Montag, 25. Juli 2011
Interview mit einem Terrorexperten
Nach ausgiebiger Medienanalyse vom Wochenende bin ich mal einer wichtigen Frage nachgegangen: Wie wird man eigentlich Terrorexperte?

Zur Beantwortung dieser äußerst wichtigen Frage, habe ich den Herrn Igor Slawist um ein kurzes Statement gebeten.

DGE: Herr Slawist, wie sind Sie zum Terrorexperten geworden?

I.Slawist: Vor einem Jahr war ich noch Dr.kopie.lot. Slawist bei der FDP. Doch dann ist irgendjemandem aufgefallen, dass ich vergessen habe, eine Doktorarbeit für meinen Doktortitel zu kopieren und wurde aus diesem Grund auf die Straße gesetzt. Beim Arbeitsamt fand man dann den perfekten Job für jemanden, der sonst nix kann. Ich wurde zum Terrorexperten umgeschult.

DGE: Was sind denn ihre besonderen Fähigkeiten, die sie zu einem Experten machen?

I.Slawisten: Meine Fähigkeit sind beeindruckend. In einem Terrorexpertencamp in der Ereigniswüste Mecklenburg Vorpommerns habe ich gelernt aus jeder noch so banalen Sache eine Megaterrorismus Verschwörungstheorie quasi aus dem Boden zu stampfen. Einmal hatten wir zum Beispiel den Vorfall, dass im Nachbardorf des Terrorexpertencamps ein Fuchs eine Gans gestohlen hatte. Sofort überzeugten wir die Dorfbevölkerung, dass es da draußen in der Wildnis einen islamistischen Fuchs gibt, der sich für das Engagement von Wildgänsen in Afghanistan, rächen will.

DGE: Okay, das ist ja alles schön und gut. Aber was machen Sie, wenn es sich wie in Norwegen nicht um einen islamistischen Täter handelt.

I.Slawist: Sind Sie wahnsinnig? Natürlich ist dieser Norweger ein islamistischer Terrorist. Aber nicht nur das...er ist sogar ein christlich, konservativer, islamistischer Terrorist und gleichzeitg noch ein islamistischer Freimaurerterrorist. Wir haben es hier mit einer gänzlich neuen Art von Islamisten zu tun. Eine völlig neue Taktik der Al-Kaida, welche übrigens schon Mitte der Neunziger...

An dieser Stelle musste ich das Interview abbrechen und bin einfach gegangen.

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Montag, 18. Juli 2011
Jetzt verstehe ich es endlich...
Als ich in der Schule im Geschichtsunterricht das Thema Nationalsozialismus hörte und lernte, fand ich diese ganze Thematik interessant. Es klang alles so abstrakt und absurd. So verrückt und auch irgendwie unmöglich. Man musste einfach alles darüber wissen...
Trotzdem hatte ich nie einen persönlichen Bezug zu diesen ganzen Fakten. Das klang alles so, als ob es auf einem fernen Planeten geschehen ist und nicht hier, obwohl es in unserem Land geschah und unsere Großväter die Zeit miterlebten.
Ich konnte mich nie in diese Generation hineinversetzen und auf die Frage: „Hättest du denn damals mitgemacht?“ antwortete ich wie jeder andere auch: „Natürlich nicht!“ Das ist schon quasi ein Abwehrmechanismus, der mich daran hinderte, mich ernsthaft damit auseinander zu setzen.

Es gehört schon eine Menge Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass man, hätte man in den 30iger Jahren gelebt, freudig erregt in die NSDAP eintritt, da man schon weiß, dass die Geschichte kein gutes Ende nimmt.

