Dienstag, 26. Mai 2009
Das Interview mit King Kong ILL
Der Geschichtenerzähler empfing heute, den noch nie so richtig durchgeknallten ( und nebenberuflich Führer von Nordkorea) Kim Jong Il in seiner Sommerresidenz in der südlichen Antarktis. Bei Tee und Eis und Eistee haben wir über die große Weltpolitik, schlecht sitzende Unterhosen und über seine neue Nuklear Welttournee gesprochen.

DGE: Hallo Herr Il, wie geht es ihnen?
Il: Ich war gerade im Garten und habe nach den Radieschen geschaut. Die wachsen denkbar schlecht hier in der Antarktis. Die blöden Eisbären, treten die ständig kaputt.
DGE: Die meisten Menschen auf der Welt würden es begrüßen, wenn Sie die Radieschen nur noch von unten sehen. Was halten Sie davon?
Il: Wir Nordkoreaner haben da ein wichtiges Sprichwort: Was du heute kannst zerstören, dass geht morgen vielleicht schon von selbst kaputt. Wir sind also im Zugzwang. Die Amerikaner und die Europäer arbeiten massiv an einer Zerstörung der Welt durch Umweltverschmutzung. Am Ende hat jeder dann die Welt ein bisschen kaputt gemacht, nur wir wieder nicht. Wir wollen uns in Zukunft mehr engagieren… Ein Stück ab haben vom Zerstörungskuchen.
DGE: Bis jetzt sieht ihr Engagement geradezu lächerlich aus. Ihre Atomraketen fliegen ein paar Kilometer und landen dann mit einem großen Platsch im Wasser. Von einem verrückten Impotentaten hätte ich mir mehr erwartet oder wollen Sie etwa radioaktive Fischstäbchen produzieren?
Il: Das liegt an unserer neuen Nukular Technik, ja schauen Sie nicht so doof… Das heißt Nukular. Unsere Techniker sind die besten der Welt, nur leider sind sie nicht leistungsfähig.
DGE: Vielleicht weil Sie so ein hässlicher Diktatorzwerg sind, der in seiner Freizeit gerne Strapse trägt…
Il: Ich muss Strapse tragen, denn unsere nordkoreanischen Unterhosenfabriken können nur schlecht sitzende Unterhosen herstellen. Das ist ja auch der Grund warum unsere Wissenschaftler so schlecht sind. Versuchen Sie mal mit einer Unterhose, die ständig im Schritt kneift, eine Nukularbombe zu bauen.


Die schlecht sitzende nordkoreanische Unterhose in ihrer natürlichen Umgebung. Kneift und hält die Welt zusammen, schon seit mehreren Jahren.

DGE: Stimmt das ist fast unmöglich… Nun schauen wir mal in ihre schreckliche Vergangenheit. Ihr Vater Kim Jong Iltis hat mal gesagt, dass Sie doof sind und die Eier nicht am rechten Fleck tragen. Sind Sie deswegen immer so schlecht drauf?
Il: Ich hatte eine schwerwiegende Kindheit und muss das jetzt alles an den Menschen auslassen. Meine Mutter Schantalle Jong Ilegal wollte mich eigentlich gar nicht… Ne mal Spaß beiseite… Warum suchen die Leute immer nach einem Grund? Unbegründet darf heute keiner mehr die Welt zerstören. Es muss alles einen Sinn haben, egal wie sinnlos es ist. Damit die Leute es verstehen obwohl es eigentlich unverständlich ist. Ich plädiere ja schon seit Jahren dafür, „einfach nur so“ die Welt in die Luft zu jagen aber die UNO war dagegen. Solange wir keinen triftigen Grund haben ist die Zerstörung der Welt moralisch nicht vertretbar.
DGE: Sie sind krank Herr Il!!!
Il: Ja ich weiß! Ich bin körperlich stark angeschlagen…
DGE: Nein ich meine krank im Kopf. Sie sind geisteskrank.
Il: Ja sie haben recht. Ich bin geisteskrank und total gestört. Aber trotzdem habe ich doch das gleiche Recht wie alle anderen, ein Staatenlenker zu sein oder wollen sie etwa behaupten, nur weil man ein bisschen verrückt ist, darf man das nicht machen? Das wäre doch ungerecht…
DGE: Ein bisschen? Darüber lässt sich wirklich streiten. Aber mal ein anderes Thema: Sie lieben Filme über alles und haben sogar schon südkoreanische Schauspieler entführen lassen. Warum sind sie so begeistert von den bewegten Bildern? Herr Il? Wo wollen Sie denn hin? Oh Leute ich glaube wir müssen abbrechen. Der Herr Il ist gerade auf sein Radieschenfeld gerannt und jagt imaginäre Eichhörnchen.

