davon, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. Wer hat es denn erst zu gelassen, dass es so weit kommt. Dass sich Arbeit eben nicht mehr lohnt? Das waren die Grünen!
Jürgen Trittin spricht von Frieden in der Welt. Da frag ich mich doch wer die ersten Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg wieder raus in die Welt zum Töten geschickt hat. Das waren die Grünen!
Die Grünen wollen eine Million Jobs schaffen und die Finanzkrise bekämpfen. Warum konnte denn die Finanzkrise in unserem Land so viel Schaden anrichten? Das waren die Grünen!
Es gab Zeiten, da konnte man die Grünen ohne schlechtes Gewissen wählen, doch dann verloren sie ihre Unschuld unter Rot-Grün. Man bewies, dass die Differenzen zu den anderen Parteien gar nicht so groß sind.
Mein Vertrauen in die Partei ist definitiv weg! Wie ist es bei ihnen?
Permalink (18 Kommentare) Kommentieren
Damit ich ihnen auch morgen noch meinen Service anbieten kann
dergeschichtenerzaehler, Dienstag, 12. Mai 2009, 13:20
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
Der Geschichtenerzähler und seine seelischen Abgründe
dergeschichtenerzaehler, Montag, 11. Mai 2009, 23:55
Ich war heute Einkaufen in einem dieser Übermärkte. Eine Tatsache die den ein oder anderen vielleicht nicht unbedingt überraschen wird, denn Einkaufen tun viele Leute. Das könnt ihr mir glauben und wer das nicht tut, der sollte einfach mal selbst Einkaufen gehen, dann wird er automatisch Leute sehen, die auch Einkaufen.
Weisheiten am laufenden Band gab es heute im Sonderangebot, aber ich war ja eigentlich nur da um die heimischen Analogkäsevorräte wieder aufzufüllen. In einem Spiegelinterview sagt der Hamburger Sternekoch Christian Rach zum Thema Analogkäse, der noch nie eine Kuh von innen gesehen hat: „Schrecklich. Ein kulinarisches Verbrechen.“
Melken! Das ist doch eher ein Verbrechen. Zwar kein Kulinarisches, aber es sollte als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geahndet werden. Außerdem weiß der Sternekoch Rach eh nix über Analogkäse, schließlich kocht der nur Sterne oben in Hamburg. Pfeife!
Ich steh also mit meiner Einkaufswagenladung voller Analogkäse an der Kasse, als eine junge Frau ungebremst gegen die gläserne Eingangstüre läuft. Ich weiß auch nicht, aber das sah wirklich lustig aus und ich musste auch sofort lachen. Währenddessen ich da so rumlachte fiel mir ein, dass man das nicht macht. Über so etwas lachen. Und dann habe ich aufgehört. Habe versucht eine Dreitageregenwetterschnute zu ziehen aber es ging einfach nicht. Mein Grinsen ging einfach nicht weg.
Bin ich jetzt ein schlechter Mensch?
Zu meiner Verteidigung; die Kassenfrau war genau so schlimm: „Die rennen uns ständig gegen die Scheibe. Tür geht zu langsam auf. Vielleicht sollten wir solche Vogelaufkleber anbringen… Oder noch besser… so kleine Menschen…“, sagte sie frech grinsend und zog meinen Analogkäse über den Scanner.
An der Scheibe klebte noch ein wenig roter Lippenstift, als ich meinen Wagen durch die Türen nach draußen schob.
P.S. Die Frau war übrigens nicht blond, aber bestimmt gefärbt. Anders kann ich mir den, nennen wir es mal, Unfall nicht erklären.
Weisheiten am laufenden Band gab es heute im Sonderangebot, aber ich war ja eigentlich nur da um die heimischen Analogkäsevorräte wieder aufzufüllen. In einem Spiegelinterview sagt der Hamburger Sternekoch Christian Rach zum Thema Analogkäse, der noch nie eine Kuh von innen gesehen hat: „Schrecklich. Ein kulinarisches Verbrechen.“
Melken! Das ist doch eher ein Verbrechen. Zwar kein Kulinarisches, aber es sollte als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geahndet werden. Außerdem weiß der Sternekoch Rach eh nix über Analogkäse, schließlich kocht der nur Sterne oben in Hamburg. Pfeife!
Ich steh also mit meiner Einkaufswagenladung voller Analogkäse an der Kasse, als eine junge Frau ungebremst gegen die gläserne Eingangstüre läuft. Ich weiß auch nicht, aber das sah wirklich lustig aus und ich musste auch sofort lachen. Währenddessen ich da so rumlachte fiel mir ein, dass man das nicht macht. Über so etwas lachen. Und dann habe ich aufgehört. Habe versucht eine Dreitageregenwetterschnute zu ziehen aber es ging einfach nicht. Mein Grinsen ging einfach nicht weg.
Bin ich jetzt ein schlechter Mensch?
Zu meiner Verteidigung; die Kassenfrau war genau so schlimm: „Die rennen uns ständig gegen die Scheibe. Tür geht zu langsam auf. Vielleicht sollten wir solche Vogelaufkleber anbringen… Oder noch besser… so kleine Menschen…“, sagte sie frech grinsend und zog meinen Analogkäse über den Scanner.
An der Scheibe klebte noch ein wenig roter Lippenstift, als ich meinen Wagen durch die Türen nach draußen schob.
P.S. Die Frau war übrigens nicht blond, aber bestimmt gefärbt. Anders kann ich mir den, nennen wir es mal, Unfall nicht erklären.
Permalink (7 Kommentare) Kommentieren
Sonntag ist Umfragetag und so... Jetzt lass doch mal das und so weg du Volli...Was die Überschrift wird doch viel zu lang. Jetzt geh weg von der Tastatur. Pfui!! Aus!
dergeschichtenerzaehler, Sonntag, 10. Mai 2009, 18:11
Ihr habt richtig gelesen! Sonntag ist ab sofort der Tag, wo ihr ungefragt umgefragt werden tut.
Jetzt aber mal zur heutigen Umfrage:
Wie soll sich der Herr Geschichtenerzähler am 23. Mai bei der tollen Bloglesung in Hanau präsentieren? Entscheiden Sie jetzt und bestimmen Sie sein Schicksal!!
Jetzt aber mal zur heutigen Umfrage:
Wie soll sich der Herr Geschichtenerzähler am 23. Mai bei der tollen Bloglesung in Hanau präsentieren? Entscheiden Sie jetzt und bestimmen Sie sein Schicksal!!
Permalink (21 Kommentare) Kommentieren
... ältere Einträge