Mittlerweile verstehe ich es besser:

Wenn ein Thilo Sarrazin quasi eine Neuauflage von Hitlers Mein Kampf veröffentlichen darf und dafür von vielen gefeiert wird...
Wenn es keine Demokratie mehr gibt, sondern nur noch die Interessen weniger Großkonzerne durchgesetzt werden...(Hitler wurde damals von Industriellen unterstützt)
Wenn Zeitungen Propaganda gegen Ausländer oder andere Länder machen...
Wenn ein Großteil der Bevölkerung eine rechte Meinung (Ohne zu wissen, dass es eine rechte Meinung ist. Das ist ja das perfide!!) besitzt...

Die Unterschiede zwischen der damaligen Zeit vor Hitlers Machtergreifung und Heute sind gar nicht so groß, man mag es nur nicht sehen.
Der einzige und sicherlich riesige Unterschied, sind die Lebensumstände. Uns geht es viel besser als den Leuten damals.

Und wenn ich jetzt noch lese, dass der Herr Sarrazin mit dem ZDF durch Kreuzberg läuft um dort die Leute zu provozieren, dann lässt mich das schon fast vor Wut überschäumen. Die Absicht dieser „Doku“ eines öffentlich-rechtlichen!!! Senders ist ja eigentlich sonnenklar. Man hoffte, dass der Herr Sarrazin angegriffen wird, damit man beweisen kann wie kriminell Ausländer sind.
Man kann nur froh sein, dass keiner darauf reingefallen ist. Das ist Propaganda auf unterstem Niveau und eine Schande für unser Land. Vor allen Dingen, weil es so gut funktioniert.

Ich kann es nun verstehen...man muss die Bevölkerung nur lange genug manipulieren und Meinungen formen und schon werden sie alles tun, was man ihnen befiehlt.

Nur das Ziel der heutigen Manipulation ist noch nicht wirklich bekannt.
Die zukünftigen Schüler werden es sicherlich im Geschichtsunterricht haarklein erklärt bekommen...und natürlich nicht aus unseren Fehlern lernen.

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Sonntag, 22. Mai 2011
Facebook Revolution
In Spanien gibt es eine Revolution, die ihre Kreise zieht. Wenn auch nur zögerlich.



Auf dem Bild hier können Sie einen Teil der spanischen Revolution sehen. Nur was ist da im Hintergrund?

Ich will Sie hier nicht verarschen!! Das ist eine von vielen Brücken über den Rhein. Der Fotograf dieses Bildes stand übrigens an einem warmen Sonnentag auf dem Burgplatz in Düsseldorf und sog ein Hauch von Revolution in sich auf.

Düsseldorf ist sicherlich nicht gerade das Zentrum für Revolutionen und Veränderungen. Hier sitzt man am Rhein und trinkt Altbier. Man fährt Cabrio und schwitzt sein teures Sakko voll. Trotzdem haben es die Demonstrationen von Madrid bis nach Düsseldorf geschafft.

Es wurde Geschichte geschrieben. Zwar hatte der Bücher Flohmarkt nebenan weitaus mehr Zulauf, aber das ist alles nicht so wichtig.
Wichtig ist, dass sich in ganz Europa zur selben Zeit ein paar Menschen eingefunden haben, die an die richtige Sache glauben. Die etwas verändern wollen, auch wenn sie noch nicht richtig wissen was.
Meine Meinung: Das ist nur ein Vorgeschmack auf das was noch kommen mag.

Revolution bedeutet Veränderung. Das Organisieren von Demonstrationen über Facebook in ganz Europa ist so eine Veränderung.

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Montag, 16. Mai 2011
Gedanken zum Tatort
Gestern Abend gab es mal wieder einen Tatort mit dem aufgestülpten Thema Frontex. Anscheinend muss heutzutage eine Tatort Handlung mit einem ,sicherlich wichtigen, Thema vermischt werden, sodass dann am Ende nur noch Kokolores übrig bleibt. Wobei der gestrige Tatort noch einer der besseren Umsetzungen war.