Ich hoffe es hat euch gefallen auf Wiederlesen ihr Geschichtenerzähler.

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Montag, 25. Mai 2009
Das Blogbuster Event in Hanau: Der Geschichtenerzähler wendet sich an die Öffentlichkeit und verfasst zum wiederholten Male eine viel zu lange Überschrift. Er lernt einfach nicht aus seinen...
Nachdem ich am Sonntag beim Herrn Phil vom Murmeltiertag, aus seinem Luftkissenbett für ungewollte Gäste fliehen musste, konnte ich auf eine schöne Zeit zurückblicken. (In Wirklichkeit musste ich aufstehen, weil alle 4 Gliedmaßen eingeschlafen waren und nur noch ich wach war.)

Ich nahm an meiner ersten Bloglesung teil.

Leider hatte ich das Wort Lesung vollkommen falsch interpretiert. Ich dachte ja, dass jeder Gast einen Zettel mit meinen Texten bekommt und die er dann für sich lesen muss. Hätte ich gewusst, dass ich meinen Kram auch noch selbst vorlesen soll, dann hätte ich mich besser vorbereitet. Ehrlich! Die Zuschauer haben mich natürlich gnadenlos ausgelacht, während ich meine Texte zum Besten gab.

Zum Glück gab es da noch die 5 anderen Blogger. Mikel Bower war der erste und auch der älteste Vorleser. Leider habe ich den zweiten Teil, in hessischer? Mundart nicht verstanden. Aber den Leuten im Publikum hatte es gefallen. Zu gerne hätte ich gewusst was er da erzählte, doch die Sprachbarriere war einfach zu groß. Der Herr Pulsiv wohnhaft im Neubaublog brachte die Meute zum kochen, als er mutig von seiner Darmspiegelung berichtete. Sehr nachdenklich wurde es danach beim BastiH, der den Leuten eine Gänsehaut verschaffte. (Geht die Gänsehaut auch wieder weg oder muss ich zum Dermatogänsologe?!) Anke von Bananaskirt Chronicles erzählte ein paar skurrile Dinge aus ihrem Berliner Alltag, womit sich jeder im Raum irgendwie identifizieren konnte. Wobei ich diese Mund zu Hund Beatmung unbedingt ausprobieren muss aber vorher üb ich erstmal mit dem Kater. Zu guter Letzt kam der Taubenvergrämer dran. Seine Figur des Taubenvergrämers wirkte so lebhaft und echt, dass ich mir immer noch nicht sicher bin, ob er nicht doch ein Taubenvergrämer ist. (Er hat das ja mehrfach, auch unter Androhung von Folter, abgestritten)

Phil vom Murmeltiertag war nicht nur der Veranstalter der Lesung, sondern er moderierte auch noch das Ganze. Höflich machte er uns darauf aufmerksam wie nervös wir doch seien. Mit Mikrofon und vor allen Leuten. Ich glaube ja diese Methode der Motivation ist heftig umstritten. Bei mir hat es zumindest nicht funktioniert…

Nach der Lesung sind wir alle noch in eine Kneipe gezogen. Die Steinheimer sind wirklich nette Leute und man fühlte sich einfach nur sauwohl. Richtig geborgen… Ich bin das gar nicht mehr gewöhnt, denn in meiner Heimatstadt heißt man Fremde nicht willkommen und vergrämt sie schnellstmöglich. Außerdem hatte ich die Möglichkeit mit den besten Bloggern Deutschlands auf Augenhöhe zu diskutieren, konnte diese Möglichkeit nur leider nicht wahrnehmen, weil man in der gleichen Lokalität einen Junggesellenabschied feiern musste. Auch wenn die Veranstaltung Abschied hieß, wollten sich, die vor allem schlecht und deswegen dann auch laut, musizierenden Protagonisten, einfach nicht verabschieden. Der Grob, einer der gefährlichsten Blogger Deutschlands saß mir gegenüber und ihm kochte förmlich das Blut in den Adern. Ich spürte, dass dieser Mann nicht nur verbal über Leichen geht…
Alles in Allem war das ein tolles Wochenende. Mein Dank geht an Phil der das alles möglich gemacht hat, an alle Mitlesenden und an alle Zuhörer bzw. Weghörer. Steinheim werde ich unbedingt wieder besuchen müssen, spätestens zur nächsten Lesung.

Gruß Der jetzt nicht mehr ganz so anonyme Geschichtenerzähler (Besonders die Leute vom BND können jetzt aufatmen, denn ich habe ihre Suche nach mir deutlich erleichtert)

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Samstag, 23. Mai 2009
Noch 500 Tage. Mille ich komme!!

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Morgen Kinder, wirds was geben!
Jap morgen um 19:30 geht es los. Da startet die Lesung (rechts auf das gelbe Ding klicken). Der Geschichtenerzähler wird nun das erste Mal in die Öffentlichkeit gehen und der gemütlichen Anonymität entfliehen.

Morgen hat auch der Blog Geburtstag. Er wird 500 Tage alt und ich erinnere mich noch als ob es gestern war, da war er noch meine Müllhalde. In der letzten Zeit musste ich ihn fast täglich füttern, so ein großer Vielfraß ist er geworden. Fast wie mein eigenes Baby musste ich mich um ihn kümmern und ich habe eine innige Beziehung zu ihm aufgebaut. Er war immer dabei, ob ich mich nun bei den Pyramiden in Ägypten aufhielt oder in Warschau bei der rülpsenden Statue.

Es ist eine große Ehre dass ich morgen an seinem 500. aus ihm vorlesen darf und ich hoffe das er noch weitere 500 Tage existieren wird...

Gruß dein dich schreibender Geschichtenerzähler.

P.S. Notiz an mich selbst: Jetzt nicht sentimental werden und losheulen...

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Donnerstag, 21. Mai 2009
Reise in den Nahen Osten: Über die Grenze nach Israel
Heute behandeln wir den Tiefpunkt (geographisch gesehen) unserer Reise durch den nahen Osten und wie wir danach über den Jordan gingen, oder besser fuhren.

Der Tag begann früh in der Hauptstadt Jordaniens. Amman ist eine der hässlichsten Städte auf unsere Reise und rangierte auf dem zweiten Platz hinter Bukarest. Es wurde also Zeit aus der Stadt zu verschwinden und nach Jerusalem weiterzureisen.

Ein Zimmergenosse aus dem Hostel wollte auch nach Israel und erklärte uns, dass er gerne mitfahren würde. Er hieß Neil und war ein Schotte. Geizig war er eigentlich nur mit seiner Sprache denn er redete nicht wirklich viel.
Ein Minibus fuhr uns an die King Hussein Bridge, das ist die Brücke die uns dann über den Jordan bringen wird. Die Außengrenzen Israels sind wahrscheinlich die bestbewachtesten die man in der Welt findet und schon auf der jordanischen Seite gab es viele Soldaten die mit ihren rustikalen Kalaschnikows in der heißen Wüstensonne standen.