Zurück bleibt dieses, „Schön, dass wir mal darüber geredet haben.“ - Gefühl, mehr aber auch nicht.
Die Vor- und Nachteile von Frontex wurden also erst gar nicht großartig erläutert, schließlich musste man nebenbei noch den Fall lösen. Die Hauptkommisarin übernahm die Rolle der linken Aktivistin, die einfach nur aus Prinzip dagegen ist und auf der anderen Seite stehen böse Konzerne, die einfach nur Geld mit dem Grenzschutz verdienen wollen. Es wurde nix erklärt und auch keine Argumente geliefert, warum das alles so schlimm sein soll. Das ist richtig schade...

Das Thema ist hochaktuell und auch sehr wichtig. Europa diskutiert, wie man mit den Flüchtlingen umgehen soll und droht daran zu zerbrechen.

Ein Herr Sarrazin sagt, dass man die europäischen Außengrenzen unbedingt sichern und keine Flüchtlinge aufnehmen soll, da die dann auch noch ihre Familie und so weiter nachholen und am Ende haben wir dann ganz Afrika in Deutschland. Der Herr Sarrazin hat aber leider noch nicht kapiert, dass Zuwanderung etwas Positives für unser Land ist, da der Herr ein menschenverachtendes Arschloch ist. Der Mann kann zwar gut mit Zahlen umgehen, besitzt aber leider nur die soziale Intelligenz eines Einsiedlerkrebses.

Mein Problem ist, dass der Herr Sarrazin zum Teil recht hat, wenn auch aus völlig bescheuerten Gründen. Es ist völlig richtig, keine Flüchtlinge aus Afrika aufzunehmen. Aber nicht, weil es schlecht für Deutschland ist, sondern weil es schlecht für Afrika ist. Wie soll sich denn ein Staat entwickeln, wenn alle daran interessiert sind, nach Europa zu gelangen oder von dem Geld leben, dass Verwandte (die es geschafft haben) aus Europa schicken? Und es sind logischerweise selten Arme oder Kriminelle, die das viele Geld für ein Flüchtlingsboot aufbringen können, sondern eher gut Ausgebildete. Afrika blutet aus und die ganze Situation verschlimmert sich.
Einwanderer sind also ein Segen für die EU aber leider ein Fluch für Afrika und genau aus diesem Grund muss man das unterbinden.

Unser Innenminister Friedrich hat übrigens eine ganz andere Meinung zu diesem Thema:
"Wir brauchen die, die uns nutzen und nicht die, die uns ausnutzen. Das sollte unser Programmsatz für die Zuwanderungspolitik sein."

Ich weiß ja nicht was schlimmer ist: Ob man eine Festung Europa baut, in die keiner mehr rein darf oder ob man so rassistisch ist und nur die Menschen aufnimmt, die einem was nützen.

Was würden Sie bevorzugen?

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Donnerstag, 12. Mai 2011
Bild von einem kaputten Reifen
Ich weiß ja auch nicht, warum ich ein Foto von diesem kaputten Reifen gemacht habe.


(Bitte klicken! :) )

Aber im Nachhinein betrachtet, finde ich das Bild toll, obwohl es nichts Besonderes zeigt. Ich kann mir nur nicht erklären, warum es mich begeistert. Ich möchte es sogar an die Wand hängen...völlig verrückt.

Sind Sie davon begeistert? Und wenn ja, können Sie es mir erklären?

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Mittwoch, 4. Mai 2011
Seltsamigkeiten
Ich war erschöpft. 10 Stunden Zug fahren machen schlapp. Fast so als ob man den Zug selber gezogen hätte.
Ich saß in der Straßenbahn, die mich vom Hauptbahnhof nach Hause fuhr.

Die Großstadt trägt sonderbare Blüten: Mir gegenüber saß eine ältere Frau, welche auf den ersten Blick völlig normal wirkte. Sie saß auf dem Platz, der für Kinderwagen und die dazugehörigen Mütter reserviert ist. Ich will ja nicht behaupten, dass sie da völlig fehl am Platz war, denn sie besaß tatsächlich einen alten Kinderwagen. So noch richtig mit Metallspeichen zwischen den kleinen Gummirädern und einer unteren Gepäckablage unter dem Hauptkörbchen mit Faltdach. Das Körbchen war liebevoll mit alten Decken ausgelegt, damit es die Gans schön weich hatte.