An der jordanischen Grenze sollten wir uns ein Ausreisevisum besorgen, doch das Haus wo es diese geben sollte war überhaupt nicht ausgeschildert. Wir kamen uns irgendwie fehl am Platze vor zwischen den ganzen Soldaten. Man kam sich vor wie auf einer Kaserne und wir irrten dementsprechend durch die Gegend. In der offiziellen Behörde für Visa mussten wir eine Weile anstehen, denn es gab doch ein paar Touristen, die sich hier hin verirrten. Das jordanische Visum ist wirklich außergewöhnlich, man bekommt nämlich einfach ein paar Briefmarken in den Pass geklebt, welche man sich vorher kaufen muss.
Dann ging es endlich weiter. Wir packten unsere Rucksäcke in den Militärbus, das ist der einzige Bus der über die Grenze fahren darf und die Grenze ist der Jordan. Dann mussten wir 10 Euro für die kürzeste Fahrt die wir jemals hatten, bezahlen, denn es ging ja nur ein paar Meter über den Jordan. Ein Fluss der eher einem Bach ähnelt und völlig überwuchert ist. Das Land dazwischen ist ein Niemandsland bestehend aus Zäunen, Absperrungen und ein paar vereinzelten Wachtürmen. Man spürt den Krieg und die Wut an dieser Stelle ganz deutlich. Hier prallen zwei Weltanschauungen, zwei Religionen aufeinander. Die arabische und israelische… Wir betreten das Land Gottes und gleichzeitig fühlte man sich so gottverlassen wie noch nie. Ein Paradoxon der Superlative.


Im Niemandsland zwischen Israel und Jordanien...

Auf der israelischen Seite fühlte man sich wie auf einem Flughafen. Als erstes musste man sein Gepäck abgeben, dann kam der Metalldetektor. Zum Schluss mussten wir durch ein komisches Gerät. Von der Seite wurde man darin mit Luft besprüht und das Gerät schnuppert ob man Sprengstoff bei sich trägt. Hatten wir natürlich nicht mit dabei aber man will ja auf Nummer sicher gehen. Ein viel größeres Problem bekamen wir natürlich erst als man unsere Pässe anschaute und dort einen syrischen Stempel fand. Israel und Syrien sind ja offiziell verfeindet und aus diesem Grund waren wir ab sofort auch Feinde. Feinde des Staates Israel.

Währenddessen Neil unser Schotte sich von uns verabschiedete und einreisen durfte, weil er nicht so dumm war in Syrien gewesen zu sein, mussten wir erstmal warten. Man gab uns einen Zettel und wir sollten unsere privaten Daten aufschreiben. Name, Name des Vaters, Adresse, Telefonnummer (Die haben wirklich zuhause angerufen und haben das überprüft.) einfach alles. Mit dem Zettel ließ man uns erstmal 2 Stunden in der großen Wartehalle sitzen und natürlich gab es da noch andere die das gleiche Problem hatten. Zwei Mädels aus Deutschland, hatten Väter aus Iran und studierten auch noch in Damaskus Arabistik. Die waren sogar noch schlechter dran als wir und wurden natürlich auch unter Verdacht gestellt. Schließlich sind wir potentielle Terroristen!!

Nachdem wir die Zettel abgegeben hatten gab es ein Verhör. Man wurde in einen Raum geführt und ein paar bewaffnete Männer in Zivil stellten persönliche Fragen, die man im eigenen Interesse wahrheitsgemäß beantworten sollte. Ich schätze ja fast das waren bestimmt ein paar Spezialisten vom Geheimdienst, genau kann ich das aber auch nicht sagen. Eigentlich drehte es sich nur ums Geld. Woher wir das Geld für unsere Reise hatten, was wir arbeiten und studieren? Was wir in Israel vorhatten? Was unsere Eltern arbeiten? In solchen Situationen sollte man sich unbedingt vorher absprechen, damit die Aussagen sich ungefähr ähneln.

Die ganze Chose hatte etwa 4 Stunden gedauert und dann konnten wir uns endlich wieder in einen Bus setzen und nach Jerusalem fahren.

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Dienstag, 19. Mai 2009
Heribert und seine Kontaktlinsen Die Blogonovela Teil 3 Der Morgen danach...
Heribert lag in seinem Bett. Der Batman Wecker sagte ihm, dass es an der Zeit sei die Welt zu retten. Doch Heribert wollte nicht aufstehen. Er wollte nie wieder aufstehen und schon gar nicht die Welt retten. "Das geht eh wieder schief bei meinem Pech", dachte er sich.
Am Abend vorher war er in der Disko gewesen und hatte einen heftigen Schlag in das Gesicht bekommen. Er hatte mit dem gefährlichsten Typen aus der Gegend geflirtet und normalerweise müsste er tot sein.