Ja Sie haben richtig gelesen, in dem Kinderwagen saß eine Gans. Ich musste mehrmals hinschauen, so verdutzt war ich. Es war eine ungefähr 5 Kilo schwere, weiße Gans. Die Müdigkeit spielt mir sicher einen Streich, dachte ich mir. Eine Gans in einem Kinderwagen, in der Straßenbahn, mitten in der Großstadt. Sehr witzig Gehirn!!
Die Gans schaute mich mit halb geschlossenen Augen an. Sie war überhaupt nicht aufgeregt. Anscheinend fuhr sie häufiger Straßenbahn.
Unten in der Gepäckablage des Kinderwagens saß noch ein kleiner brauner Dackel.

Ich war mir sicher, dass ich träumte, denn die anderen Passagiere beachteten die Gans überhaupt nicht. Das schien ein völlig normales Ereignis zu sein.

Ich hätte ein Foto machen sollen, habe mich aber nicht getraut. Aber wenn ich die Frau mit der Gans und dem Kinderwagen wiedersehe, werde ich Eins machen. Versprochen.

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Donnerstag, 21. April 2011
Wenn Einbrecher bei Einbrechern einbrechen
„Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?“

„Ich bin ein Einbrecher.“

„Oh was für ein Glück, dachte schon Sie wären meine Schwiegermutter.“

„Wieso?“

„Na Sie haben im Zwielicht so ausgesehen. Ihr gebückter Gang, dieses immer auf der Hut sein, dann ihre schmalen Finger.“

„Oh tut mir Leid! Ich wollte keinen falschen Eindruck erwecken.“

„Ach vergeben und vergessen. Wollen Sie sich nicht erst mal setzen? Ist doch anstrengend, ihre Tätigkeit.“

„Ja gerne, aber woher wissen Sie das?“

„Ach das muss aber unter uns bleiben. Ich bin auch Einbrecher. Jetzt sind wir quasi Zweibrecher. Haha, ist das nicht witzig?“

„Ja das ist durchaus nicht witzig. Aber ich bin ja auch nicht zum Lachen hier.“

„Nein da haben Sie vollkommen Recht, unser Job macht wirklich keinen Spaß. Ständig muss man auf der Hut sein…“

„Stimmt! Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal nicht auf der Hut war, so sehr bin ich auf der Hut.“

„Und ich erst. Letztens war ich so sehr auf der Hut, dass ich vergessen habe meine Einbrechermütze aufzusetzen.“

„Mann! Da waren Sie aber ganz schön sehr auf der Hut! Mein Arzt hat mir gesagt, wenn ich noch mehr auf der Hut bin, platzt mir noch der Kragen.“

„Nich wahr!“

„Doch!“

„Wahnsinn! Wollen Sie einen Keks?“

„Ja aber gerne! Schöne Einrichtung haben Sie hier! Alles selbst geklaut?“

„Ne, nicht alles… der Fernseher ist vom Laster gefallen.“

„Funktioniert er noch?“

„Ne! Hat aber 200 Kanäle und Videotext.“

„Vielleicht klau ich den.“

„Fühlen Sie sich nur wie zu Hause!!“

„Ach Schade, ich hätte so gerne was geklaut.“

„Na gut, damit Sie nicht umsonst hier eingebrochen sind…das Bild von meiner Schwiegermutter können Sie mitnehmen.“

„Dann nehme ich mal meinen Hut und gehe.“

„Und das Bild nicht vergessen. Beklauen Sie mich bald mal wieder!“

„Und seien Sie auf der Hut vor Einbrechern! Auf wiederklauen!“

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