Die Freundinn seines Onkels leckte ihm das Gesicht ab und kackte ihm auf die Bettdecke. „So zeigt sie ihre Zuneigung.“, hatte sein Onkel ihm mal erklärt doch sein Onkel war auch alles andere als normal. Oder würden Sie eine Beziehung mit einem Schaf namens Roberta als normal bezeichnen?

Der Onkel trat in das Zimmer und sagte: „Ach hier bist du Roberta... Ist sie nicht süß Heribert?“
Heribert versteckte seinen Kopf hinter dem Schaf, denn er wollte verhindern, dass der Onkel sein zerknautschtes Gesicht sah.
„Na, na, Heribert. Du musst dir schon deine eigene Freundinn suchen.“, sagte der Onkel gut gelaunt und zog Roberta vom Bett. „Was hast du denn gemacht? Hat dich der alte Ziegenbock gerammt? Mich hat er letztens bei einem Schäferstündchen mit Roberta erwischt.“, sagte der Onkel besorgt.
„Nein, ich war doch gestern Abend in der Disko und da habe ich mich mit einem Kerl um ein Mädchen geprügelt.“, log Heribert, „Der Typ lag dann nur noch winselnd am Boden.“ Als Heribert das sagte ging es ihm spürbar besser. Der Gedanke, wie er diesen riesigen Typen verprügelt, fühlte sich gut an.
„Du bist verrückt, Heribert! Bei uns Schafen ist das ganz anders. Wir sind eine friedliche Gemeinschaft.“, erklärte ihm Onkel Robert.
„Du bist aber kein Schaf! Wann kapierst du das endlich?“, sagte Heribert erbost. Er hatte seinem Onkel diesen Standpunkt schon vor zwei Tagen erklärt. Robert hatte den Tierarzt angerufen, da sich der Ausschlag an seinem Hintern immer weiter ausbreitete. Der Tierarzt war leicht verstört und riet ihm, sein Geschäft nicht mehr in den Brennnesseln zu verrichten, sondern wie ein normaler Mensch auf eine Toilette zu gehen.
„Die Leute haben mich schon immer nicht verstanden. Doch die Schafe akzeptieren mich so wie ich bin.“
Heribert hatte nun keine Lust mehr auf eine Diskussion mit seinem Onkel, das wäre genau so sinnvoll, wie raus auf die Wiese zu gehen und den Schafen Atomphysik beibringen zu wollen.
Heribert hatte sein ganzes Leben auf dem Bauernhof verbracht. Irgendwie hatte er das Gefühl einen Tapetenwechsel zu benötigen. Vielleicht sollte er Landwirtschaft studieren? In einer richtig großen Stadt mit mehr als 500 Einwohnern. Das ist sein Traum.
Beim Frühstück erzählte er der Großmutter von seinen Plänen. „Ja, ja. Geh du nur in die große Stadt, mein kleines Jungchen. Wenn du dann heulend wieder hierher zurückkommst, wird dein Zimmer vielleicht schon einem anderen Jungen gehören.“, drohte ihm die Großmutter.
„Welcher andere Junge?“, fragte Heribert ängstlich.
„Dein Onkel Robert wird bestimmt bald wieder zu Besinnung kommen und sich eine richtige Frau suchen. Und notfalls habe ich schon eine auf ihn angesetzt.“, erklärte die Großmutter ihre lang ausgeklügelten Pläne.
„Wen? Doch nicht die verrückte Berta? Das kannst du ihm nicht antun.“, sagte Heribert und bekam eine Gänsehaut.
„Diese Woche läuft ihre Unterlassungsklage ab. Sie darf sich ihm jetzt wieder bis auf einem Meter nähern.“


Wie es weitergeht erfahren Sie demnächst. Wird Heribert ein Studium beginnen? Wir Onkel Robert der verrückten Berta entkommen?

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Montag, 18. Mai 2009
Warum wir alle an etwas glauben und nichts wissen
Es gibt immer mehr Leute, die behaupten, diese ganze virtuelle Welt bestehend aus Internet, Computerspielen oder Fernsehen, sei gefährlich. Weil sie nicht die echte Welt ist. Die sogenannte Realität.

Wer so etwas behauptet ist natürlich dümmer als die Polizei es jemals erlauben würde, denn eine virtuelle Welt gibt es doch schon immer. Wir leben darin, jeden Tag, jede Sekunde.

Nehmen wir doch mal unseren Hauptsinn her, das Sehen. Ich schaue zum Beispiel auf ein Glas Wasser welches halb voll ist. Das Glas kann ich nur sehen weil ein paar weit gereiste Lichtstrahlen (immerhin kommen die von der Sonne) auf mein Glas treffen, dort reflektiert werden und dann weiter in mein Auge fliegen. Wenn sie dann einmal im Auge angelangt sind, wird es erst richtig spannend. Die Lichtstrahlen gehen durch das Auge durch und treffen hinten auf die Netzhaut. Der Lichtstrahl enthält nur eine einzige Information und zwar welche Farbe er hat. Den Rest, also Entfernung, Farbe oder die Geometrie unseres halbvollen Wasserglases spinnt sich unser Gehirn, aus den Milliarden von Lichtstrahlen, die permanent unser Auge erreichen, zusammen. Die Netzhaut wandelt die Lichtinformationen in elektrische Signale um und schickt sie ins Gehirn, wo dann das Bild berechnet wird. Das Bild was wir dann zu sehen bekommen ist aber auch nur virtuell.

Eigentlich kann ihnen niemand garantieren, dass das echt ist was Sie sehen, riechen oder schmecken. Schließlich ist es alles nur eine Interpretation unseres Gehirns. Wer diese Tatsache schon akzeptiert hat, der kommt nicht umhin sich zu fragen, wer uns garantieren kann, dass es nicht noch andere Wesen um uns herum gibt, die wir aber einfach nicht detektieren können? Es gibt ja schon bekannte Formen von Energie, welche wir nicht direkt spüren können, sondern nur ihre Auswirkungen, wie zum Beispiel Magnetismus. Der ist für uns unsichtbar, obwohl das Wort unsichtbar in diesem Zusammenhang völlig falsch ist, weil wir mit unserem Auge sowieso nur Lichtinformationen aufnehmen können. Magnetismus ist nicht wahrnehmbar. Warum soll es dann nicht noch andere Dinge geben, die wir nicht wahrnehmen?

Am lustigsten finde ich die Leute die jeglichen Glauben völlig ablehnen und nicht verstehen können, wie Menschen an etwas glauben können, was unsichtbar ist. Dabei glauben diese Leute auch an etwas. Nämlich an das was sie sehen. Doch es wird ihnen nie jemand beweisen können, dass es die Dinge wirklich gibt, die sie mit ihren 5 popligen Sinnen wahrnehmen. Schon wenn ihnen das ein Wissenschaftler erklärt, dass die Welt real ist, ist die Information die der Wissenschaftler erklärt, alles andere als real. Sie kommt ja von ihrem Hirn und ist nur virtuell.

Wenn mir also in Zukunft jemand weismachen will, es ist dumm an einen Gott zu glauben, dann erkläre ich ihm, dass es noch viel dümmer ist, nur an das zu glauben, was uns unser Gehirn vorgaukelt. Nur weil in einem Glas Wasser keine Fische schwimmen, kann man ja nicht darauf schließen, dass es im Ozean auch keine Fische gibt.

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Sonntag, 17. Mai 2009
Kanzlerumfrage
Heute ist Sonntag und das heißt seit kurzem, dass Sie wieder mal ungefragt umgefragt werden. Viel Vergnügen!!

Wenn Sie anstelle von Frau Merkel, Kanzler/ Kanzlerin wären, was würden Sie besser machen?
Ich würde die Analogkäsesteuer senken und Analogkäse als ein Grundnahrungsmittel definieren.
Ich würde mehr in die Bildung investieren. Schließlich ist die Bildung von Schimmel eine wichtige Grundvoraussetzung für die Produktion von Schimmelkäse.
Ich würde den Dalai Lama einladen und ihm eine in die Fresse hauen. Mal schauen wie der reagiert...
Ich würde einen auf Berlusconi machen und lauter Models wichtige Ministerpostionen zuweisen. Schließlich braucht das Volk auch was für das Auge.

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Created by dergeschichtenerzaehler on 2009.05.17, 18:33.

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